Oö: 500 Feuerwehren von 18. auf 19. August 2017 landesweit im Sturmeinsatz

OBERÖSTERREICH: Von einer Minute auf die andere ist der heftige Sturm Freitagabend, 18. August 2017, über Oberösterreich eingebrochen. 150.000 Haushalte waren laut Energie AG ohne Strom. Im Innviertel mussten in einigen Gemeinden Geschäfte geschlossen bleiben.


Mit Punkt 22.38 Uhr begannen die Alarmierungen in der Landeswarnzentrale. Der Sturm hat in weiten Teilen des Inn- und Mühlviertels besonders arg gewütet: Dächer wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt. 500 Feuerwehren absolvierten bis Samstagmittag über 1.000 Einsätze, so Thomas Kiefer vom Landesfeuerwehrkommando.

Größe Schäden durch umgestürzte Bäume
Besonders im Mühl- und im Innviertel hat der Sturm eine Spur der Verwüstung hinter sich gezogen. Die größten Schäden seien durch umgestürzte Bäume entstanden. Bei einigen Einsätzen mussten auch immer wieder Menschen aus steckengebliebenen Liften geholt werden, weil durch den Sturm auch die Stromversorgung unterbrochen wurde - teilweise für mehrere Stunden. Samstagfrüh waren noch hunderte Feuerwehrleute im Einsatz um Schäden des Unwetters zu beseitigen.
Auch der gesamte Versorgungsbereich der Linz AG war laut Kiefer ohne Strom. Die Mitarbeiter der Energie AG sind dagegen immer noch im Einsatz. Laut eines Konzernsprechers waren zur Spitzenzeit rund 150.000 Haushalte betroffen. Der Schwerpunkt des Unwetters lag in den Bezirken Braunau, Ried, Schärding, Rohrbach und Urfahr-Umgebung. Aber auch die Bezirke Gmunden, Vöcklabruck, Grieskirchen, Eferding, Kirchdorf und Steyr–Land waren betroffen, so die Energie AG.
Bis 5.00 Uhr früh konnten bereits 100.000 Kunden wieder versorgt werden. Die Reparaturarbeiten, so hofft die Energie AG, sollten bis Sonntag abgeschlossen sein.

Laut Medienmitteilung der Linz AG Samstagmittag gebe es noch lokale Störungen an Niederspannungsleitungen für Haushalte. Kunden werden ersucht, sich bei anhaltenden Störungen beim zuständigen Servicecenter zu melden. Bis Sonntagabend bleibt laut Linz AG ein Begleitweg des Pleschinger Sees aus Sicherheitsgründen gesperrt, weil ein Seil der 110 Kv-Freileitung gerissen ist.
Vor allem im Innviertel mussten einige Geschäfte am Samstag geschlossen bleiben, weil Aufzüge, Kassen und Türen ohne Strom nicht funktionierten. Auch der Tierpark in Altenfelden (Bezirk Rohrbach) war am Samstag geschlossen, weil zahlreiche Bäume von Wegen und aus Gehegen geräumt werden mussten.


Feuerwehr fing Zirkusponys ein
Der Sturm hat im Salzkammergut für einen außergewöhnlich tierischen Feuerwehr-Einsatz in Bad Ischl gesorgt: Ein Zelt eines dort gastierenden Zirkus wurde weggerissen. Die darin untergebrachten Tiere flüchteten und irrten im Ort umher. Die Einsatzkräfte rückten aus, um die Ziegen und Ponys wieder einzufangen.
Die Situation war gefährlich, da sich gleich daneben die Salzkammergutstraße (B145) befindet. Nach einiger Zeit kamen die Tiere von selbst wieder zurück. Die Helfer sicherten das Zelt und schlossen die aufgerissenen Stellen mittels Abdeckplanen - die Vorstellungen finden wie geplant statt, hieß es Samstagmittag.
Fast zur selben Zeit blieb ein umgestürzter Baum in einer Felswand bei der Engleitenstraße hängen und drohte abzustürzen. Ihn zu beseitigen, war in der Nacht für die freiwilligen Helfer viel zu gefährlich. Also musste die Straße gesperrt werden. Und im Weißenbachtal kollidierte ein mit fünf Personen besetzter Wagen mit einem umgestürzten Baum. Die Beteiligten kamen laut Feuerwehr mit dem Schrecken davon.

Im Einsatz standen bisher oberösterreichweit mehr als 500 Feuerwehren mit insgesamt rd. 7.500 Einsatzkräften bei mehr als 1.000 Einsätzen.

 

Opens external link in new windowORF Oberösterreich (Textquelle)

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