Deutschland: 100 Feuerwehrangehörige kämpfen bei Heißausbildung gegen Flammen

GEVELSBERG (DEUTSCHLAND): Die Ausbildung im Feuerwehrdienst ist besonders im Bereich des Atemschutzes sehr wichtig, um schnell und kompetent Hilfe leisten zu können, da gerade hier die Anforderungen an die Atemschutzgeräteträger sehr hoch sind und Gefahren verhindert bzw. bekämpft werden müssen.


Feuerwehrleute unter Atemschutz sind bei Bränden in Gebäuden stetig unvorhergesehenen Gefahren ausgesetzt. Für im Innenangriff vorgehende Feuerwehrleute bildet die größte Gefahr eines Einsatzes der so genannte "Flash-Over" oder in deutscher Fassung die Rauchdurchzündung.

Durch die Nutzung des Brandübungshauses wurde im Ennepe-Ruhr-Kreis ein noch besserer, mit den aktuellen Ausbildungsvorschriften konformer Standard in der Ausbildung der Feuerwehren des Ennepe-Ruhr-Kreises erzielt. Bei den Atemschutzgerätträger-Lehrgängen, den Fortbildungsseminaren für Atemschutzgeräteträger sowie bei der Truppführerausbildung ist der Gang durch das Brandübungshaus ein fester Bestandteil der Ausbildung.



Die Brandübungsanlage des Ennepe-Ruhr-Kreises wurde unter Berücksichtigung der DIN 14097 Brandübungsanlagen Teil 1 Allgemeine Anforderungen und Teil 2 Gasbefeuerte Brandübungsanlagen gebaut. Das Brandübungshaus besteht aus 2 Etagen und hat eine Gesamtfläche von 120 m². Alle Brandsimulatoren sind gasbetrieben und werden über zehn Propangasflaschen mit Gas versorgt. Die zwei Räume im Erdgeschoss sind abgeteilt durch eine Stahlwand. Hier wird mit dem ersten Brandsimulator ein Feuer in einem Schaltschrank simuliert. In Raum 2 des Erdgeschosses ist der zweite Brandsimulator in Form einer Küchenzeile untergebracht. Der dritte Brandsimulator simuliert ein Feuer im Treppenbereich. Den Brand eines Bettes simuliert der Bodenbrenner im Obergeschoss. Durch den Deckenbrenner wird ein "flash over" im kompletten Deckenbereich des Obergeschosses realistisch dargestellt. Jeder Übungsteilnehmer kann dort Charakteristik und das Durchzünden eines "flash over´s" beobachten. Gezielt wird hier gelehrt, wie sich jeder Feuerwehrangehörige in Extremsituationen zu verhalten hat.

Vom 20. bis zum 22. Oktober 2017 wurde seitens des Kreisfeuerwehrverbandes Ennepe-Ruhr wieder ein Heißausbildungswochenende durchgeführt. Den Übungsteilnehmern wurde hier unter anderem mit Hilfe der speziellen Technik des Brandübungshauses durch ein reales Feuer und unter kontrollierten Bedingungen der Eindruck der Gefahr einer Rauchgasdurchzündung (flash over) vermittelt. Des Weiteren galt es weitere Feuer an unterschiedlichen Brandsimulatoren innerhalb des Gebäudes zu löschen. Ziel aller Übungen war es den Übungsteilnehmern das richtige einsatztaktische Verhalten zu vermitteln.


Ferner wurde an der Übungstür das richtige Öffnen von Türen, die Gangart, das Einsetzen eines Rauchverschlusses und der richtige Umgang mit Hohlstrahlrohren trainiert. Ein besonderer Dank gilt den 9 Ausbildern, die an 3 Tagen die Materialschlacht bewältigten, insgesamt 120 Teilnehmer unter einsatzgemäßen Bedingungen durch das verrauchte Brandübungshaus geführt haben und für eine gelungene Ausbildungsveranstaltung sorgten.

Der allgemeine Tenor der Probanten war, das war "Spitze". Kreisbrandmeister Rolf-Erich Rehm und der Lehrgangsleiter Rüdiger Kaiser zeigten sich erfreut über die rege Teilnahme an dieser Aktion.


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