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DAS war das Fire-World-Meeting 2008 in Kuchl
Geschrieben am: 2008-10-21 16:40:02  [Drucken]
Vom 17. bis 19. Oktober 2008 war Kuchl im Bundesland Salzburg Austragungsort des Fire-World-Meetings. Den Teilnehmern wurde ein ausgezeichnetes Programm geboten, auf das der anschließende Beitrag von Roland Weber einen Rückblick bietet.

Jährliche Zusammenkunft
Nach einem ersten Treffen auf der Retter-Messe 2002 trifft sich die Community aus dem Forum des Online-Magazins www.fireworld.at seit 2004 jährlich im Herbst zu einem Wochenend-Treffen irgendwo in Österreich. Neben der Heimatfeuerwehr des Webmasters, Alkoven (OÖ), boten auch schon die Feuerwehren Schwaz (Tirol), Oftering (OÖ) und Altmünster (OÖ) den Teilnehmern interessante und ereignisreiche Wochenenden, welche die Gemeinschaft des Fire-World-Forums auch abseits des Internets stärkte und interessante Bekanntschaften und Freundschaften nach sich zogen.


Die Teilnehmer des Fiwo-Meetings 2008 vor Beginn der Tour durch das Salzberkwerk.

"Auswahl" (=Bestimmung) fiel für 2008 auf Kuchl
Ein sehr eifriger Salzburger Schreiber im Forum, Ortsfeuerwehrkommandant Rupert (IV) Unterwurzacher aus Kuchl konnte noch in Altmünster für die Ausrichtung des Treffens 2008 gewonnen werden. Doch was Rupert an dem Wochenende aus dem Hut gezaubert hat, übertraf die kühnsten Vorstellungen der Community.

Zu allererst überzeugte Rupert seinen Bürgermeister, dass er seine Gäste unmöglich im vom 2002er Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogenen Feuerwehrhaus begrüßen kann. So wurden knapp 1 Mio. Euro und über 5.000 Stunden Eigenleistung von den Kuchler Feuerwehrkameraden investiert, um einen adäquaten Rahmen für das 5. Treffen bieten zu können. Nachdem das neue Feuerwehrhaus am 4. Mai 2008 offiziell in Dienst gestellt wurde, machte sich der umtriebige Kommandant daran, ein ausgefeiltes Programm auf die Beine zu stellen. Doch die reinen Programmpunkte lassen kam erahnen, was die Teilnehmer alles erwarten würde:



Freitag, 17.10.2008:
Traditionell ist der Freitag der Anreisetag für die Teilnehmer. Ab 18 Uhr wurde das neue Kuchler Feuerwehrhaus zum Treffpunkt für die aus 5 Bundesländern anreisenden Kameraden. Günstig an der Taunernautobahn gelegen, war die Anreise 2008 aus allen Richtungen relativ zeitnah zu bewältigen, was sich auch an der Zahl von 20 Usern bereits am Freitag Abend wiederspiegelte.


Nach einem kurzen Begrüßungstrunk wurden die Zimmer im „Gasthof zum Römischen Keller“ bezogen und anschließend der gemütliche Ausklang des ersten Abends begangen. Da unweigerlich immer wieder neue Gesichter bei einem Treffen begrüßt werden können, sorgte nach dem Essen die Vorstellungsrunde der Teilnehmer wieder für Erheiterung und so manches Aha-Erlebnis wenn plötzlich das Gesicht zum Nick bekannt wird.


Samstag, 18.10.2008:
Nach dem gemeinsamen Frühstück im Gasthof war um 08:45 Uhr allgemeiner Treffpunkt im Feuerwehrhaus Kuchl, da noch weitere Teilnehmer zur illustren Gruppe dazustießen.


Erster Programmpunkt war der Besuch der Tunnelwarte in Golling. Schon bei der Anfahrt wollte uns Rupert von der Schönheit seiner Heimat überzeugen (oder war es nur ein Navigationsfehler des Navis?) und chauffierte uns auf entlegenen Wegen Richtung Golling. Fahrverboten und Sackgassen zum Trotz bahnte sich der Tross seinen Weg durch das sonnige Salzburger Land, um gleich das erste Highlight zu erleben. Extra für die Flachlandler in der FiWo-Gemeinde organisierte Rupert einen frühmorgendlichen Almabtrieb, welcher aber den Convoy nur kurz auf seinem Weg zur Tunnelwarte aufhalten konnte.


Die Tunnelwarte Golling befindet sich hinter der gleichnamigen Raststation. Sie ist für 14 Autobahntunnel mit ca. 14 km Länge und 80km freie Strecke verantwortlich. Von Hrn. Pfeiffenberger wurden wir in die umfangreichen Aufgaben einer Tunnelwarte eingewiesen und auch auf das wichtige Thema der Zusammenarbeit mit der Feuerwehr bei Unfällen usw. eingegangen. Anhand genauer Einsatzpläne werden im Einsatzfall die Einsatzkräfte alarmiert – im Lieferunger Tunnel die BF Salzburg, ansonsten freiwillige Kräfte.

