Deutschland: Großübung am Flughafen in Dortmund

DORTMUND (DEUTSCHLAND): In einer großangelegten Flugunfallübung probten Dutzende Einsatzkräfte am Freitag, 5. April 2019, nach dem Flugbetrieb von ca. 23:00 bis 2:00 Uhr am Dortmund Airport den Ernstfall.


Da Verkehrsflughäfen verpflichtet sind, alle zwei Jahre eine Flugunfallübung durchzuführen haben Flughafenfeuerwehr, Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Dortmund sowie die Landespolizei gemeinsam geübt, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Ergänzt werden die städtischen Einheiten zusätzlich durch ein Team für Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) und der Nachbarfeuerwehr aus Unna. Als Freitagnacht der Notfallalarm in der Feuerwehrwache des Dortmunder Flughafens ertönt, startet die von der Internationalen Zivilluftorganisation (ICAO) und der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) vorgeschriebene Notfallübung.

 

Als Unfallszenario wurde an diesem Abend eine Kollision zweier Luftfahrzeuge beim Start bzw. bei der Landung in der Luft simuliert. Bei einem Flugzeug handelte es sich um ein Kleinflugzeug, einer Cessna. Das andere Luftfahrzeug, eine ATR 42 Turbopropp, wurde durch die mobile Trainigsanlage der Feuerwehr Werl auf Basis eines LKW-Sattelaufliegers dargestellt, an den auch das Modell einer Tragfläche mit einer Turbine und einem Fahrwerksteil angestellt wurde. Schwerpunkte der Übung waren die Flugzeugbrandbekämpfung, die technische Rettung sowie der Aufbau und Betrieb einer strukturierten Patientenablage. Um das gewählte Szenario möglichst echt erscheinen zu lassen, wurden extra realistische Unfalldarsteller engagiert, die mit diversen geschminkten Verletzungsmustern, in die Rollen der Opfer schlüpfen oder betroffene Angehörige spielen. Insgesamt kamen bei der Übung im Sicherheitsbereich des Flughafens 30 "Verletzte" zum Einsatz, die durch die Kräfte der Flughafenfeuerwehr, der Dortmunder Feuerwehr und des Rettungsdienstes aus ihren Zwangslagen befreit und anschließend versorgt werden mussten.

 

Bei der strukturierten Patientenablage ging es darum die Verletzten zu sammeln, in verschiedene Behandlungskategroien einzusortieren, zu versorgen und je nach Dringlichkeit abzutransportieren. Parallel zur Übung auf dem Vorfeld wurde im Terminal eine im laufenden Betrieb nicht zu realisierende Räumungsübung durchgeführt. Hierbei wurde auch die Brandmeldeanlage im Terminal ausgelöst. Hier mussten circa 80 Personen, die auf ihre ankommenden Angehörigen warteten, sich an Check-In Schaltern oder in den Caffees aufhielten, evakuiert und weiter durch PSNV-Kräfte betreut werden. Im vergangenen Jahr wurde ein neues Evakuierungskonzept entwickelt, dazu wurden Mitarbeiter zu Evakuierungshelfern ausgebildet und in dieser Übung die Abläufe geprüft. Der Wachleiter der Flughafenfeuerwehr zog nach der Übung ein überwiegend positives Fazit. Einige Übungskünstlichkeiten bleiben zu berücksichtigen, eine detaillierte Nachbesprechung wird in den nächsten Tagen stattfinden.

 

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