Nö: Eine tote Betreuerin und Verletzte bei nächtlichem Wohnhausbrand in Gainfarn

GAINFARN (NÖ): Dramatische Szenen spielten sich kurz nach Mitternacht am 15. September 2017 bei einem Brand in einem Wohnhaus in Gainfarn (Bezirk Baden) ab. Gegen ca. 00:07 Uhr wurde die örtliche Freiwillige Feuerwehr Gainfarn und die FF Stadt Bad Vöslau zu einem Zimmerbrand mit Personenrettung alarmiert.


Nur kurz darauf langten weitere Meldungen über Notruf 122 bei der Feuerwehr Bezirksalarmzentrale (BAZ) Baden ein, wobei nun bereits von Flammen schlagen aus dem Dachstuhl gesprochen wird. Aufgrund dessen erhöht der diensthabende Leitstellendisponent die Alarmstufe auf B3 mit dem Lagebild Dachstuhlbrand und alarmierte weitere Feuerwehren.

 

Flammen aus dem Fenster, Straße mit Rauch verhüllt
Bei Eintreffen des ersten Fahrzeuges der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr Gainfarn war der Straßenzug Großteils bereits im Brandrauch verhüllt und Flammen schlugen aus einem Dachfenster. Gemeldet wurde bei der Feuerwehrleitstelle, es müssten sich noch zwei Frauen im Wohnhaus befinden. Der Brand dürfte eine bettlägerige Frau und deren Betreuerin überrascht haben. Umgehend entsendet der Feuerwehreinsatzleiter einen Atemschutztrupp mit Löschleitung zur Personenrettung ins Gebäude. Sofort folgt ein weiterer Atemschutztrupp zur Unterstützung nach den vermissten Personen zu suchen. Im Obergeschoß stand ein Zimmer in Vollbrand und die Flammen hatten bereits das Stiegenhaus sowie den Dachstuhl erfasst.


Feuerwehr findet zwei Frauen
Die bewusstlose Betreuerin konnte im Obergeschoß aufgefunden und vom Atemschutztrupp ins Freie verbracht werden. Dort übergaben sie die Frau an die ebenfalls eingetroffenen Rettungskräfte sowie dem ebenfalls alarmierten Notarzt. Nur wenig später fand man auch die zweite Frau im Gebäude und rettete sie ins Freie. Diese wurde vom Rettungsdienst übernommen, erstversorgt und mit Verdacht einer Rauchgasvergiftung ins Spital abtransportiert. Sowie auch einen Nachbar der um Hilfe eilte. Für die Betreuerin kam leider jede Hilfe zu spät, sie verstarb noch am Einsatzort.


Innen- und Außenangriff
Seitens der Feuerwehr wurde neben dem Innenangriff auch ein Außenangriff auf der Rückseite des Gebäudes gestartet. Über die in Stellung gebrachte Drehleiter bekämpfte man den Brand von oben. In Folge mussten weitere Atemschutztrupp die Brandbekämpfung über Schiebe- und Steckleitern, direkt am Dachstuhl, weiterführen. Laufend wurden nun die Atemschutztrupps ausgetauscht und die Atemluftflaschen am errichteten AS-Sammelplatz neu befüllt. Heftige Windböen erschwerten die Löscharbeiten am Dach und von der Drehleiter aus. Um zu allen Glutnestern bzw. Flammen im Dachstuhl zu gelangen, musste die Dachhaut teilweise geöffnet werden.


Drei Feuerwehrleute verletzt
Erst um 02:46 Uhr konnte vom Feuerwehr-Einsatzleiter Kommandant Michael Wallner FF Gainfarn „Brand aus" gegeben werden. An dem Wohnhaus entstand enormer Sachschaden. Drei Feuerwehrleute wurden im Zuge der Löscharbeiten verletzt. Eine Brandwache verbleibt bis in die Morgenstunden vor Ort. Die Polizei hat die ersten Erhebungen bereits in der Nacht durchgeführt. Die Brandursachenermittlung übernimmt dann im Tagesverlauf das Landeskriminalamt. Es waren an die 100 Feuerwehrleute aus insgesamt 6 freiwilligen Feuerwehren (FF Gainfarn, FF Stadt Bad Vöslau, FF Großau, FF Sooß, FF Kottingbrunn sowie die FF Sollenau Bezirk WN mit dem Atemluftcontainer), sowie mehrere Rettungsfahrzeuge, das Notarzteinsatzfahrzeug, und Führungspersonal im Einsatz

FOTOS: BFK Baden/Daniel Wirth u. Stefan Schneider

 

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