Nö: Großrand im Katastrophenhilfezentrum des Roten Kreuzes in Münchendorf

MÜNCHENDORF (NÖ): Am Samstagnachmittag, dem 14.Juli 2018, brach in Münchendorf (Bezirk Mödling) in einer Lagerhalle des Roten Kreuzes ein Brand aus. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein in Bau befindliches Katastrophenhilfezentrum des Roten Kreuzes, welches derzeit noch leer steht.


Das Objekt besitzt drei Hallen, wobei vorerst nur Halle eine direkt vom Brand betroffen war.

Gegen 14:30 wurden die Freiwillige Feuerwehr Münchendorf zu einem Brandeinsatz der Stufe „B3" mit dem Stichwort „Dachstuhlbrand" alarmiert. Sie rückte mit fünf Fahrzeugen und 20 Feuerwehrmitgliedern aus und stellte fest, dass große Bereiche des Gebäudes bereits in Brand standen. Die Rauchsäule war weithin sichtbar und erregte die Aufmerksamkeit der Bevölkerung, zudem befindet sich die Einsatzstelle auch in unmittelbarer Nähe zur Bahnstrecke „Pottendorfer Linie", welche gerade ausgebaut wird. 

Explosion von mehreren Gasflaschen
Während der Anfahrt beobachtete die Feuerwehr Explosionen im Bereich der Halle. Gasflaschen zerbarsten auf dem Dach und wurden in hohem Bogen zu Boden geschleudert, berichtet Einsatzleiter Peter Bokor (Kommandant-Stv. der FF Münchendorf): „Zu Beginn des Einsatzes waren diese explodierenden Gasflaschen die größte Gefahr. Zwei Stück sind sprichwörtlich vor unseren Füßen gelandet und haben am Boden weitergebrannt."
Die Druckwellen der Explosionen richteten großen Schaden an der Struktur des Gebäudes an. Mauern, Teile des Daches und der Verkleidung wurden regelrecht weggerissen oder stürzten ein. Dadurch wurden auch weitere Teile der beiden anderen Hallenteile beschädigt.


Rasche Unterstützung durch benachbarte Feuerwehren
Die Einsatzleitung der Feuerwehr bildete Einsatzabschnitte, um den Einsatz auf dem ca. 7000 m2 großen Areal um die Hallen besser koordinieren zu können. Anfängliche Probleme mit der Wasserversorgung bekam man rasch in den Griff – Hydranten und ein Brunnen lieferten das notwendige Löschwasser. Zur Unterstützung mussten fünf weitere Feuerwehren aus dem Bezirk Mödling (Achau, Laxenburg, Guntramsdorf, Mödling und Wiener Neudorf) alarmiert werden. Insgesamt waren rund 130 Feuerwehrmitglieder mit 22 Fahrzeugen im Einsatz.

Der Löschangriff der Feuerwehren erfolgte über Wasserwerfer und handgeführte C-Rohre von mehreren Seiten des Gebäudes. Zusätzlich leisteten die Drehleiter der FF Wiener Neudorf und der Hubsteiger der FF Mödling wertvolle Dienste bei der Brandbekämpfung von oben. Da die nicht vom Brand betroffenen Hallen noch begehbar waren, wurden auch über diesen Weg Löschleitungen vorgenommen. Mehrere Atemschutztrupps kamen zum Einsatz.
Die FF Münchendorf hielt bis in die Abendstunden eine Brandwache, um beim Aufflackern von Glutnestern rasch reagieren zu können.

„Brand aus" nach 1,5 Stunden
Bereits rund eineinhalb Stunden nach der ersten Alarmierung konnte „Brand aus" gemeldet werden. Der rasche Einsatz von mehreren Feuerwehren zeugt von der guten Zusammenarbeit im Bezirk Mödling und bestätigt, dass das System der Freiwilligen unersetzbar und wertvoll ist.
Einsatzleiter Peter Bokor: „Wir haben insgesamt neun Gasflaschen gezählt, die explodiert sind. Weitere Gasflaschen und eine Arbeitsbühne wurden in der Halle gefunden und von der Feuerwehr mit Wasser gekühlt. Nach diesen Maßnahmen und dem umfassenden Löschangriff, war das Feuer rasch unter Kontrolle, weil es kaum Brandlast in der Halle gab."
Rot-Kreuz-Präsident Josef Schmoll sprach in einem Facebook-Posting allen Feuerwehren, die im Einsatz standen, den größten Dank des Roten Kreuzes für das rasche Eingreifen aus.
  
Fotos: Christian Giwiser, Presseteam FF Laxenburg, Seyfert, Walter Wistermayer und www.ffmoedling.at

 

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