Deutschland: Brennender Autotransporter auf der Bundesautobahn 7 → drei Wehren im Einsatz

QUICKBORN (DEUTSCHLAND): Insgesamt 75 Einsatzkräfte aus drei Feuerwehren löschten am Donnerstagabend, 2. Februar 2017, einen ausgedehnten Lkw-Brand auf der Bundesautobahn 7, zwischen den Anschlussstellen Quickborn und Henstedt-Ulzburg.


Gegen acht Uhr am Abend waren die Feuerwehren Quickborn, Ellerau und Kaltenkirchen zu einem PKW-Brand auf einem LKW-Anhänger alarmiert. Aufgrund des Rückstaus haben die aus Quickborn anrückenden Einsatzkräfte kein Durchkommen gehabt. Um an die Einsatzstelle zu gelangen, öffneten sie die Gleitschutzwände zwischen den Fahrbahnen und fuhren entgegen gesetzt der üblichen Fahrrichtung, hier war der Verkehrs ebenfalls zum Erliegen gekommen, weswegen auch die Feuerwehr Kaltenkirchen erst verzögert an der Einsatzstelle eintreffen konnten.


Lkw brennt, vier Neuwagen schon erfasst
Vor Ort brannte das Führerhaus des Lkw selbst bereits in voller Ausdehnung. Beladen war das Fahrzeug mit acht Autos. Das Feuer hatte bereits vier der hochwertigen Neuwagen erfasst. Der Trailer-Anhänger mit vier weiteren Pkw war durch das Feuer unmittelbar gefährdet. Daher trugen die Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz einen massiven Löschangriff mit fünf handgeführten Strahlrohren vor.


Löschwasserversorgung erst im Pendelverkehr
Um für den Löschangriff ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben, wurde zunächst mit drei wasserführenden Fahrzeugen ein Pendelverkehr eingerichtet. Dazu haben die Fahrzeuge ihre Wassertanks an einem Hydranten, in der Nähe zur Anschlussstelle Quickborn, aufgefüllt und dieses Wasser schließlich an die Löschfahrzeuge am Einsatzort abgegeben. Im weiteren Verlauf wurde ein Hydrant an einer Parallelstraße der Autobahn im Gemeindegebiet von Ellerau genutzt, um weiteres Wasser zuzuführen. Nachdem das Feuer weitestgehend gelöscht war, wurden die ausgebrannten Fahrzeuge mit Schaum abgekühlt, der auch ein erneutes Aufflammen von Brandnestern verhindern sollte.


Hoher Schaden
Das Übergreifen der Flammen auf den Anhänger konnte verhindert werden. Jedoch wurden zwei der Fahrzeuge ebenfalls beschädigt. Auch an dem Straßenbelag selbst, der im Zuge des Ausbaus der Autobahn vor weniger Zeit erneuert wurde, ist Schaden entstanden. Erste Schätzungen des Gesamtschadens belaufen sich in den höheren sechsteiligen Bereich. Durch die enorme Hitze wurden auch die Kraftstofftanks des LKWs beschädigt. "Ein Großteil des Kraftstoffs war bereits verbrannt.", erklärt Einsatzleiter Thomas Schröder, stellvertretender Zugführer der Feuerwehr Quickborn. Dennoch musste die Gefahrguteinheit der Kaltenkirchener Feuerwehr noch ungefähr 100 Liter Dieselkraftstoff aus den Tanks abpumpen.

Das für den Ausbau der Autobahn verantwortliche Unternehmen leitete gemeinsam mit einem Fachunternehmen die ersten Maßnahmen zur Bergung ein. Zudem muss die Fahrbahn aufwendig gereinigt werden. Dazu werden die Sperrungen auf der Autobahn voraussichtlich bis Freitagnachmittag aufrecht erhalten. Für die Einsatzdauer von drei Stunden war die Autobahn in beiden Fahrtrichtungen vollgesperrt. Der Verkehr wurde nach Beenden der Löscharbeiten kontrolliert abgeleitet. Die Feuerwehr Quickborn konnte den Einsatz nach Herstellen der vollständigen Einsatzbereitschaft gegen Mitternacht beenden.


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