Sbg: Großbrand im historisches Gebäude der ehem. Brauerei Guggenthal

KOPPL (SBG): Am Sonntag, den 24. Juni 2018, wurde die Freiwillige Feuerwehr Koppl mit den Löschzügen Ladau und Guggenthal um 5.45 Uhr zu einem Brandverdacht in das alte Brauhaus nach Guggenthal alarmiert.


Da das Brandobjekt Luftlinie 200 m vom Feuerwehrhaus Guggenthal entfernt liegt, stellten die Kameraden von Guggenthal gleich bei der Anfahrt zur Zeugstätte fest, dass es sich nicht um einen Brandverdacht sondern um einen Brand handelte.  Nach der Ausfahrt und aufgrund der immer stärker werdenden Rauchentwicklung wurde daraufhin Alarmstufe 2 ausgelöst und gleichzeitig die Drehleiter der BF Salzburg angefordert. Da sich das Brandobjekt direkt neben der Gaisberglandesstrasse befindet, wurde diese für die Dauer des Einsatzes gesperrt.

 

Bis zu diesem Zeitpunkt waren von außen keine Flammen erkennbar. Während der Lageerkundung durch die Einsatzleiter kam es auf der Vorderseite des Gebäudes zu einer Durchzündung und das Gebäude stand in Brand. Daraufhin wurde auf Alarmstufe 4 erhöht und sowohl die Drehleiter Seekirchen als auch das Großtanklöschfahrzeug (GTLFA 12.000) der BF nachgefordert. Der Brand entwickelte sich derweilen schnell zu einem Vollbrand.

 

Eine besondere Schwierigkeit bei diesem Einsatz stellte das desolate und einsturzgefährdete Gebäude dar, was ein Betreten unmöglich machte und somit wurde begonnen, nachdem der Schutz eines Nebengebäudes gewährleistet war, einen großangelegten Außenangriff über mehrere Seiten zu starten.  Dieser wurde mittels zwei Drehleitern und mehreren B-Strahlrohren durchgeführt. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde der Außenangriff auf der Nordseite mittels Atemschutz durchgeführt. 

 

Zusätzlich wurde der Einsatz dadurch erschwert, dass das Gebäude unter Denkmalschutz steht und daher ein Schaffen von Öffnungen in der Fassade zum Abtragen des Brandschuttes, um ein Vordringen zu den Glutnestern zu ermöglichen, nicht möglich war.  Die taktische Notwendigkeit der Drehleiter Schallmoos für die Stadt Salzburg machte es notwendig, dass diese im Laufe des Einsatzes durch die Teleskopbühne TB 32 der BF abgelöst wurde. Brand aus konnte um ca. 16:00 Uhr gegeben werden. 

 

Auf Grund der akuten Einsturzgefahr musste nach Rücksprache mit den Besitzern und einer Vertretung des Denkmalschutzes ein Kranfahrzeug die Giebelfronten des historischen Brauereigebäudes des Gut Guggenthal´s eindrücken, was wiederum die Freigabe der Gaisberglandesstrasse ermöglichte.  Da das Brandobjekt behördlich gesperrt wurde und ein Ausräumen des Brandschuttes wegen zu hoher Einsturzgefahr nicht möglich war, waren umfangreiche Nachlöscharbeiten nötig. Diese wurden bis 3 Uhr Früh durchgeführt. Um 18 Uhr wurde die Leiter Seekirchen von der Leiter St Gilgen abgelöst, welche uns tatkräftig bis zum Ende der Brandwache um 7 Uhr des Folgetages unterstützte. 

 

Wasserversorgung

Durch den großen Außenangriff und den dadurch enormen Wasserverbrauch wurden mehrere Wasserentnahmestellen benötigt. Wasserentnahmestelle 1 war der Hydrant beim Feuerwehrhaus Guggenthal in ca. 200 m Entfernung. Wasserentnahme 2 erfolgte durch einen nahegelegenen Teich. Hier war die Schwierigkeit, dass durch den starken Bewuchs und die Algenbildung der Flachsauger anfangs ständig verstopfte.  

 

Wasserentnahme 3 und 4 erfolgte durch zwei jeweils ein Kilometer lange Relaisleitungen, welche aus dem Alterbach gespeist und mit je drei Tragkraftspritzen betrieben wurden. Wasserversorgung 5 wurde dann von einem zweiten, unabhängigen Hydrantennetz, welches ca. 300 m entfernt war, aufgebaut, da die Wasserzufuhr des Hydranten beim Feuerwehrhaus nahezu erschöpft war. Eine besondere Unterstützung in der Wasserversorgung stellte das GTLFA 12.000 der Berufsfeuerwehr dar, welches als Puffer vor den Drehleitern eingesetzt war. 

 

Erneut Rauch im Gut Guggenthal

Eine Woche nach dem Brand wurde von einem in der Nähe wohnenden Kameraden des LZ Guggenthals am Sonntag, den 1. Juli 2018, immer wieder leichter Rauch wahrgenommen. Daraufhin wurde mit der Wärmebildkamera der Bereich kontrolliert und eine starke Erwärmung festgestellt. Der LZ Kommandant BI Johannes Ebner alarmierte über die LAWZ erneut die Teleskopbühne Maxglan, Tank Koppl und Tank Guggenthal. 

 

Mit Seil und Gurt von der Teleskopbühne aus gesichert, mussten zwei Mann Holzreste und Bauschutt beseitigen, um die darunter liegende, rauchende Brandlast (verdichtete Sägespäne und Schilfmatten - vermutlich Isolierung) freilegen und löschen zu können. Die Materialverdichtung hätte das Durchdringen des Löschwassers sonst nahezu unmöglich gemacht. Nach zwei Stunden waren die Arbeiten beendet.

 

Im Einsatz standen:

FF Koppl mit LZ Ladau und Guggenthal: TLFA 3000, TLFA 2000, 2x LFA, KLF, 2x MTF und 95 Einsatzkräfte

FF Hof mit LZ Hinterschroffenau: TLFA 3000, LFA, KLF, MTF und 35 Einsatzkräften

FF Plainfeld mit LZ Oberplainfeld: TLFA 3000, KLF, MTF und 25 Einsatzkräften

FF Ebenau : TLFA 3000, KLFA und 18 Einsatzkräften

FF Eugendorf: KDO Flachgau mit sieben Einsatzkräften

FF Seekirchen: Leiter, Last, KDTF und 17 Einsatzkräften

FF St. Gilgen: Leiter, Last und sieben Einsatzkräften

BF Salzburg: Tank 3 Maxglan, Leiter Schallmoos, Teleskopbühne Maxglan und 10 Einsatzkräften

BFK Neuhofer Johannes

BFK–Stv. Johann Landrichtinger

AFK 2 Julian Slavicek

BO BF-Sbg. Stefan Krakowitzer

Polizei

Rettung

Denkmalamt

Landesbauamt

Firma Knoll mit LKW-Kran

 

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