Nö: Vollbrand eines Sattelschleppers auf der S1 im Tunnel Rannersdorf

SCHWECHAT (OÖ): Am 29. April 2019 wurde die Freiwillige Feuerwehr Schwechat gemeinsam mit der Freiwillige Feuerwehr Schwechat-Rannersdorf zu einem Lkw Brand auf die S1-Außenringschnellstraße alarmiert. Noch vor dem Ausrücken wurden die Kräfte über einen Lkw in Vollbrand im Tunnel informiert.


Laut Ablaufplan für Tunnelbrände haben die Einsatzkräfte vor dem Tunnelportal gehalten und mit der Tunnelwarte Rücksprache gehalten. Im Zuge dessen erhält die Feuerwehr wichtige Information bezüglich des Brandes, flüchtende Personen, der Brandschutzeinrichtungen und eine erste Lage, da die Tunnelwarte Zugriff auf die Kameras im Inneren hat. Es wurde auch über eine vermisste Person informiert, welche glücklicherweise im Nahbereich des Tunnelportals flüchtend vorgefunden wurde.

Nach Freigabe der Tunnelwarte konnte der Tunnel befahren werden und es bot sich folgende Lage:
Ein Lkw – genauer gesagt eine Zugmaschine, und der Sattelauflieger – standen in Vollbrand. Aufgrund der Belüftung des Tunnels konnten die Einsatzkräfte verhältnismäßig nahe vor dem brennenden Lkw stehen bleiben. Unverzüglich begannen die Trupps beider Feuerwehren unter umluftunabhängigen Atemschutz und mehreren Löschleitungen, teilweise mit Löschschaum, mit der Brandbekämpfung.



Aufgrund der guten Zusammenarbeit beider Feuerwehren konnte bereits nach knapp 40 Minuten "Brand Aus" gemeldet werden. Da ein Lkw aufgrund der Aufbauten und der Beladung eine enorme Brandlast entwickelt, mussten massive Nachlöscharbeiten durchgeführt werden - diese dauerten bis in die späten Vormittagsstunden an. Besondere Gefahr ging von der ständig abplatzenden Tunneldecke aus, da dies die Einsatzkräfte enorm gefährdet, ebenso wie die Akkus, welche am Fahrzeug verladen waren.

Nach Eintreffen des Bergeunternehmens wurde die Firma bei der Bergung des völlig zerstörten Lastwagens unterstützt, hierbei mussten diverse Hebel freigelegt und Metallstreben durchgeschnitten werden. Schlussendlich konnte die Freiwillige Feuerwehr Schwechat nach knapp achteinhalb Stunden, um 13 Uhr, einrücken. Die Arbeiten im Feuerwehrhaus dauerten bis in den späten Nachmittag an.
Nach Absprache mit der ASFINAG bleibt die Sperre des Tunnels bis auf weiteres aufrecht. Die Schäden werden von Experten ermittelt.


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