Stmk: Schneedruck → Über 1.000 helfende Hände in Mariazell: Lage verschärft

MARIAZELL (STMK): Am Montag, dem 14. Jänner 2019, standen in der Gemeinde Mariazell, speziell in den Ortsteilen Gußwerk, Gollrad und Halltal – zusätzlich zur örtlichen Feuerwehr – KHD-Einheiten aus den Bereichsfeuerwehrverbänden Feldbach, Fürstenfeld, Hartberg und Weiz sowie ein bereichsinterner KHD-Zug aus dem BFV Bruck an der Mur mit 488 Feuerwehrmitgliedern und 92 Fahrzeugen im Einsatz.


Von den in Summe über „1.000 helfenden Händen“ wurden in mühevoller Arbeit knapp 50 Objekte von den enormen Schneelasten befreit. Die betreffenden Gebäude wurden zuvor von Statikern begutachtet und beurteilt -  und als „gefährdet“ eingestuft. Unterstützt und gesichert wurden die Feuerwehrkräfte bei ihrem Einsatz zum Teil von Kameraden der Bergrettung Mariazellerland. Diese standen mit rund 30 Mitgliedern im Einsatz. 

Aufgrund der (bevorstehenden) Niederschlagssituation ist in diesem Einsatzraum in den kommenden Stunden/Tagen ebenso mit schneebedingten Einsätzen zu rechnen, eine erneute Beiziehung einer KHD-Bereitschaft hängt von der künftigen Wetterentwicklung sowie der Beurteilung von Statikern zugrunde.
 
KHD Liezen – Führungsstab wieder aktiv – KHD-Einsatz wird fortgeführt
Der Liezener Bereichsführungsstab (BFÜST), der am Abend des 13.1. seine Arbeit niedergefahren hat, wurde am Nachmittag des 14.1. reaktiviert. Grund dafür ist die bestehende Wettersituation. So hat sich in einem Gebiet des Bezirkes Liezen (Raum Bad Mitterndorf) der Schneedruck auf Dächern durch den Regen der letzten Stunden - laut Beurteilung eines Statikers – derart massiv verändert, sodass für einige Gebäude eine „Gefahr in Verzug“ Situation besteht. Neben den örtlichen Kräften aus dem Bezirk Liezen wird am Dienstag, 15.1., deshalb auch eine KHD-Bereitschaft aus dem BFV Graz-Umgebung die Einsatzkräfte beim Entfernen der Schneelasten unterstützen.


Allgemein
Aufgrund der noch bevorstehenden Niederschlagssituation in der nördlichen Obersteiermark ist in den betroffenen Regionen weiterhin mit schneebedingten Einsätzen zu rechnen.


Fazit
Aufgrund der dem Landesfeuerwehrverband zur Verfügung gestellten Zahlen und Informationen ist anzuführen, dass seit dem Beginn der Extremwettersituation am 5.1. steiermarkweit in Summe bereits über 4.000 Florianis im schneebedingten Hilfseinsatz gestanden sind.

 

Update, 7.45 Uhr, 15.1.2019

Soeben hat sich ein Lkw-Unfall auf der Umfahrung (L734 Öblarnerstraße) der gesperrten B320 ereignet. Dadurch ist die derzeit einzige Verbindung zwischen Liezen und Schladming wieder massiv betroffen und beeinträchtigt. Die Einsatzkräfte sind auf Anfahrt, derzeit ist noch nicht bekannt, ob eine Sperre erforderlich ist und ob es Verletzte gibt. Dies hätte massiven Einfluss um Einsatzeinheiten von Liezen oder restlichen Teilen nach Schladming zu verlagern bzw. ebenso auf den in Anfahrt befindlichen KHD-Zug aus Murau.

 
Weitere Lagesituation
Über die Nacht hat sich die Lage in den Hotspots des Bezirkes weiter verschärft. Es gab wieder intensive Niederschläge, ebenso stürmischen Wind, wo es wieder zu extremen Schneeverfrachtungen kam. In der Ramsau am Dachstein hat es in wenigen Stunden 40 cm Neuschnee gegeben. Die in der Nacht abgegangene Lawine hat aus derzeitigem Wissensstand zwei Objekte und einen parkenden Reisebus getroffen, der über eine weite Strecke versetzt und beschädigt wurde.
Soeben sind die KHD-Kräfte aus dem BFV Graz-Umgebung mit 103 Mann und 19 Fahrzeugen eingetroffen und beginnen mit Tagesanbruch mit der Unterstützung der Vorort-Feuerwehren im Raum Bad Mitterndorf. Der KHD-Zug aus dem BFV Murau ist ebenfalls bereits auf Anfahrt und wird demnächst erwartet. Diese Einheit wird den Abschnitt Schladming im Bereich Ramsau am Dachstein bei gefährdeten Objekten kräftig zur Seite stehen.
Derzeit wird laufend in enger Abstimmung mit den Behörden und Statikern die Prioritätenliste festgelegt.


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