D: Geplatztes Chemikaliengefäß beschäftigt die Feuerwehr

BRUCHSAL (D): In einem Gefahrgutschrank ist am 12. Jänner 2019 aus ungeklärten Gründen ein Gefäß mit einem Zwischenprodukt geplatzt und die Flüssigkeit lief aus. Das Produkt beinhaltete Schwefel- und Flusssäure.


Zum Zeitpunkt der Freisetzung befand sich glücklicherweise niemand in dem Raum. Am Samstagmorgen wurde um 7.57 Uhr die Bruchsaler Feuerwehr mit der Umwelt- und Strahlenschutzgruppe Bruchsal und die Führungsgruppe Bruchsal mit dem Alarmstichwort „Gefahrguteinsatz - klein“ in die Vichystraße gerufen.

 

In einer dort ansässigen Firma war in einem Gefahrgutschrank eine Chemikalie mit Schwefel- und Flusssäure ausgetreten. Nach erster Erkundung der Lage wurde der Gefahrgutzug Nord mit der Dekon-Gruppe aus Bretten und dem Zugführer-Gefahrgutzug Edgar Geißler hinzu gerufen. Ebenso wurde der Fachberater Chemie Klaus Fehrer und der Fachberater Gefahrgut Dr. Christian Adam zur Einsatzstelle gerufen. Um den Personalbedarf an der Einsatzstelle sicherzustellen wurde die Abteilung Büchenau zum Einsatz hinzu alarmiert.

 

Der Betrieb wurde für den Tag eingestellt und die Mitarbeiter nach Hause geschickt. Das ausgetretene Material musste unter Atemschutz mit Chemikalienschutzanzügen aufgenommen werden. Dieses wurde in ein Transportfass umgelagert und die Reste aufgewischt. Unter Zugabe von Wasser in dem Transportfass konnte die Säure auf eine ungefährliche Konzentration verdünnt werden. Die eingesetzten Kräfte mussten nach getaner Arbeit am Dekontaminationsplatz entsprechend gründlich gereinigt werden. Hier kam die Dekontaminationsstation des Gefahrgutzuges zum Einsatz.

 

Bürgermeister Andreas Glaser und Ordnungsamtsleiterin Jessica Deutsch machten sich vor Ort ein Bild der Lage. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Bertram Maier beobachtete ebenfalls den Einsatzverlauf. Zur Absicherung der Einsatzkräfte waren unter dem organisatorischen Leiter Scott Gilmore ein Notarzteinsatzfahrzeug, ein Rettungswagen und die SEG Bruchsal vor Ort.

 

Die Feuerwehr Bruchsal war unter der Leitung von Feuerwehrkommandant Bernd Molitor mit 45 Einsatzkräften bis 11.40 Uhr im Einsatz.

 

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