Tirol: Ausrüstung und Ausbildung für sog. Maschinenunfälle bei der Feuerwehr Schwaz

SCHWAZ (TIROL): Selten aber doch kommt es für die Feuerwehren zu ungewöhnlichen Einsatzsituationen, die eine besondere Herausforderung darstellen. Dazu zählen unter anderem Einklemmungen von Körperteilen in Maschinen, Pfählungsverletzungen an ungünstigen/beengten Räumlichkeiten/Örtlichkeiten, aber auch angesteckte Teile, wie z.b. Ringe, die aufgrund einer Schwellung, z.b. des Fingers, sich nicht mehr abnehmen lassen.


Damit einher gehen  - für den Patienten - starke Schmerzen und - für die Einsatzkräfte - die Frage, wie man den jetzt störenden Gegenstand wieder herunterbekommt.


Weil es der Freiwilligen Feuerwehr Schwaz bereits ein paar mal passiert ist, dass eben Ringe nicht mehr vom Finger gebracht werden konnten, war man auf der Suche nach einer Lösung - weil selbst die kleine Flex manchmal eben zu groß ist.
Fündig wurde man bei der Firma "Heavy Rescue Germany", kurz "HRG", die für genau solche Unfälle einen eigenen "Maschinenbauunfall" - Koffer zusammengestellt haben. In diesem Koffer finden sich gefühlt mehrere hundert kleine und kleinste Werkzeuge, die mit bedacht ausgewählt und auch probiert wurden.


Um die Einsatzmöglichkeiten des Koffers besser kennen zu lernen, bietet die Fa. HRG auch eigene Kurse an, wo sowohl in der Theorie als auch in der Praxis solche Situationen besprochen und in entspannter Umgebung geübt werden.
"Mit der Anschaffung dieses Spezialkoffers ging für die einige Mitglieder der FF Schwaz am 9. Jänner 2018 auch die dazugehörige Schulung über die Bühne. Dazu besuchten uns Florian Prosch und Martin Grufender von besagter Firma um uns dieses Spezialwissen zu vermitteln", schildert Bernhard Brandl von der Schwazer Feuerwehr.

Nach einem ca. einstündigen Theorievortrag wurde der Koffer ausgepackt und die verschiedensten Geräte auf mehreren Stationen in der Praxis ausprobiert. Den ganzen Abend über steckten Finger in Ringen, Türschlössern und anderen Kleinstöffungen, wo Finger zwar hinkommen, aber manchmal eben nicht mehr raus. Auch die Öffnung eines Fleischwolfes, eine eingeklemmte Hand in einem Walzenwerk oder der eingeklemmte Fuß in einer Maschine wurden beübt.
Als Übungsobjekte dienten aber keine richtigen Finger, vielmehr mussten Würste, Puppenhände und Gummihandschuhe sowie Arm- ,und Beinattrappen herhalten. Abschließend wurden mehrere Stationen im Gelände aufgebaut, um die Übungen etwas realer zu gestalten.

Die beteiligte Mannschaft zeigte sich begeistert und nahm die neuen Ideen und Lösungsvorschläge dankend an. Der neue Maschinenbauunfallkoffer hat auch schon seinen Platz im TLF 2 bekommen und ist ab sofort im Dienste der FF Schwaz.
Ein großer Dank gilt Florian Prosch und Martin Grufeneder von der Fa. Heavy Rescue Germany für den lehrreichen Abend.
Übrigens, finanziert wurde diese Anschaffung aus den Mitteln der Fördersammlung, die von der Feuerwehr Schwaz einmal jährlich im Herbst durchgeführt wird. Damit kommt das gespendete Geld wieder direkt der Bevölkerung zu Gute.


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