Oö: Tragödie bei Feuerwehrfest → Sturm reißt Zelt weg → zwei Tote, mindestens 10 Schwerverletzte

ST. JOHANN AM WALDE (OÖ): In einer Tragödie endete ein Zeltfest in St. Johann am Walde (Bezirk Braunau) in der Nacht auf Samstag, 19. August 2017. Zwei Personen starben, 50 Personen wurden verletzt, zehn davon schwer.


Das Unwetter am späten Freitagabend riss das große Festzelt weg. Für zwei Personen kam leider jede Hilfe zu spät. 50 Personen wurden verletzt, zehn davon schwer.

"Es war das Feuerwehrfest der Freiwilligen Feuerwehr Frauschereck, das Bierzelt. Es ist ungefähr um halb 11 unverhofft, ohne Vorzeichen der Sturm aufgekommen und hat das Zelt über den Haufen geschmissen. Es ist Panik ausgebrochen, weil keiner gewusst hat, was wirklich passiert ist. Das ärgere war weil das Licht ausgefallen ist, wie der Strom weg war. Dann hat jeder seine Angehörigen gesucht und die Schwerverletzten wurden von den Kollegen und Freunden versorgt. Es war zuerst ein Chaos, einige Mitglieder der Feuerwehr Frauschereck sind dann zum nahegelegenen Feuerwehrhaus, haben das Feuerwehrauto geholt, haben Licht gemacht und haben dann die Verletzten erstversorgt," schildert Gerhard Berger (SPÖ), Bürgermeister St. Johann am Walde, die dramatischen Momente, welche er selbst im Zelt miterlebt hat.
"Ich möchte als Bürgermeister der Gemeinde St. Johann am Walde allen Angehörigen und Opfern mein Mitgefühl aussprechen will und hoffe, dass es bei den Meisten nicht so weit fehlt und dass das so gut wie möglich hinübergeht," so Bürgermeister Gerhard Berger abschließend.

 

"Die Informationen von den Wetterdiensten waren so, dass eine Witterung hereinzieht über Bayern, aber dass so ein massiver Sturm schlagartig einsetzt, war nicht vorhergesagt. Innerhalb kürzester Zeit hat es alles durcheinandergewirbelt. Wir haben viele viele Straße, die unmittelbar nach dem Sturm freigemacht werden mussten und es hat uns sehr betroffen, dass wir lange Zeit nicht anrücken konnten zum Unfallort in Frauschereck zur Unterstützung der örtlichen Kräfte. Die örtlichen Kräfte haben sich formiert und haben zum einen Beleuchtung aufgebaut und Verletzte gesucht und sich darum gekümmert," berichtet Josef Kaiser, Bezirksfeuerwehrkommandant von Braunau am Inn.

 

"Als eintreffender Notarzt hat man schon die Personen von der Feuerwehr weg vom Unfallort vorgefunden, an einer Stelle wo eine Versorgung möglich war. Wie mehr Notärzte vor Ort waren, hat die Patientenversorgung begonnen. Es sind leider zwei Patienten trotz notärztlicher Maßnahmen am Unfallort leider verstorben. Vier Schwerstverletzte wurden lebensgefährlich verletzt in Krankenhäuser gebracht. Sechs mittelschwer Verletzte ebenso. Insgesamt haben wir eine Patientenzahl von 50 Patienten mit 20 Notärzten versorgt," so Primar Dr. Peter Hohenauer, Leitender Notarzt.

 

"Es war die erste große Aufgabe, dass wir das Personal alarmieren. Wir haben letztendlich über 150 Sanitäter vor Ort gehabt. Wir haben eine Versorgungsstelle aufgebaut, die Leichtverletzten sind ins Feuerwehrhaus gebracht worden. Das Kriseninterventionsteam war ebenfalls vor Ort und hat die Patienten beziehungsweise auch die angehörigen betreut," so Stefan Brunner vom Roten Kreuz Braunau.

 

"Der ersten Polizeistreife sind viele viele Leute entgegengekommen, es hat viele Verletzte gegeben. Es ist die Staatsanwaltschaft informiert worden. Wenn heute bei Tageslicht die Begehung der Unfallstelle möglich ist, wird versucht durch Sachverständige die Unfallursache zu eruieren," so Martin Pumberger, Bezirkspolizeikommandant Braunau.

 

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