Steirische Feuerwehren gefordert: in Summe rund 1.300 Kräfte seit Beginn der Extremwettersituation im Einsatz

STEIERMARK: Durch die enormen Schneefälle in den letzten Tagen sind im Besonderen per 9. Jänner 2019 auch die Feuerwehren in Teilen der Steiermark stark gefordert. Speziell die Feuerwehren der Bereichsfeuerwehrverbände Liezen und Bruck an der Mur sowie Judenburg, Leoben und Mürzzuschlag hatten ob der widrigen Wetterbedingungen seit Beginn der Schneefälle am 5. Jänner einiges zu tun.


In Summe standen seit dem Einsetzen der Extremwettersituation bereits über 100 Feuerwehren mit knapp 1.270 Feuerwehrmännern und –frauen im „schneebedingten“ Hilfeleistungseinsatz. Alleine heute Vormittag (9.1.) waren es 20 Feuerwehren, die mit etwas über 200 Einsatzkräften im Dienst am Nächsten standen/stehen.

 

Der Großteil der Feuerwehren befindet sich im Bereichsfeuerwehrverband Liezen, wo um 15 Uhr auch der Bereichsführungsstab zusammentritt und seine Arbeit aufnimmt, um die bestehenden und noch kommenden Einsatzanforderungen zu koordinieren – wie Liezens Bereichsfeuerwehrkommandant Oberbrandrat Heinz Hartl (Kontakt: 0664/1822182) heute Mittag mitgeteilt hat.
 

Das derzeitige Einsatzportfolio in den betroffenen Gebieten erstreckt sich von:

  • Fahrzeugbergungen,
  • Freimachen von Verkehrswegen durch das Entfernen durch Schneelast oder durch Windwurf geknickter Bäume,
  • Unterstützungsarbeiten für den Einsatz von Bundesheer-Hubschraubern (Versorgungs- und Erkundungsflüge)
  • Versorgungsfahrten für eingeschlossene Personen,
  • Evakuierungsunterstützung (=> aktuell am Präbichl 2 Feuerwehren FF Vordernberg und FF Hafning),
  • Freiräumen und Freihalten von Wasserbezugsstellen – und punktuell –
  • Schneeräumung von Dächern, die einer „Gefahr-in-Verzug-Situation“ unterlagen.


 
Schneelast auf Dächern
Die steigende Schneelast auf dem Dach bereitet so manchem Hausbesitzer in der nördlichen Obersteiermark Sorgen. Deswegen häufen sich in den letzten Stunden auch die Anrufe bei den Feuerwehren. „Grundsätzlich sollte sicher aber jeder besorgte Hausbesitzer, der Zweifel hegt, ob sein Dach dem Schneedruck gewachsen ist, zunächst etwa an Statiker, Architekten, Dachdecker, Zimmerer oder auch an den Maschinenring wenden, ehe der Feuerwehr-Notruf gewählt wird“, empfiehlt Landesfeuerwehrkommandant LBD Reinhard Leichtfried.
„Denn das alles sind Fachleute, welche die Lage vor Ort beurteilen und gegebenenfalls Maßnahmen setzen können – bis hin zur gewerblichen Schneeentfernung. Feuerwehren können ausschließlich nur dann zur Hilfe geholt werden, wenn eine ausdrückliche ‚Gefahr-im-Verzug-Situation‘ gegeben ist“, so Leichtfried weiter. „Was wir nämlich auch vermeiden wollen ist, unsere Mitglieder unnötig in Gefahr zu bringen. Und: leider hat sich in den letzten Tagen in Einzelfällen auch gezeigt, dass Leute an die Feuerwehren herantreten und um Unterstützung bitten, einfach aus dem Grund heraus, um sich die Kosten der gewerblichen Schneeräumung zu ersparen. Dafür können und wollen wir nicht da sein, das ist wirklich Sache der Professionisten, die hier in erster Linie für Sicherungs- und Räummaßnahmen einzuplanen sind“, so Leichtfried. „Sollten Dächer jedoch akut einsturzgefährdet sein, so werden die Feuerwehren auf solche Einsätze vorbereitet sein“, erklärt Leichtfried abschließend.
 

Weiters weist LBD Leichtfried auch darauf hin, dass Hydranten beim Schneeräumen nicht „zugeschoben“ werden, frei zugänglich bleiben, nicht von einer Eisschicht bedeckt sind und auch nicht verparkt werden. Das erleichtert die schnelle Hilfe der Feuerwehren bei einem Brandeinsatz ungemein.

 

Opens external link in new windowLandes-Feuerwehrverband Steiermark


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