Am Hof der Tunnelwarte stand um 10 Uhr der nächste Programmpunkt auf dem Plan – eine Demonstration des LUF 60 – kurz für „LöschUnterstützungsFahrzeug 60“ – der Feuerwehr Golling. Das Fahrzeug wurde erst heuer an die Feuerwehr ausgeliefert und musste bisher zum Glück noch keinen Einsatz bewältigen.


Das LUF 60 ist vereinfacht gesagt eine Schneekanone auf einem Raupenfahrgestell. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem 150PS JohnDeere Dieselmotor, welcher nicht nur das Fahrgestell, sondern auch den Ventilator und eine eingebaute Pumpe antreibt. Die Steuerung erfolgt über ein Bedienpanel oder über eine Funkfernsteuerung. Zur Wasserversorgung sind im Heck 3 B-Abgänge angebracht, über welche B-Schläuche nachgezogen werden. Da dies jedoch nicht ganz so einfach ist, wie es auf den ersten Blick aussieht, konnten die Gollinger Kameraden hier von Erfahrungen von mitgereisten Micheldorfern profitieren, welche ein fast baugleiches Gerät schon seit mehreren Jahren ihr Eigen nennen.


Über die Düsen der Schneekanone kann ein feiner Wassernebel erzeugt werden, welcher ca. 60m weit getragen wird. Daher auch die Zahl in der Bezeichnung – sie steht für 60m Wirkbereich. Das vorgestellte Fahrzeug war außerdem noch mit einem zentralen Wasserwerfer ausgerüstet, welcher eine Leistung von bis zu 2.500l/min aufweist. Damit kann dann direkt der Löschvorgang durchgeführt werden.
Ein herzlicher Dank gebührt den Kameraden aus Golling, die sich die Zeit für diese interessante Vorführung genommen haben!

Da Ruperts FiWo-Meeting straff durchorganisiert war, folgte unmittelbar der nächste Programmpunkt: Eine Führung beim Salzburger Feuerwehrfahrzeughersteller Seiwald in Oberalm. Geschäftsführer Walter Seiwald persönlich führte uns durch den Produktionsstandort und konnte anhand von 3 Großfahrzeugen und einem KLF den Fahrzeugbau bei Seiwald anschaulich präsentieren. Die Fa. Seiwald beschäftigt ca. 25 Mitarbeiter und baut ca. 30 Fahrzeuge pro Jahr, welche Großteils in Salzburg und den angrenzenden Bundesländern verbaut werden. Bei den Komponenten werden großteils Ziegler-Fabrikate verwendet, doch werden auch z.B. Tragkraftspritzen von Rosenbauer verbaut. Die Stärke des Betriebes liegt in seiner Flexibilität in der Umsetzung von individuellen Kundenwünschen, was von den Kunden auch entsprechend geschätzt wird.

Das gegenüber der Produktionsstätte befindliche Feuerwehrhaus der Feuerwehr Oberalm wurde aufgrund eines kleinen Zeitpolsters als nächster Besichtigungsort auserkoren. Durch den Ortsfeuerwehrkommandanten höchstpersönlich wurden die 5 Fahrzeuge und das renovierte und ausgebaute Feuerwehrhaus vorgestellt. Naheliegenderweise besteht der Fuhrpark ausschließlich aus Fahrzeugen der Fa. Seiwald, da auch etliche Mitarbeiter Mitglied der freiwilligen Feuerwehr sind.

Zur Mittagszeit spazierte die Gruppe dann zum Gasthof Angerer, wo wir dankenswerterweise von Walter Seiwald zum Mittagessen eingeladen wurden. Solchermaßen gestärkt stand dann Nachmittagsprogramm nichts mehr im Wege.

Da das FiWo-Treffen traditionell nicht nur aus einer reinen Feuerwehr-Besichtigungstour besteht, machte sich der Tross Richtung Hallein auf, um die Salzwelten zu besuchen. Rein „zufällig“ führte uns Reiseleiter Rupert an einem stark rauchenden Haus vorbei. Doch bevor die Teilnehmer Erstmaßnahmen setzen konnten, trafen auch schon die Feuerwehren Hallein und Kuchl ein – wir durften eine Übung der beiden Jugendfeuerwehren erleben.


Übungsannahme war ein Brand in einem großen Einfamilienhaus. Über HD-Schnellangriff wurde vom ersten Fahrzeug ein erster Löschangriff gestartet, über die Drehleiter Personen aus dem 1. Stock gerettet. Die Wasserversorgung wurde von den jungen Kameraden/-innen über einen Hydranten hergestellt, und so konnte schon nach kurzer Zeit wieder „Brand Aus“ gegeben werden.

