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Österreich: Hochwasser-Einsätze Juni 2009 - Teil 2 / Update: 15.05 Uhr
Geschrieben am: 2009-06-29 09:22:19  [Drucken]
Teil 2 der Berichterstattung vom Juni-Hochwasser 2009.
Hier finden Sie den 1. Teil: http://www.fireworld.at/cms/story.php?id=22502&menu=4

Burgenland: Während sisch die Situation in Niederösterreich beruhigte, bleibt die Hochwassersituation im Südburgenland weiter angespannt. Am Samstag, dem 27. Juni 2009, waren rund 800 Soldaten und zahlreiche Feuerwehren im Einatz. Kein Ende der Hochwasserlage im Burgenland: Besonders schlimm ist die Lage in Strem. Der ganze Ort steht unter Wasser. Auch im Landesnorden verschärft sich die Situation wieder. Am Nachmittag wurden in Strem mit Hilfe dreier Boote von den Wassermassen eingeschlossene Bewohner in Sicherheit gebracht.
Rund 200 Soldaten sind in den Räumen Oberwart Pinkafeld und Güssing im Assistenzeinsatz. Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) hat am Samstagvormittag gemeinsam mit dem burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) die Soldaten im Hochwassergebiet in Güssing besucht.

Berichtsblock 1 - Hochwasser
ORF Burgenland


NIEDERÖSTERREICH:

Wiener Neustadt - Hochwassereinsatz in Klingfurth
Nach den der Ortsteil Klingfurth bereits das 2. Mal in dieser Woche von einem Hochwasser betroffen wurde, machten sich am Samstag, 27. Juni Landestrat Dr. Stephan Pernkopf, Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta, Bezirksfeuerwehrkommandant Franz Wöhrer, Feuerwehrkommandant Willi Windisch, Bürgermeister Franz Breitsching, Generalmajor Johann Culik, Bezirkshauptmann Philipp Enzinger, Klubobmann Klaus Schneeberger, Nationalrat Hans Rädler ein Bild über die Lage vor Ort.


Bereits am Freitag waren 10 Feuerwehren eingesetzt, um die örtlichen Freiwilligen Feuerwehren zu unterstützen. Kurz nach Mitternacht wurden die Arbeiten unterbrochen. Das Österreichische Bundesheer war Freitag mit einem Erkundungskommando angeführt von Generalmajor Johann Culik vor Ort.
Am Samstagmorgen war ein Zug der KHD-Bereitschaft 21 in Klingfurth um die Aufräumungsarbeiten weiterzuführen. Das österreichische Bundesheer hatte bereits die Nacht zuvor schweres Gerät in das Einsatzgebiet gebracht. Bagger und Mannschaft unterstützen die Einsatzkräfte bei den Aufräumungsarbeiten. Zugleich sind die Privatfirmen Besta , Giefing, Ponweiser, Lackner Pichler, und die Abfallwirtschaft Wiener Neustadt mit Fahrzeugen und Geräten vor Ort.


Ein Krisenstab aus Feuerwehr, Bundesheer, den Betreibern der Pipeline und der Gemeinde, der im FF – Haus Klingfurth gebildet wurde, koordiniert die Beseitigung der insgesamt rund 200 Schadenstellen. Landesrat Pernkopf und Landesfeuerwehrkommandant Buchta lobten die gute Zusammenarbeit der Organisationen. Um 19.00 Uhr wird der Einsatz unterbrochen um morgen Sonntag, 28. Juni ab 8.00 Uhr wieder mit den Aufräumungsarbeiten fortzufahren.

BFKDO Wiener Neustadt


Einsätze im Bezirk Amstetten
Auf Grund kleinräumiger aber sehr heftiger Niederschläge im östlichen Bereich Niederösterreichs um ca. 01.00 Uhr ist nun auch der Bezirk Amstetten von zahlreichen Unwettereinsätzen betroffen. Seit dieser Zeit sind beginnend mit ca. 15 bis 20 Feuerwehren bis gegen 3.30 Uhr insgesamt 41 Feuerwehren des Bezirkes Amstetten bei ca. 20 technischen Einsätzen gegen Hochwasser (Sicherungsmaßnahmen, Auspumparbeiten) im Einsatz.
Von Bezirksfeuerwehrkommandant Armin Blutsch wurde auf Grund der derzeitigen Lage kein Bedarf an weiteren Einsatzkräften und Geräten aus anderen Bezirken zur Hilfeleistung gemeldet. Um 09.00 Uhr insgesamt 33 Feuerwehren bei 16 Einsätzen tätig.

