Nö: Sattelschlepper stürzt während Unwetter von Brücke in die Thaya

DOBERSBERG (NÖ): Zu einer dramatischen Rettungsaktion kam es Dienstagabend, 12. Juni 2018, während eines starken Gewitters in Dobersberg. Ein 39-jähriger Mann aus Kroatien stürzte mit einem unbeladenen Holztransporter von der B36 in den Thayafluss. Der Fahrer wurde verletzt in Krankenhaus gebracht. Schadstoffspezialisten verhinderten größeren Umweltschaden.


Eine heftige Gewitterfront mit Starkregen überquerte gegen 18:30 Uhr den Bezirk Waidhofen an der Thaya, weshalb am Abend die Bezirksalarmzentrale in Waidhofen an der Thaya aktiviert wurde. Wenige Minuten später gingen die ersten Notrufe von überfluteten Straßen und Unwetterschäden aus den Gemeinden Groß Siegharts und Dietmanns ein. Zwei Feuerwehren wurden zum Beseitigen der Schäden alarmiert.

Gegen 19:15 Uhr erreichte die Alarmzentrale eine dramatische Notrufmeldung über einen Lkw- Absturz in die Thaya. Umgehend wurden zwei Feuerwehren mit hydraulischen Rettungsgeräten zur Unfallstelle alarmiert. Ein 39-jähriger Kroate fuhr auf der B36 mit einem unbeladenen Holztransporter von Merkengersch Richtung Dobersberg. In einer Linkskurve kam das Schwerfahrzeug ins Schleudern, der Anhänger schlitterte zuerst in den rechten Straßengraben, bevor das gesamte Gespann auf der Schellingsbrücke das Brückengeländer durchbrach und in den Thayafluss stürzte. Das Zugfahrzeug und der Anhänger kamen in der Flußmitte auf den Rädern zum Stehen, der Fahrer wurde in der Kabine eingeschlossen und verletzt. Die Feuerwehrleute mussten durch die Thaya zum eingeschlossenen Fahrer vordringen und übernahmen die Erstversorgung. Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschte starker Niederschlag. Da sich der Gesundheitszustand des Fahrers weiter verschlechterte, wurde die Notärztin von einem Feuerwehrmitglied durch die Thaya zum Lkw getragen. Nach der medizinischen Versorgung konnte der Mann aus dem Fahrzeug gerettet und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Durch den Absturz wurde der Treibstofftank des Lkw aufgerissen und Diesel trat in die Thaya aus. Zeitgleich zur Menschenrettung errichteten die Einsatzkräfte der Feuerwehr eine provisorische Ölsperre mit einem mit Luft gefüllten Feuerwehrschlauch. Schadstoffspezialisten aus mehreren Feuerwehren im Bezirk wurden angefordert um Ölsperren auf der Thaya zu errichten. Flussabwärts errichteten die Schadstoffeinheiten zwei Ölsperren um den ausgelaufenen Diesel wieder aufzufangen. Die Ölsperren zeigten wenig später ihre Wirkung und ein größerer Umweltschaden konnte dadurch verhindert werden.

Zur Bergung des Holztransporters wurde am späten Abend ein Bagger einer Baufirma angefordert. Die Böschung am Flussufer musste abgegraben werden, damit das Schwerfahrzeug aus dem Flussbett gezogen werden konnte. Mit dem Rüstfahrzeug der Feuerwehr Dobersberg und dem Bagger konnte der LKW geborgen werden. Die Schadstoffeinheiten pumpten den restlichen Kraftstoff ab.
Kurz vor Mitternacht konnten die neun eingesetzten Feuerwehren mit 118 Mitgliedern die Einsätze beenden.

 

Opens external link in new windowBezirks-Feuerwehrkommando Waidhofen an der Thaya


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