Bayern: Fünf Menschen mit Kohlenmonoxid-Vergiftung gerettet

BAD REICHENHALL (BAYER): Viel Glück im Unglück hatten am Mittwochabend, 20. Jänner 2016, fünf Menschen in einem Reichenhaller Wohnhaus: Das Rote Kreuz wurde gegen 17.45 Uhr zu einer bewusstlosen 42-jährigen Frau im Bad gerufen und hatte vor Ort im teilweise verrauchten Gebäude bemerkt, ...


... dass womöglich eine Kohlenmonoxid-Vergiftung vorliegt, weshalb die Sanitäter die Feuerwehr zur Gasmessung nachforderten. Der Feuerwehr-Einsatzleiter stellte dann fest, dass bei allen fünf Bewohnern eine mutmaßliche Kohlenmonoxid-Vergiftung vorliegt. Die 42-jährige Frau, zwei 15-jährige Jugendliche und zwei 52 und 54 Jahre alte Männer wurden notärztlich versorgt und teilweise in Druckkammern behandelt, wobei die 42-Jährige noch am Abend per Hubschrauber nach Murnau verlegt werden musste.

 

Die Ursache für die erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentration im Gebäude ist bisher nicht eindeutig geklärt; die Ermittlungen der Kripo dazu laufen. Zunächst musste das Rote Kreuz gegen 17.45 Uhr wegen einer bewusstlosen 42-jährigen Frau zu dem Haus ausrücken, die notärztlich versorgt und in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht wurde. Die Sanitäter und der Notarzt bemerkten vor Ort, dass womöglich eine Kohlenmonoxid-Vergiftung vorliegt und forderten zunächst die Freiwillige Feuerwehr Bad Reichenhall zur Messung der Gaskonzentration im Gebäude nach, die mit 24 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen ausrückte. Atemschutzgeräteträger erkundeten das gesamte Gebäude und stellten mit Messgeräten stark erhöhte Kohlenmonoxid-Konzentrationen in den Räumen fest, die zusätzlich teilweise verraucht waren und belüftet wurden. Da auch bei den weiteren vier Bewohnern der Verdacht auf eine Kohlenmonoxid-Vergiftung bestand, forderten die Einsatzkräfte zwei weitere Rettungswagen und den Einsatzleiter Rettungsdienst nach.

 

Die fünf Patienten wurden zunächst per Rettungswagen in Kliniken nach Bad Reichenhall, Freilassing und Traunstein gebracht. Die Frau wurde noch am Abend per nachtflugtauglichem Intensivtransporthubschrauber weiter ins Behandlungszentrum Murnau verlegt, wo auch in der Nacht eine betriebsbereite Druckkammer zur Verfügung steht. Die Feuerwehr musste dazu den Landeplatz an der Kreisklinik Bad Reichenhall ausleuchten. „Die Betroffenen hatten einen Schutzengel, dass der Notfall am frühen Abend und nicht unbemerkt während der Nachtstunden im Schlaf passierte“, erklärt Einsatzleiter Florian Halter. Das farb-, geruchs- und geschmacklose, aber giftige Gas Kohlenmonoxid entsteht unter anderem bei unvollständigen Verbrennungsvorgängen. Bei einer nur leichten Vergiftung können grippeähnliche Symptome oder Kopfschmerzen und Schwindel auftreten; höhere Belastungen können bis zum Erstickungstod führen.

 

Die Einsatzkräfte weisen darauf hin, dass Gaswarner, die ähnlich wie Rauchmelder aussehen und in Baumärkten oder über das Internet kostengünstig gekauft werden können, hier Leben retten können. Die Beamten der Reichenhaller Polizei übernahmen noch vor Ort die Ermittlungen, die von der Kriminalpolizei Traunstein fortgeführt werden. In diesem Zusammenhang wird auch eine Gastherme überprüft, die zur Wasserbereitung in dem Einfamilienhaus installiert worden war. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann allerdings keine seriöse Aussage über eine mögliche Ursache für den Gasaustritt getroffen werden; diesbezüglich müssen die Untersuchungen des Fachkommissariats abgewartet werden.


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