Oö: Stabsarbeit bei Herbstübung mit Praxisarbeit in St. Marien im Vordergrund

ST. MARIEN (OÖ): Bei der Herbstübung 2018 wurde der Katastrophenschutz von den Feuerwehren St. Marien und Weichstetten beübt. Das Sturmtief „Ulrike“ fegte mit orkanartigen Sturmböen über das Gemeindegebiet von St. Marien und führte zu Überflutungen, Vermurungen und zu umstürzenden Bäumen. Bei dieser großangelegten Übung stand die Stabsarbeit im Vordergrund.


Erstmalig wurde auch der neue Digitalfunk im Rahmen einer Übung ausgetestet.
Die technische Einsatzleitung wurde von HBI Nömayr und OBI Höpfler durchgeführt und die behördliche Einsatzleitung von Bgm. Templ sowie Vizebürgermeisterin Illecker. Im Rahmen dieser Übung war auch die Bezirkswarnstelle Linz Land in Traun involviert, die uns die Übungseinsätze an unser Alarmierungssystem gesendet hat, wie es sonst die Landeswarnzentrale in Linz macht.


Sogenannte Stäbe im Feuerwehrwesen haben die Aufgabe im Fall einer größeren Schadenslage die so wichtige „Hintergrundarbeit“ durchzuführen, damit die anfallenden Einsätze optimal abgearbeitet werden können. Die Aufgaben der Stabsarbeit untergliedern sich dabei folgendermaßen: S1 Personal, S2 Lage, S3 Einsatz, S4 Versorgung, S5 Öffentlichkeitsarbeit und S6 Kommunikation. In der Einsatzzentrale wurde die technische Einsatzleitung sowie die Funktionen S2 und S3 eingerichtet. Die Stabsfunktionen S5 und S6 befanden sich im Kommandoraum, die behördliche Einsatzleitung rund um Bürgermeister Templ war im Schulungsraum stationiert und die Stabsfunktionen S1 und S4 im Mannschaftsraum.


Die Besonderheit dieser Übung, welche von Feuerwehrkommandant HBI Tschautscher und des Zugskommandanten des Lotsen- und Nachrichtenzuges BI Grill in arbeitsintensiven Stunden vorbereitet wurde war, dass die Einsätze nicht nur am Papier sondern als Echtübung abgearbeitet wurden.


Insgesamt umfasste die Mannschaftsstärke der beiden Feuerwehren 51 Personen. Im Zuge der Übung wurden 14 Einsätze in ca. 250 Arbeitsstunden abgearbeitet. Dabei galt es nicht nur „sturmspezifische“ Einsätze wie „Baum über die Straße“ oder Sturmschäden zu bewältigen sondern auch Verkehrsunfälle oder Brandeinsätze. Damit stelle die Übung sowohl für den Stab als auch für die Mannschaft vor Ort eine Herausforderung dar, da es einerseits komplexe Echtübungen vor Ort abzuwickeln galt und andererseits der Stab gefordert war die Einsätze nach Prioritäten zu reihen.
Zusätzlich zu den Übungseinsätzen galt es etwa Lagemeldungen an die Bezirkswarnstelle oder Presse-Interviews abzuwickeln. Die Behördliche Einsatzleitung musste beispielsweise Straßensperren einrichten oder Erhebungen über zur Verfügung stehende Mittel durchführen. 


Der erste Einsatz wurde um 15:17 von Pumpe St. Marien ausgeführt. Der 2. Einsatz folgte gleich um 15:19. In dieser Schlagzahl wurden bis ca. 18:30 Uhr Einsätze abgewickelt.
15:17 Personenrettung Kompostieranlage
15:19 Baum über Straße.
15:22 Sturmschaden
15:31 Fahrzeugbergung
15:41 Sturmschaden
15:47 Fahrzeugbergung Anhänger
16:00 Brand Holzhaufen
16:06 Person am Dach
16:30 Verkehrsunfall eingeklemmte Person
16:34 Person auf Hallendach
16:57 Brand Landwirtschaftliches Objekt
17;09 Ölspur
17:49 Verletzte Person unter Baum eingeklemmt
17:51 Umgestürzter Baum

Ein Übungsziel war natürlich auch den Ablauf zwischen behördlicher und technischer Einsatzleitung zu verbessern sowie die Organisation zwischen den Stäben zu testen.
In einer ersten Nachbesprechung konnte ein positives Resümee gezogen werden. Sämtliche Einsatzszenarien wurden gemeistert und die Aufgaben der Stäbe nach einer anfänglichen Orientierungsphase auf einem hohen organisatorischen Niveau abgearbeitet. Die zahlreichen aus der Übung gewonnen Erkenntnisse werden direkt in weiteren Schulungen und Ausbildungen vertieft und natürlich auch im Ernstfall umgesetzt.


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