Nö: Lange Nacht der Feuerwehrjugend in Wiener Neustadt

WIENER NEUSTADT (NÖ): 14 Feuerwehrjugendmitglieder der Feuerwehr Wiener Neustadt erlebten vom 18. auf den 19. November 2017 eine besondere Jugendstunde. Die "Lange Nacht der Feuerwehrjugend" war als "Lesenacht" angekündigt. Die Jugendlichen wussten nicht, dass auf sie eine besondere Übung zukommen wird.


Elf aktive Feuerwehrmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt nahmen sich am Wochenende die Zeit, um 14 Mitgliedern der Feuerwehrjugend die Feuerwehr so zu zeigen, wie man sie nur als aktives Feuerwehrmitglied sieht. "Es ging uns bei der 'Langen Nacht der Feuerwehrjugend' darum, dass die Burschen erleben wie es ist, wenn man in der Nacht zu einem Einsatz aufgeweckt wird und man aus dem Schlaf gerissen Entscheidungen treffen muss", erklärt Patrick Milik, Leitender Feuerwehrjugendbetreuer der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt.

So trafen sich die Teilnehmer am Samstag um 16 Uhr in der Feuerwehrzentrale am Babenbergerring. Und gleich ging es zur Sache: "Drei Pkw im Vollbrand" war die erste Einsatzmeldung. "Bei den Übungen sind wir wie bei den großen vorgegangen: Einsatzgong, Befehlsausgabe, Einteilung auf die Fahrzeuge und abrücken zum Einsatzort. Alles so realistisch wie möglich und dennoch geführt und erklärt durch die aktiven Einsatzkräfte", so Milik weiter.



Bei den Löscharbeiten ging man gewohnt professionell vor. "Die Feuerwehrjugendmitglieder haben hierbei, mit Unterstützung der aktiven Kräfte, den Löschangriff geführt. Solche Szenarien haben wir schon öfter in der 'normalen' Jugendstunde geübt", erklärt Milik.

Danach ging es in die Feuerwehr zurück. Es wurde das Nachtlager vorbereitet und die Kinder gingen schlafen. Nach einer Verschnaufpause wurde der nächste Einsatz alarmiert und die Kinder wurden durch den Alarmgong - wie unsere Nachtbereitschaft - zum Einsatz gerufen. Nun war ein Kellerbrand als Szenario vorgesehen. Mit Übungsnebel wurde der Schlauchkeller verraucht und zwei vermisste Personen mussten von der Feuerwehrjugend gefunden werden. Dabei wurde die Verwendung von Atemschutzgeräten simuliert und die Kinder wurden permanent überwacht und betreut. "Hier ging es uns vor allem darum, dass die Kinder merken, wie es in der Nachtbereitschaft für uns Aktive ist", erklärt der Feuerwehrjugendbetreuer Reinhard Kleibel. 


Sichtlich müde gingen die Kinder nach diesem Einsatz wieder zu Bett, bis sie um halb fünf Uhr morgens zum dritten und letzten Einsatz gerufen wurden: Eine Person hatte auf einem Dach einer Garage Arbeiten durchgeführt und musste mit dem Sprungretter gerettet werden, da kein anderer Weg mehr hinunter möglich war. Außerdem mussten zwei vermisste Personen in der Dunkelheit gesucht werden. "Hier ging es uns um die Teamfähigkeit und die Konfliktbewältigung. Auch die Betreuung von Betroffenen am Einsatzort und der Umgang mit Schaulustigen wurde in dieses Szenario integriert", erklärt Milik.


"Die Mitglieder der Feuerwehrjugend der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt zeigten, dass sie auf dem besten Wege sind, gute Einsatzkräfte zu werden. Für uns ist es besonders wichtig, dass die Feuerwehrjugend besteht und sukzessive an den Einsatzdienst durch spielerische Elemente und solche spannenden Abenteuer herangeführt werden. Denn sie sind die Zukunft für Wiener Neustadts Sicherheit. Das Ehrenamt in der Freiwilligen Feuerwehr auszuüben, ist nicht leicht. Es ist mit vielen Strapazen und selten einem Danke der Betroffenen verbunden. Aber es ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die wir Burschen ab dem zehnten Lebensjahr anbieten können", so Branddirektor Josef Bugnar, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt.

 

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