Oö: CO-Alarm → Hunderte Menschen in Silvesternacht 2016/17 aus Veranstaltungskeller evakuiert

LINZ (OÖ): In der Silvesternacht 2016/17 musste in Linz ein Veranstaltungskeller wegen eines CO-Alarms evakuiert werden. Ein Großaufgebot der Berufsfeuerwehr Linz, Roten Kreuz, Samariterbund so wie der Polizei standen im Einsatz.


Ersten Informationen zur folge mussten 80 Personen vor Ort betreut werden. 10 Personen sind zu weiteren Behandlung in denn Med Campus III (bisher AKh - Allgemeines Krankenhaus der Stadt Linz) eingeliefert worden.

Zehn Verletzte bei Silvesterveranstaltung
Eine Butangas-Heizkanone löste am 1. Jänner 2017 in einem Linzer Veranstaltungskeller einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus. Durch eine Verpuffung war es um 01:35 Uhr zu einer Verrußung gekommen. Die ersteintreffenden Feuerwehrmänner stellten eine erhöhte CO-Konzentration fest, weshalb die Räumlichkeiten zu evakuieren waren. Mehrere Besucherinnen und Besucher der für 240 Personen genehmigten Veranstaltung klagten über Atembeschwerden und hatten verrußte Gesichter. Acht Polizeistreifen unterstützten die Atemschutztrupps bei der Evakuierung.


Gelenkbusse für Verletztenversorgung
Aufgrund der Außentemperatur von minus fünf Grad wurden von der Linz AG zwei Gelenkbusse angefordert, in denen die Rettungskräfte von Rotem Kreuz und Samariterbund die Verletzten versorgen konnten. Neben dem NEF 3 waren 15 Rettungsfahrzeuge am Einsatzort. Insgesamt wurden zehn Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in den MedCampus III eingeliefert.


Attacke auf Hilfskräfte
Ein Veranstaltungsteilnehmer verhielt sich gegenüber den Kräften aller Einsatzorganisationen äußerst aggressiv, wollte in das Lokal zurück und attackierte die Hilfskräfte. Da alle Abmahnungen erfolglos verliefen, musste der Mann festgenommen werden. Nach den ersten Ermittlungen hätte die Butangas-Heizkanone in dem Keller nicht betrieben werden dürfen, da die erforderliche Be- und Entlüftung nicht vorhanden war. Diesbezüglich werden noch weitere Erhebungen geführt werden.

 

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Stellungnahme des Veranstalters

Das Event war als unser letztes Event im Cembran Keller geplant. Um so mehr bedauert der Vereinsvorstand dieses traurige Geschehnis.
Wir möchten uns zuerst bei den Behörden bedanken, die sofort zur Stelle waren und die Location geräumt haben.
Das gesamte Projectx Kultur Team entschuldigt sich aufrechtig bei allen BesucherInnen, dass die Party aufgrund der erhöhten und gefährlichen Co Werte gegen 02 Uhr geschlossen werden musste.
Ursache der gefährlichen Luftwerte:
Wir konnten die vom Vermieter betriebene Heizung des großen Kellers (Standort Stollen hinter dem Veranstaltungsbereich, für den Veranstalter nicht zugänglich) nicht rechtzeitig abstellen, da wir keinen Schlüssel zu diesem Bereich hatten. Versuche, die Türe zur defekten Heizung aufzudrücken schlugen fehl.
Das gesamte Team vom Kulturverein und die DJs sind gesundheitlich genau so betroffen und es bleibt allen nur zu sagen: Es tut uns sehr leid, auch wenn wir nichts dafür können. Die genaue Ursache für den Heizungsdefekt muss noch geklärt werden, hätte jedoch der Vermieter früher auf unsere "Hilferufe" und SMS reagiert, hätten wir vielleicht das Schlimmste verhindern können. Wir hatten den Vermieter sogar mehrmals um ca. 21 Uhr gebeten, die Heizung abzudrehen, weil es warm genug war. Dies wurde leider nicht gemacht. Aussage vom Vermieter: "Die Heizung läuft bis das Heizöl aus ist ca. 00.00 und schaltet sich selbstständig ab."


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