Niederösterreichischer Landesfeuerwehrverband


16-Jähriger wurde erstes Hochwasser-Todesopfer:
Das Hochwasser hat in Niederösterreich ein erstes Todesopfer gefordert. In Hiesbach (Bez. Amstetten) ist in der Nacht auf Sonntag, dem 28. Juni 2009, ein 16-Jähriger ausgerutscht und von den Fluten des Hochwassers mitgerissen worden.
Weil das Hochwasser im Ort drohte, das Gasthaus seines Taufpaten zu überfluten, wollte ihm der 16-Jährige helfen. Die beiden wollten ein Abwasserrohr von Wurzel- und Holzstücken befreien, als der 16-Jährige ausrutschte und von den Wassermassen mitgerissen wurde. Besonders tragisch: Der Jugendliche wurde in das Abwasserrohr gesaugt.Die Feuerwehr, die ohnehin im Einsatz war, suchte sofort nach dem Burschen. Er konnte aber nur noch leblos treibend im einen Meter hohen Wasser unweit des Gasthauses gefunden werden. Trotz Wiederbelebungsversuchen durch ein Notarztteam konnte der 16-Jährige nicht mehr gerettet werden.

ORF Niederösterreich

Maria Enzersdorf
Am frühen Abend des 27. Juni 2009 war der Bezirk Mödling wieder von starken Regenfällenbetroffen. Um 19.11 Uhr wurde die diensthabende Bereitschaftsgruppe der FF MariaEnzersdorf alarmiert. In der Ottensteinstraße wurde das Regenwasser, über ein Fenster, in einen Keller gedrückt und musste beseitigt werden. Mittels Nasssauger erledigte die Mannschaft rasch diese Arbeiten.

FF Maria Enzersdorf


Langenlebarn (Nö):
Seit Mittwoch ist das Luftunterstützungsgeschwader (LuUGeschw) des österreichischen Bundesheeres aus Langenlebarn (Bez. TU) im Assistenzeinsatz. Vom Fliegerhorst Brumowski aus Fliegen die Black Hawks S70 und Kiowa OH58 Einsätz. Galt es am Mittwoch einen Damm aus der Luft abzudichten, liegt nun der Schwerpunkt beim Personentransport von Mitgliedern der verschiedenen Krisenstäbe.


Dafür halten die Flugbetriebsdienste des LuUGeschw (Flugleitung, Flughafenfeuerwehr, Tankgruppe) den Flugdienst aufrecht. Die Maschnine werden hier aufgetankt, Piloten gewechselt und einsatzbereit gehalten. Die Maschinen starten von Langenlebarn aus um die Einsatzgebiete in Niederösterreich und im Burgenland zu erreichen. Dafür ist die zentrale Lage des Standortes Langenlebarn taktisch optimal gelegen. Obwohl gleichzeitig die Airpower09 stattfindet und auch dort ein Teil der Luftfahrzeuge aus Langenlebarn vertreten sind, können die Aufträge problemlos bewältigt werden.

Bezirk Mödling
Ein Wolkenbruch sorgte am Freitag, 26. Juni 2009 für zahlreiche Einätze im Ortsgebiet Gaaden. Kurz vor 17.00 Uhr begann es zu regnen, ehe ein schwerer Regenschauer über die Wienerwaldgemeinde niederging. Um 17.20 Uhr erreichten die ersten Notrufe die Bezirksalarmzentrale Mödling. Nur wenige Zeit später rückten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Gaaden in die Siegenfeld Straße aus. Schon bei der Ausrückemeldung wurden mehrere Auspumparbeiten gleichzeitig bestätigt, unter anderem in der Berggasse. Dort spielten sich dramatische Szenen ab, bei der Ankunft war die komplette Straße überflutet. Es ging sogar soweit, dass Holzstämme die Straße hinab kamen. Von der Straße aus war zu diesem Zeitpunkt nichts zu sehen. Wie ein reißender Fluss schoss das Wasser vom Anninger in Richtung Ortschaft herab. Die Einsatzkräfte versuchten alles in ihrer Macht stehende zu tun, um die Wassermassen in Griff zu bekommen. Unterstützung bekamen sie von der Gemeinde Gaaden mit einem Radlader der das gesamte Geröll sofort zur Seite schaufelte. Gleichzeitig wurden die ersten Tauchpumpen in Stellung gebracht. Da so viele Einsatzstellen auf einmal zu bewältigen waren, wurde um 17.50 Uhr die Feuerwehr Hinterbrühl zur Unterstützung alarmiert.


