Nö: Hunde retteten bei nächtlichen Brand eines Reihenwohnhauses das Leben der Besitzerin

TRIBUSWINKEL (NÖ): Über 3 Stunden lang standen in der Nacht von Freitag dem 22. Dezember 2017 auf den heutigen Samstag knapp 100 Feuerwehreinsatzkräfte bei einem Brand in Tribuswinkel Bezirk Baden im Einsatz.


Im Erdgeschoß eines Gebäudes einer Reihenwohnhausanlage brach aus bislang unbekannter Ursache ein Brand aus. Die Bewohnerin schlief bereits im ersten Stock, als sie kurz vor 23:30 Uhr plötzlich von ihren Hunden geweckt wurde. Sie öffnete auf der Rückseite das Fenster im Schlafzimmer und sah vom Erdgeschoß bzw. Gartenbereich Flammen aufsteigen. Glücklicherweise konnte sie sich mit ihren Hunden noch rechtzeitig ins Freie retten.

 

Nachbarn alarmierten über Notruf 122 die Feuerwehr. Als die zu einem Zimmerbrand alarmierte Freiwillige Feuerwehr Tribuswinkel, sowie die FF Pfaffstätten nur wenige Minuten später vor Ort eintrafen, erhellte ein großer Feuerschein die Gärten der direkt angrenzenden Wohnhäuser. Die Rückseite des in Brand geratenen Reihenhauses stand in Vollbrand und Flammen erfassten bereits den Dachstuhl, sowie die Fassade des direkt angebauten Nachbargebäudes. Dieser Nachbar versuchte noch mit einem Feuerlöscher und einem Gartenschlauch die Flammen in Schach zu halten. Starker Funkenflug setzten auch große Teile einer Thujenhecke, die beide Grundstücke im Gartenbereich trennt, in Brand.

Sofort forderte der Feuerwehreinsatzleiter Kommandant Stefan Mitheis FF Tribuswinkel über die Bezirksalarmzentrale Baden die FF Wienersdorf, die FF Möllersdorf mit dem Atemluft-Anhänger und dem Einsatzleitfahrzeug zur Unterstützung nach. Um die Brandbekämpfung überhaupt aufnehmen zu können, mussten die Feuerwehreinsatzkräfte erst einmal eine 140m lange Zubringerleitung über sehr schmale Zugangswege und eine weitere Leitung über ein Nachbargrundstück verlegen. Hierzu war es notwendig mehrere Steckleitern in Stellung zu bringen, um zwei meterhohe Hecken überwinden zu können. Mit der Vornahme von 4 Löschleitungen wurde zuerst im Außenangriff die weitere Ausbereitung auch die Nachbargebäude erfolgreich verhindert und die direkte Brandbekämpfung aufgenommen. Es dauerte jedoch einige Zeit bis die massive Flammenwand niedergeschlagen werden konnte, um anschließend weitere Löscharbeiten unter Atemschutz vom Garten aus und über den Hauseingang im Inneren des Gebäudes aufnehmen zu können. Zusätzlich wurde Hochleistungslüfter in Stellung gebracht.



Es konnte von der Feuerwehr eine weitere Ausbereitung auf die Nachbarobjekte erfolgreich verhindert werden. Im betroffenen Objekt brannte im Erdgeschoß ein Zimmer komplett aus. Sämtliche anderen Räumlichkeiten im Reihenhaus wurde durch den Brand, sowie den massiven Brandrauch und der Strahlungshitze stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Besitzerin erlitt einen Schock und wurde von Nachbarn und den alarmierten Rettungskräften betreut. Eine in einem Terrarium befindliche Bartargame (ungiftige Echsenart) konnte leider nicht mehr gerettet werden. Mittels Wärmebildkameras konnten Glutnester von den Feuerwehreinsatzkräften aufgespürt und abgelöscht werden. Erste Erhebungen bezüglich der Brandursache wurden von Polizeibeamten bereits in der Nacht vor Ort aufgenommen. Die örtliche Freiwillige Feuerwehr Tribuswinkel stellt eine Brandwache.

Insgesamt standen 4 Freiwillige Feuerwehren mit 96 Feuerwehrleute und 18 Fahrzeugen, sowie ein Mitglied vom BFK Presseteam über mehrere Stunden lang im Einsatz. Auch ein Rettungsteam des Arbeiter Samariterbundes Traiskirchen und 4 Polizeibeamte aus dem Bezirk.

 

Opens external link in new windowBezirks-Feuerwehrkommando Baden


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