Oö/Nö: Erste Oö. Feuerwehrmänner schaffen NÖ Ausbildungsprüfung Feuerwehr-Boote in Gold

Ende Oktober 2018 konnten der OÖ. Landes-Wasserwehrbewerbsleiter BR Günter UNTERHOLZER und sein Stellvertreter ABI Walter HEUBUSCH als erste Feuerwehrmänner aus OÖ die Ausbildungsprüfung für Feuerwehrboote des NÖ Landesfeuerwehrverbandes in der Stufe GOLD ablegen.


Am Vortag ging es nach Klosterneuburg, wo noch einige Übungsfahrten zur Perfektionierung der Fahrtechnik und des Wissens durchgeführt wurden. Über Einladung des NÖ Landes-Wasserwehrbewerbsleiters und Kommandanten der FF Klosterneuburg (drittgrößte Stadt Niederösterreichs) BR KommR Josef ANGELMAYER, fanden dann am Nationalfeiertag die Ausbildungsprüfungen in Bronze, Silber und Gold statt. Unter anderem nahm auch der Landes-Wasserwehrbewerbsleiter der Steiermark, ABI Robert ZACH an dieser Ausbildungsprüfung aktiv teil.

Auf der Donau ging es vormittags zur selektiven Prüfungsfahrt, welche sich in 11 Stationen gliederte:
So musste von der Schiffsbesatzung (jeweils 1 Schiffsführer/ABI Walter Heubusch und 2 Bootsmänner/ BR Günter Unterholzer + E-OBI Josef Wiesinger v.d. FF Gars am Kamp) vor dem Auslaufen eine genaue Überprüfung der gesamten Beladung und Ausrüstung erfolgen. Anschließend wurde die Arbeit des Schiffsführers (dieser muss im Besitz eines gültigen Schiffsführerpatent sein), nämlich die ordnungsgemäße Inbetriebnahme des Wasserfahrzeuges (A-Boot oder FRB/Feuerwehr-Rettungsboot), vom Hauptprüfer bewertet.


Nach dem richtigen Ablegen und der Ausfahrt aus dem Hafen, wo zuvor eine Metall-Boje aufgenommen worden war, galt es diese mittels Ankerkette und Seil so in der Donau zu verankern, dass die Boje genau an einem zuvor dem Hauptprüfer bekannt zu gebenden Punkt (hier: Hektometerstein 1939) zu schwimmen kam (mit max. Abweichung einer Bootslänge!).
Als dies geschafft war, galt es ein „Mann über Bord“ Manöver mit einer ca. 40 kg schweren Puppe durchzuführen. Auch hier war die Abfolge der richtigen Maßnahmen und Handgriffe entscheidend. Als nächstes Kriterium galt es eine am Ufer befestigte Holzzille anzusteuern und diese in weiterer Folge am Feuerwehrboot längsseits so zu verheften, dass ein manövrierfähiger Koppelverband entstand. Dieser Koppelverband wurde in weiterer Folge zur Metallboje gefahren und man musste dort anlegen. Über 30 Sekunden hinweg musste der zuvor gesetzte Anker, bzw. die Boje halten und es durfte maximal nur eine Abweichung in der Höhe von ca. einer Bootslänge entstehen.


Anschließend wurde die Metallboje wieder eingeholt, bzw. der Anker von den beiden Bootsmännern gehoben. Nach dem Zurückbringen der Zille, bzw. dem Entkoppeln des Verbandes, ging es zurück in den sicheren Hafen. Auch hier wurden die richtigen Handgriffe und die Reihenfolge der Verheftung des Wasserfahrzeuges überprüft. Abschließend wurden noch die erforderlichen Eintragungen im Bordbuch und das Sichern des Bootes unter den strengen Augen des Hauptprüfers vorgenommen.
Alle angeführten Aufgaben unterlagen keinerlei Zeitdruck, sollten jedoch innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens (max. 1 Stunde Zeit) erledigt werden.


Beim Theoretischen Teil galt es dann aus 3 Fachgebieten (Nachtbezeichnung von Schiffen, Schifffahrts- und Fahrwasserzeichen sowie Fragen aus der Feuerwehrtechnik) jeweils 10 Aufgaben/Fragen zu ziehen und diese zu beantworten. Besonders bei der Nachtbezeichnung von Schiffen bestand die Schwierigkeit darin, bei den vorgelegten Kartenbilder und anhand der darauf abgebildeten färbigen Punkte, die richtigen Wasserfahrzeuge, bzw. die Bedeutung der einzelnen Lichter zu erkennen.


In Summe ein gelungene Ausbildungsprüfung, bei der nicht nur die Einsatzbereitschaft der Wasserfahrzeuge, deren Ausrüstung und die notwendigen Tätigkeiten der Schiffsbesatzungen überprüft werden, sondern sich auch klare Vorteile für den praktischen Bootseinsatz im Ernstfall ergeben.


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