Nö: Feuerwehr Neulengbach legt überzeugende Bilanz

NEULENGBACH (NÖ): Anlässlich der Mitgliederversammlung der Wehr konnte Kommandant Ignaz Mascha eine stolze Jahresbilanz der Feuerwehr Neulengbach–Stadt präsentieren.


2014 galt es 291 Einsätze, davon 58 Brandeinsätze, 222 Technische Einsätze und 11 Brandsicherheitswachen, bei denen 1798 Mitglieder im Einsatz gestanden und dabei 2.798 Stunden leisteten, zu bewältigen. Weitere 2506 Stunden wurden für Übungen und Schulungen aufgebracht, bei denen die Themenbereiche wie u. a. Ölsperrenbau und Umgang mit Gasmessgeräten, Menschenrettung aus Höhen und Tiefen bzw. aus Kraftfahrzeugen, im Vordergrund standen.

 

Einschließlich der Jugendarbeit und des Zeitbedarfes für Erhaltungsarbeiten, Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltungstätigkeiten wurden von den 83 Mitgliedern in Summe 11.551 Stunden zum Wohle der Bevölkerung geleistet, um 15% mehr als im Vorjahr. Hier sind keinerlei Stunden für die diversen Veranstaltungen beinhaltet, betont der Kommandant. Er verwies stolz auf den tollen Lehrgangsbesuch z. B. an der Landesfeuerwehrschule, wo mit 96 Teilnahmen ein neuer Rekord, nachdem im Vorjahr bereits eine große Anzahl teilgenommen hatte, zu verzeichnen war. Drei Katastrophen forderten die Feuerwehr : Als Chef des Stabes fungierte der Kommandant und Bezirkskommandantstellvertreter bei der Koordination der Hilfsmaßnahmen in Slowenien, wo bedingt durch eine Eiskatastrophe die Stromversorgung im Frühjahr völlig zusammengebrochen war; "Bereits 24 Stunden nach der Anforderung lieferten die Aggregate aus Niederösterreich die dringend benötigte Energie", vermerkte Mascha. Im Pielachtal räumten die Florianis angeschwemmtes Treibgut und errichteten Dämme, und bei einem internationalen Hochwassereinsatz in Bosnien brachte der Neulengbacher Markus Kropatschek vor Ort seine Fachkenntnisse als Elektrotechniker ein und Mascha war wiederum im Landesführungsstab tätig.

 

2014 wurden, neben drei Vollschutzanzüge und Schutzkleidung für den Innenangriff, neue Schläuche und andere Gerätschaften, die für das anzuschaffende Vorausrüstfahrzeug vorgesehen sind, angeschafft. Weiters mussten vier Mitglieder, die das 15. Lebensjahr erreicht hatten, mit Dienst- und Einsatzbekleidung ausgestattet werden. Insgesamt wendete die Feuerwehr ca. 106.500 € auf. Sandra Karrer, Paul Köck und Richard Machaczek, legten ihren Eid vor der Mitgliederversammlung ab. Hauptfeuerwehrmann Christian Damisch und DI Xaver Hiebner wurden zum Löschmeister befördert. Von den Vorhaben für 2015 konnte das erste Projekt, die Anschaffung eines Atemschutzkompressors, der den Atemschutzgeräteträgern im Einsatz mehr Luftvorrat bei weniger Gewicht ermöglicht, bereits realisiert werden. Für die bevorstehenden regionalen Unwetter, mit denen die Feuerwehr zukünftig mehr konfrontiert sein wird, soll durch verschiedene leistungsstarken Pumpen gerüstet werden. Ebenso für einen großflächigen Stromausfall sucht die Feuerwehr ein 300 kVA Notstromaggregat. Der Bau des bestellten Vorausrüstfahrzeuges muss begleitet und nötige Ausrüstungsgegenstände ausgewählt werden.

 

Im Juni 2015 wird die Feuerwehr nach mehr als 40 Jahren die Abschnittsfeuerwehrleistungsbewerbe ausrichten. 2015 muß ein Jahr der Feuerwehrjugend werden, wir benötigen weitere Mitglieder in unserer Jugendgruppe. Kommandant Mascha verwies auf die tolle Unterstützung der Bevölkerung, 97,5% der Mittel werden durch die Feuerwehr aufgebracht. Die Veranstaltungen tragen dazu einen wesentlichen Anteil bei.

 

Wo Licht ist, ist auch Schatten: Unzufrieden äußerte sich Mascha mit der Platzsituation im Feuerwehrhaus und im Katastrophenlager. Für das Katastrophenlager sagte Bürgermeister Wohlmuth in seinem Statement eine kurzfristige Verbesserung zu; auch die Gemeinde sei mit der derzeitigen Unterbringung im Bauhof nicht zufrieden. Im Übrigen dankte der Bürgermeister für die gute Zusammenarbeit und die erbrachten Leistungen und gratulierte den Angelobten und Beförderten. Der Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes, Ing. Johann Gastmayr, dankte für die äußerst positive Kooperation im Dienste der Sicherheit und wies auf die Bedeutung der Auslandseinsätze für die gut nachbarlichen Beziehungen und das Image unseres Landes im Kampf gegen Nationalismen hin. In dieselbe Kerbe schlug in seiner Grußadresse Abschnittskommandant Georg Schröder, würdigte die professionelle Arbeit sowie die vielfältige Ausbildung und dankte für die Nutzung der Räumlichkeiten in Neulengbacher Feuerwehrhaus und das Engagement der Neulengbacher Kameraden im Abschnitt, Bezirk, Land und International. Besonders hob er die Bedeutung der Jugendarbeit hervor und überreichte zum 35 Bestandsjahr der Feuerwehrjugend eine Gratulationsurkunde des Landesfeuerwehrkommandanten.

 

Zum Abschluß bedankte sich der Kommandant bei seinen Mitgliedern und er ist stolz Kommandant einer solch tollen Feuerwehr sein zu dürfen.

 

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