Gemeinsam begann man mit den Aufräumungsarbeiten. Die Keller waren teilweise bis zu 1m mit Wasser gefüllt. Am schlimmsten betroffen war die Siegenfelder Straße. Hier wurde das Wasser von den angrenzenden Feldern in die Wohnhäuser gedrÃükt. Das vor wenigen Tagen geschaffene Abflussgerinne hatte den Wassermassen nicht mehr standhalten können. Zur selben Zeit waren auch die anderen Gemeinden im Wienerwald von den Wassermassen betroffen. So wurde z.B. in Sulz mit Sandsäcken Häuser gegen weiteres Eindringen von Wasser gesichert. Bürgermeister Michael Krischke verschaffte sich persönlich einen überblick über die Lage und sprach mit den Betroffenen und den Einsatzkräften vorort. Auch Bezirksfeuerwehrkommandant LFR Franz Koternetz verschaffte sich einen Ãœberblick über diese Einsätze. Glücklicherweise ließ der Regen nach und die Einsatzkräfte mussten keine weiteren Einsatzstellen anfahren. So konnte die Feuerwehr Gaaden unter der Einsatzleitung von OBI Erich Muck nach über 3 Stunden wieder ins Feuerwehrhaus einrücken.

BFKDO Mödling


Feuerwehr Gmünd - 28. Juni:
Am 28. Juni 2009 wurde auf Grund der neuerlich stark steigenden Pegelstände der Lainsitz seitens der BH Gmünd und der Stadtgemeinde Gmünd der Beschluss gefaßt, den Parkplatz in der Mühlgasse mit Hochwassersperren zu sichern. Knapp nach 19.00 Uhr erfolgte dann die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Gmünd durch die Leitstelle Florian Nö. über Pager und SMS. Ebenfalls zum Einsatz gerufen wurden die Freiwilligen Feuerwehren Gmünd-Eibenstein und Gmünd-Breitensee. 27 KameradInnen rückten mit KOMMANDO, VORAUS, BUS, TANK 3, KRAN, KONRAD 5, VERSORG und RÜST GMÜND zum Einsatzort aus, weitere 3 KameradInnen besetzten die Alarmzentrale. Innerhalb weniger Stunden wurden die gefährdeten Bereiche des Parkplatzes mit Sandsäcken und Barrieren gegen eindringendes Hochwasser bestmöglich gesichert. Die Freiwilligen Feuerwehren Gmünd-Eibenstein und Gmünd-Breitensee unterstützten die Maßnahmen vor Ort und sicherten auch Objekte in Grillenstein und in der Böhmzeile. Zwei über die BH Gmünd angeforderte Betonmischwagen brachten den erforderlichen Sand, mehrere Hundert Sandsäcke wurden gefüllt und mit rund 130 Paletten verbaut. Der Pegelstand der Lainsitz erreichte zwischenzeitlich einen Höchststand von 3,23 Meter, nach Abschluss der Arbeiten begann der Pegel leicht zu sinken.


Zum Einsatz rückten 27 KameradInnen mit 1 Kommandofahrzeug, 1 Kommandofahrzeug BFK, 1 Kleinrüstfahrzeug-S, 1 Mannschaftstransportfahrzeug, 1 Tank-löschfahrzeug 4000, 1 schweren Rüstfahrzeug, 1 Kranfahrzeug und 1 Versorgungsfahrzeug aus, 03 KameradInnen besetzten die Alarmzentrale. Im Einsatz standen weiters die Freiwilligen Feuerwehren Gmünd-Eibenstein ( 13 Kameraden mit 1 Kleinlöschfahrzeug ) und Gmünd-Breitensee ( 12 Kameraden mit 1 Löschfahrzeug ) sowie Mitarbeiter der Stadtgemeinde Gmünd und Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Gmünd.