Nach dieser Demonstration ging es schließlich über eine Panoramastraße doch noch weiter zu den Salzburger Salzwelten, wo eine Führung unter Tage auf dem Programm stand.


Das Kind im (Feuerwehr-)Manne wurde dann bei den rasanten Rutschpartien wiederentdeckt, die romantische Seite mit einer Schifffahrt auf einem Solesee gezeigt. Ebenso rasant wie die Rutschen bewältigt wurden, spulte auch der Führer die Führung herunter, welche uns durch die weitläufigen Stollen auch auf deutsches Bundesgebiet führte.


Als offiziell letzter Programmpunkt stand dann in der Fachhochschule Puch die Feier „110 Jahre Feuerwehrbezirk Tennengau“ auf dem Programm. Unter dem Deckmantel einer großen Feuerwehrfahrzeugschau lotste Rupert seine Gäste in die nach Eigendefinition „schönste Fachhochschule Österreichs“. Dort wurden neben aktuellen Fahrzeugen aus dem Feuerwehrbezirk Tennengau auch zahlreiche, top restaurierte Oldtimer präsentiert. Und zur Freude eines oberösterreichischen Teilnehmers fanden sich dann neben vielen Fahrzeugen des regionalen Herstellers auch noch zwei Fahrzeuge aus oberösterreichischer Produktion :-)
In der von einer filmischen Rückschau auf 110 Jahre Tätigkeit der Feuerwehr Tennengau geprägten Festveranstaltung kamen dann natürlich auch zahlreiche Festredner bis zur Landeshauptfrau zu Wort und verdiente Funktionäre wurden für ihre Leistungen geehrt.


Der letzte gemeinsame Abend wurde dann im Feuerwehrhaus Kuchl begangen. Nach einer kurzen Führung durch das – wie schon erwähnte – renovierte und erweiterte Kuchler Feuerwehrhaus erwartete die Teilnehmer ein stärkendes Abendessen, denn erfahrungsgemäß ziehen sich die Fachdiskussionen oft bis zu späterer Stunde.
Bei der Nachspeise kam es dann für Manfred zum GAA. Eifrige Leser auf Fire-World kennen mit Sicherheit noch an das Treffen in Altmünster erinnern, wo Manfred mit dem Verzehr von Unmengen Apfelstrudel auf sich aufmerksam machte und daher auch schon den Spitznamen "Mampffred" erhielt. Aus diesem Grund wurde ihm der „Größte Anzunehmende Apfelstrudel“ für das Treffen 2008 aus der oberösterreichischen Kaiserstadt geliefert.


Doch nicht nur ein Lieferant sorge sich um Man(pf)freds Wohlbefinden, auch aus Korneuburg und Kuchl wurden Süßspeisen in rauen Mengen angeliefert. Doch da FireWorld eine große Gemeinschaft ist, wurde den Kalorienbomben schlussendlich gemeinsam zu Leibe gerückt und das FiWo-Meeting in Kuchl neigte sich langsam aber sicher dem Ende zu.

Auch am dritten Tag zeigte sich das Salzburger Land von seiner schönsten Seite und nach einem letzten stärkenden Apfelstrudel im Kuchler Feuerwehrhaus zerstreuten sich die Teilnehmer wieder über Österreich – doch mit dem fixen Gedanken auch 2009 wieder mit dabei zu sein.


Abschließend bleibt wie immer nur mehr ein herzliches DANKE zu sagen an…

… Rupert (IV) Unterwurzacher für die Durchführung und die Organisation des tollen Programms des FiWo Treffens 2008
… Herrn Pfeifenberger für die Vorstellung der Tunnelwarte Golling
… Raimund Bechter und seinem Team von der FF Golling für die Vorführung des LUF 60
… Walter Seiwald für die interessante Führung und das Mitttagessen
… HBI Bernhaupt Alois für die Führung durch das Feuerwehrhaus Oberalm
… die Jugendlichen der Feuerwehrjugenden Hallein und Kuchl für die Einsatzübung
… alle Redner beim Festakt, dass sie ihre Reden so kurz gehalten haben
… Gitti und Sonja (Unterwurzacher) für die Bewirtung im Feuerwehrhaus
… den ominösen Kuchenspender, der es schaffte mit 2x 1,2m Kuchen bzw. Apfelstrudel viele Feuerwehrmänner glücklich zu machen
... allen Teilnehmern des Fire-World Treffens 2008, denn ohne sie wäre ein FiWo-Treffen nur halb so interessant :-)

… Hermann Kollinger, dass er einem einfachen FiWo-Mitglied die Ehre zu Teil werden lies, als „Ghostwriter“ tätig zu sein :-)

Freiw. Feuerwehr Kuchl
Seiwald Feuerwehrtechnik
Meeting-Nachbesprechung im Fire-World-Forum

Weitere Berichte über das Meeting:
Freiw. Feuerwehr Oftering
Kurzvideo zum Meeting
Quelle: Roland Weber, FF Oftering

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