Nö: Feuerwehrmitglieder reanimieren eine Frau erfolgreich bei Wohnhausbrand in Wiener Neustadt

WIENER NEUSTADT (NÖ): Eine Nachbarin meldete kurz vor halb fünf Uhr nachmittags am 8. Dezember 2016 einen Brand im Nachbarhaus in der Heinrich Saurer Gasse. "Kommen Sie schnell, im Haus brennt es", meldete sie.


Sofort wurde die Feuerwehr Wiener Neustadt zu einem Wohnhausbrand alarmiert. Binnen kürzester Zeit rückte die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt mit mehreren Tanklöschfahrzeugen und der Drehleiter an. Der rasche Einsatz der Atemschutztrupps und die perfekte Rettungskette sowie die erfolgreiche Reanimation durch Feuerwehrmitglieder bewiesen die Professionalität und den ausgezeichneten Ausbildungsstand der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt.  


Person noch im Haus
Als das erste Tanklöschfahrzeug eintraf, sagte der Sohn des Hauses den Feuerwehrmitgliedern, dass seine Mutter noch im Haus sei. Der erste Atemschutztrupp drang sofort mit einem Rohr in das betroffene Haus ein. Die Mutter wurde im Schlafzimmer hinter der Tür zum Flur bewusstlos liegend gefunden. Als der Trupp die Frau retten wollte, zündete der brennende Raum durch und versperrte dem Trupp den Rückzugsweg. Ein zweiter Atemschutztrupp vom eingetroffenen zweiten Tanklöschfahrzeug drang mit einem Rohr zum Brandraum vor und sorgte so für einen freien Rückzugsweg.


Reanimation durch Feuerwehrleute
Als die Frau ins Freie gebracht wurde, leiteten die anwesenden Feuerwehrmitglieder sofort die Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Unter der Teamleitung eines Notfallsanitäters der Feuerwehr Wiener Neustadt, konnte die Frau durch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr reanimiert werden und mit wieder eingesetztem Spontankreislauf dem eintreffenden Rettungsdienst übergeben werden. Die 72-jährige wurde in sehr ernstem, aber stabilem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Nur durch den raschen Einsatz des Atemschutztrupps und die professionelle Reanimation der Feuerwehrmitglieder wurde dies ermöglicht.


Löschen mit zwei Rohren
Der weitere Einsatz verlief ohne Zwischenfälle. Der Vollbrand des Raumes wurde unter schwerem Atemschutz mit zwei Rohren gelöscht. Im Bereich des Daches musste noch ein Bereich abgedeckt werden, um zu den Glutnestern vordringen zu können. Die Brandursache ist derzeit Stand der Ermittlungen durch die Polizei.

"Ich bin stolz auf unsere ehrenamtlichen Feuerwehrmitglieder. Die professionelle Reanimation der Frau durch die Kameraden und der perfekte Ablauf des ganzen Einsatzes zeigt, wie wichtig die laufende Ausbildung in allen Bereichen der Rettungskette ist", so Einsatzleiter Brandrat Christian Pfeiffer, Kommandantstellvertreter der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt.
Die Feuerwehr Wiener Neustadt stand mit 32 Mann und neun Fahrzeugen ca. 2,5 Stunden im Einsatz. Es wurden vier Atemschutztrupps eingesetzt und insgesamt 23 Flaschen durch das eingesetzte Atemluftfahrzeug gefüllt.  Der Rettungsdienst stand mit einem Fahrzeug des Arbeiter Sameriterbundes und drei Fahrzeugen (darunter ein NEF) des Roten Kreuzes im Einsatz.


Feuerwehrmedizinischer Dienst
Der Feuerwehrmedizinischedienst Wiener Neustadt bietet im Zuge der internen Ausbildung mindestens einmal im Jahr eine Auffrischung in Erste Hilfe an. Einsätze wie diese zeigen uns immer wieder deutlich, wie wichtig solche Fortbildungen sind. Um, besonders was die Herz- Lungen- Wiederbelebung betrifft, realistisch und anatomisch korrekt üben zu können, wurde von der Feuerwehr Wiener Neustadt heuer sogar eine Reanimationspuppe angekauft. Solche Investitionen können, wie heute eindrucksvoll gezeigt, im Bedarfsfall Leben retten.
Mehr dazu unter http://www.ffwrn.at/index.php/sachgebiete/fmd 

 

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