Freiw. Feuerwehr Gmünd


Bezirk Amstetten - 29. Juni:
In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 28. Juni 2009, kam es im Bezirk Amstetten wieder zu starken Regenfällen mit extrem hohen Niederschlagsmengen. Von der Bereichsalarmzentrale Amstetten wurden innerhalb kürzester Zeit rund 60 Freiwillige Feuerwehren mit einer Stärke von über 1000 Mitgliedern zu Hochwassereinsätzen im ganzen Bezirk alarmiert. Die Einsatzkräfte waren hauptsächlich mit Auspump- und Sicherungsarbeiten entlang der Hochwasserführenden Gewässer beschäftigt. Ein besonders tragischer Unfall ereignete sich in Hiesbach, Bezirk Amstetten. Ein 16-jähriger, stürzte bei Aufräumungsarbeiten in die Fluten und wurde in ein Abwasserrohr gesaugt. Sofort wurde die Feuerwehr, welche bereits im Einsatz war, zu der Unglücksstelle gerufen. Beim Eintreffen fanden sie den leblosen Jungen im Wasser vor. Die sofort eingeleiteten Wiederbelebungsmaßnahmen waren leider vergeblich, der Notarzt konnte nur mehr den Tod des Jungen feststellen.
In den Abendstunden musste die Freiwillige Feuerwehr Ybbsitz auf den Almberg zu einer Tierrettung ausrücken. Eine Kuh stürzte in ein Wasserloch und war darin gefangen. Mit Hebemittel wurde die Kuh schließlich von der Feuerwehr aus ihrer misslichen Lage befreit.
In Höf, Gemeinde Amstetten musste aufgrund eines Murenabganges ein Haus evakuiert werden. In diesem Bereich wurden die lokalen Einsatzkräfte von rund 40 Mann des Pionierbataillons Melk unterstützt. Der gefährdete Bereich wurde mit Betonblöcken und Sandsäcken gesichert.
Bis Mitternacht konnte die Bereichsalarmzentrale der Freiwilligen Feuerwehr Amstetten über 100 verschiedene Hochwassereinsatzorte verzeichnen.

BFKDO Amstetten

Wampersdorf
Einsatzreiche und anstrengende Tage liegen hinter der FF Wampersdorf: Vom 23. bis 26. Juni 2009 mussten insgesamt 21 Hochwasser-Einsätze absolviert werden, häufig wurden Auspumparbeiten vorgenommen. Aufgrund der enormen Wassermassen wurde beschlossen, die Hochleistungsschmutzwasserpumpe, welche vom NÖ Katastrophenhilfsdienst bei der Feuerwehr Deutsch Brodersdorf stationiert wurde, anzufordern. Diese Pumpe leistet bis zu 200.000 Liter pro Stunde und wird mit einem 32 PS Dieselmotor angetrieben. Zusätzlich wurde von einem Landwirt eine Agrarpumpe zu Verfügung gestellt. Nach fast zwei Tagen Dauereinsatz konnten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Wampersdorf erschöpft, aber mit dem guten Gewissen wieder in einer Notlage geholfen und größere Schäden verhindert zu haben, einrücken.



FF Wampersdorf


Lage Niederösterreichs - 29. Juni, mittags:
NÖ Feuerwehren im Einsatz gegen Hochwasser
Keine Entspannung der Situation in Niederösterreich

Aufgrund der Wettervorhersagen ist noch keine Entspannung in Niederösterreich zu erwarten. Gewitterzellen mit lokalem Starkregen sind im ganzen Landesgebiet möglich. Wann der flächendeckende Niederschlag nachlässt, kann derzeit nicht prognostiziert werden. Die Sicherungsmaßnahem und Aufräumarbeiten gehen in ganz NÖ weiter. Für die Sicherheit der Bevölkerung sind jedenfalls ausreichend Sandsacklager vorhanden; es stehen genügend Einsatzkräfte zur Verfügung. Alleine die Freiwillige Feuerwehr kann auf über 70.000 aktive Mitglieder zählen.
Von Dienstag den 23.6. bis heute Montag 12.00 Uhr, waren in ganz Niederösterreich bereits mehr als 10.000 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Derzeit sind noch etwa 35 Feuerwehren mit rund 500 Mitgliedern im Einsatz.
Am Freitag, den 26.6. 2009 standen zunächst noch 54 Feuerwehren mit rund 1.000 Mitgliedern gegen Hochwasserschäden im Einsatz. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden die Einsätze wegen Hochwassers dann von Einsätzen gegen lokale Starkregenfälle abgelöst. Vor allem im Bezirk Amstetten mussten heftige Niederschläge verzeichnet werden.

Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta zeigte sich in einer ersten Stellungnahme zum Tod des jungen Helfers (siehe oben unter Bezirk Amstetten) schwer betroffen: „Auch wenn das kein Einsatz der Feuerwehr war, so hat Rene doch sein Leben verloren, weil er einfach helfen wollte. Ich bin sehr traurig, dass ein junger Feuerwehrkamerad deshalb sein Leben lassen musste. Mein tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden.“

Die Situation an der Ybbs ist derzeit zwar noch kritisch, bei gleich bleibenden bis leicht steigenden Pegeln ist aber nicht mit weiteren Überflutungen zu rechnen. In der Gemeinde Amstetten erfolgte die Sicherung des Grabens neben dem Haus Höf Nr. 96 mit Betonleitwänden, Schotter und Sandsäcken. In den Ybbstalgemeinden Hollenstein/Ybbs, Opponitz und Ybbsitz kam es in der Nacht von 28. auf 29. Juni zu keinen weiteren Überflutungen. Derzeit machen im Bereich des inneren Ybbstals an verschiedenen Stellen kleinere Murenabgänge Probleme. Eine Gefährdung von Objekten ist derzeit aber nicht gegeben.
Im Bezirk Amstetten mussten heute vormittag keine weiteren Überflutungen verzeichnet werden, wobei derzeit in den betroffenen Gemeinden Neuhofen/Ybbs, Oed-Öhling, Zeillern und Aschbach-Markt die Aufräumungsarbeiten noch im Gange sind. Derzeit sind noch etwa 15 Feuerwehren im Bezirk mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt.

Bezirk Scheibbs: Im Gemeindegebiet von Scheibbs wurde bereits am Samstag der mobile Hochwasserschutz errichtet; in Wieselburg wurde die Sicherung des Messegeländes mit Sandsäcken und der Aufbau des mobilen Hochwasserschutzes abgeschlossen. In Folge der weiteren Niederschläge mussten lokal weitere Sicherungsarbeiten durchgeführt werden. Die Einsatzkräfte kontrollieren nun die errichteten Schutzanlagen. Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta ist derzeit selbst vor Ort, um sich ein Bild von der Lage in Wieselburg zu machen.

Bezirk Melk: Durch die Niederschläge hatten die Flüsse Melk und Pielach in der Nacht auf Montag eine stark steigende Tendenz aufgewiesen, die Große Erlauf ist gleichbleibend. An der Pielach bei Spielberg wurde der Damm von den Feuerwehren gesichert. Für den Bereich des Kraftwerks Melk wurde der Hochwasseralarm ausgelöst.

Bezirk St. Pölten: Im Stadtgebiet von St. Pölten und im Pielachtal wurden in der Nacht auf Montag Auspumparbeiten und Sicherungsarbeiten durchgeführt. Einige Muren sind im Bezirk abgegangen wodurch es zu mehreren Straßensperren kam. Die Feuerwehren mussten während der Nachtstunden zu 30 Einsätzen ausrücken.

Bezirk Krems: Bei der Donau wurde beim Pegel Kienstock wieder der Pegel von 7,50 Meter erreicht; der Hochwasseralarm wurde ausgelöst. An der Krems ist der Alarm aufrecht, die entsprechenden Maßnahmen wurden gesetzt. Am Kamp werden derzeit 75 m³ beim Kraftwerk Thurnberg / Wegscheid abgegeben.

Bezirk Lilienfeld: Die Landesstraße LH 107 von Rotheau nach Eschenau ist überflutet. In Türnitz im Bereich Traisengraben - Plöttigmühle 7 sowie in Traisen Scheibmühl gefährdet abfließendes Bergwasser Wohnobjekte; in dem letzteren Bereich werden auch die ÖBB Geleise weiter unterspült.

Bezirk Neunkirchen: Der Pegel an der Schwarza ist derzeit rückläufig, im Flussbett befindet sich extrem viel Schwemmgut; keine nennenswerte Einsätze im Bezirk.

