Ungarn: Grenzüberschreitender Großeinsatz am Neusiedlersee

FERTÖRAKOS (UNGARN): Am 28. Juni 2017, um 10.37 Uhr, begann einer der größten Einsätze der Wasserdienstfeuerwehren des Neusiedlersees der letzten Jahre. Der Kommandant der Feuerwehr Mörbisch am See war von einer Privatperson davon informiert worden, dass es im Bereich des Schilfgürtels zwischen Mörbisch und Fertörakos zu einem Brand gekommen war.


Dieser veranlasste umgehend die Alarmierung der FF Mörbisch am See, kurz darauf rückte die Feuerwehr mit MTF, RLF-A 2000 und dem Einsatzboot aus. Bereits beim Verlassen des Feuerwehrhauses konnte eine sehr große, schwarze Rauchwolke wahrgenommen werden, woraufhin die Boote der Feuerwehren Rust und Oggau über die LSZ Burgenland nachalarmiert wurden.

 

Bei einer Erkundungsfahrt wurde festgestellt, dass sich der Brand im Bereich der Schilfhütten im Hafen von Fertörakos (Ungarn) befindet. Beim Eintreffen der FF Mörbisch am See waren bereits ungarische Feuerwehrkollegen mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Zu diesem Zeitpunkt war eine Hütte bereits völlig abgebrannt, zwei weitere standen in Vollbrand.

 

Es wurde umgehend ein massiver Löschangriff von der Wasser- und der Landseite vorgenommen, und versucht eine Riegelstellung zwischen den Hütten aufzubauen. Die Löscharbeiten wurden durch den sehr starken Wind (ca. 60-70 km/h), sowie immer wieder explodierenden Gasflaschen erschwert. In weiterer Folge wurden Einsatzkräfte aus Ungarn, sowie die Wasserdienstwehren Purbach und Neusiedl nachalarmiert. Auf dem Landweg wurden die Feuerwehren Oslip, Trausdorf, Donnerskirchen, Siegendorf, Schützen und St. Georgen mit Tragkraftspritzen und Atemschutzgeräteträgern nachalarmiert.

 

Insgesamt waren aus dem Burgenland fünf Einsatzboote, 17 Einsatzfahrzeuge, neun Tragkraftspritzen und rund 110 Feuerwehrmitglieder im Einsatz. Letztendlich sind 10 Seehütten durch den Brand völlig zerstört worden, ungefähr die gleiche Anzahl konnte vor den Flammen gerettet werden.

 

Um 19.30 Uhr konnte sich die letzte burgenländische Feuerwehr bei der Landessicherheitszentrale einsatzbereit melden. Wir bedanken uns bei ALLEN eingesetzten Feuerwehren, der LSZ Burgenland und den im Hintergrund agierenden Behörden für die ausgezeichnete Zusammenarbeit!


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