Nö: Explosion Einfamilienhaus in Hollabrunn zerstört Wohngebäude, Person schwer verletzt

HOLLABRUNN (NÖ): Am 20.09.2017 kurz vor 10:00 morgens wurden sechs Feuerwehren zu einer Wohnhausexplosion nach Aspersdorf (bei Hollabrunn) alarmiert. Der Knall wurde noch kilometerweit wahrgenommen.


Zum Zeitpunkt der Explosion befanden sich eine Frau und ein Hund in dem Einfamilienhaus. Beide konnten das Gebäude schwer verletzt verlassen. Die Frau konnte noch Angaben machen, dass sich niemand mehr im Gebäude befindet. Sie wurde mit schweren Verbrennungen mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik gebracht. Auch der Hund wurde mit schweren Verbrennungen in eine Tierklink gebracht.

Durch die Feuerwehrmitglieder wurde umgehend der gesamte Straßenzug evakuiert und von der EVN vom Gas-Netz genommen. Die Flammen konnten rasch mit drei Löschleitungen von Atemschutztrupps unter Kontrolle gebracht werden. Das betroffene Haus hat keinen Gas-Anschluss, jedoch wurde durch Messungen der  Feuerwehr und EVN Gas in der Kanalisation festgestellt. Daraufhin wurde der Absperrbereich erneut erweitert.


Das Wohnhaus wurde bei der Explosion komplett zerstört. Ganze Mauerteile flogen meterweit durch die Luft. Die genaue Ursache der Explosion wird durch die Polizei ermittelt. Insgesamt stehen 52 Feuerwehrmitglieder mit 15 Fahrzeugen im Einsatz. Sechs Atemschutztrupps wurden insgesamt eingesetzt. Ebenfalls im Einsatz 4 Fahrzeuge vom Rote Kreuz, Notarzthubschrauber Christophorus 2, 5 Streifen der Polizei und die EVN.

Gegen Mittag konnten die ersten Feuerwehren abrücken. Drei Mannschaften bleiben für Sicherungsmaßnahmen noch vor Ort.

 

Opens external link in new windowBezirks-Feuerwehrkommando Hollabrunn

 

Info des Abschnitts-Feuerwehrkommandos Hollabrunn per 26. September 2017:

Fakt ist das die Explosion durch Erdgas zu Stande gekommen ist, obwohl der Gasanschluss vor dem Haus endet. Ebenfalls Fakt ist, dass dieses Endstück beschädigt war und darüber das Gas ausgeströmt ist. Ebenfalls gegeben ist das eine Dichtheitsprüfung der EVN im November 2016 keine Lecks aufzeigte. Als sicher gilt außerdem, dass im Bereich des Gas-Endstückes seit einigen Jahren keine Grabungsarbeiten stattgefunden haben.

Woher die Beschädigung des Endstückes kommt, ist aktuell Sache der Ermittlungen der Polizei. Ausgehend von der aktuellen Sachlage und auf Basis der Aussagen von Sachverständigen, geht man jedoch aktuell davon aus, dass eine Vorschädigung des Endstückes bereits vor einigen Jahren passiert ist und nun durch Materialermüdung bzw. dem ständig herrschenden Druck, im Laufe der Zeit, das Leck entstanden ist. Das Gas suchte sich, bereits über einen längeren Zeitraum seinen Weg durch das Erdreich, Mauerritzen, Ziegel und diverse Leitungsöffnungen ins Haus. Durch den langen Weg durch das Erdreich wurde ein Großteil des künstlich zugesetzten Duftstoffes entfernt.

Die EVN hat nach dem Unglück umgehend Bohrungen in der Umgebung durchgeführt, um das Erdreich zu belüften. Gas-Messungen wurden parallel dazu durchgeführt. Die EVN verspricht rasche, unbürokratische sowie umfassende Hilfe gegenüber allen Geschädigten. Hintergrund ist, dass die EVN als Netzbetreiber eine sogenannte verschuldensunabhängige Haftung für Schäden in Zusammenhang mit der Gasleitung hat. Nach einer erneuten Dichtheitsüberprüfung von Donnerstag bis Freitagmorgen wurden die Haushalte bereits im Laufe des Freitages wieder mit Gas versorgt. Aktuell wird das gesamte Gasnetz in Aspersdorf erneut überprüft.

Laut Auskunft der Familie wurde die 37-jährige Mutter eines Kindes heute erfolgreich operiert und befindet sich am Wege der Besserung.


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