Bezirk Tulln: Durch weitere örtliche Niederschläge im Gemeindegebiet von Sieghartskirchen kam es auf der L2013 zwischen Kogl und Wimmersdorf (Bezirk St. Pölten) zu einer Hangrutschung. In Kogl waren mehrere Feuerwehren im Einsatz um Keller auszupumpen.

Bezirk Gmünd: Im Gemeindegebiet der Stadt Gmünd wurde entlang der Lainsitz auf dem Braunauplatz auf 200 Meter der mobile Hochwasserschutz aufgebaut.

Bezirk Bruck an der Leitha: In Rohrau und in Hollern wird der Damm weiterhin geschützt und die Lage wird kontrolliert; zurzeit ist die Lage stabil.

Landes-Feuerwehrverband Niederösterreich


Starkregen sorgt neuerlich für eine Vielzahl an Einsätzen
im Bezirk St. Pölten

Nach einer kurzen Nacht für viele Einsatzkräfte, waren doch am Abend des 28. Juni fast 40 Feuerwehren im Feuerwehrbezirk St.Pölten im Einsatz, folgte bereits am Abend des 29. Juni der nächste Großeinsatz der Feuerwehren. Ein Starkregenguss sorgte am Abend des 29. Juni 2009 für eine Vielzahl an Feuerwehreinsätzen in der Stadt St. Pölten und im Bereich Wilhelsmburg. Binnen Minuten wurden Keller mit Wasser gefüllt oder landwirtschaftlich genutzte Flächen überflutet, ebenso wurden vom Gewitter einige Bäume gefällt, die von der Feuerwehr fachgerecht entfernt wurden.


Gegen 20 Uhr spitze sich die Lage in der Landeshauptstadt im Bereich des Alpenbahnhofes zu, binnen weniger Minuten stieg der Wasserpegel deutlich, eine in diesem Bereich situierte und bereits letzte Woche stark vom Hochwasser betroffene Firma für Türen und Fenster stand neuerlich 1,5m hoch unter Wasser. Von den 90 beim Alpenbahnhof eingesetzten Feuerwehrmitgliedern wurde mittels Sandsäcken versucht, die Umgebung so gut es ging zu schützen, innerhalb kürzester Zeit wurden Fenster und Gebäudezugänge gesichert. Mehrere Tonnen Sand und eine Vielzahl von Sandsäcken wurden befüllt und verarbeitet.


Parallel liefen in Hafing und Pummersdorf Auspumparbeiten, auch hier standen mehrere Feuerwehren im Einsatz. In St. Pölten St. Georgen galt es einen Öleinsatz zu bewältigen. Gemeinsam mit der Wasserrechtsbehörde wurden die Maßnahmen koordiniert und die Umweltgefahr gebannt. Insgesamt standen 319 Feuerwehrmitglieder von 23 Feuerwehren mit 46 Fahrzeugen im Einsatz.

Bezirks-Feuerwehrkommando St. Pölten


BURGENLAND:

Forchtenau
Mittwoch 24. Juni 2009, 16.00 Uhr - Alarmierung der Feuerwehr - Auspumparbeiten im Bereich Badestausee da der Zulauf überzulaufen droht - das war der Anfang einer Einsatzserie welche unsere Wehr schon lange nicht mehr hatte - im Minutentakt kamen dann die Einsäte von der Alarmzentrale - Keller auspumpen - Hochbergbach Verklausungen freilegen - Bäume über die Strasse bei den Eisteichen und der Zufahrt beim Antonikreuz - Landesstrasse durch die Wassermassen des Hochbergbaches unter Wasser - und viele weitere Einsatzadressen.


Mittlerweile wurde auch die Nachbarfeuerwehr Neustift/Ros. alarmiert welche sich im Bereich Berggasse - Paternwiese die einzelne Einsatzadressen abarbeitete. Auch wurden die Feuerwehren Marz und Neudörfl/L. nachalarmiert da wir hunderte von Sandsäcken füllen mussten und dies die eigenen verfügbaren Feuerwehrmitglieder nicht mehr schafften. Bis 0.30 Uhr waren die Feuerwehren damit beschäftigt Sicherungsmassnahmen und Auspumparbeiten durchzuführen.
Freitag 6.03 Uhr der nächste Alarm - Auspumpen von Kellern - Sicherung eines Telegraphenmasten welcher umzustürzen drohte sowie die Einsatzadresse Reserlgasse wo sich die Fahrbahn um rund 5 cm auf einer Länge von ca. 30 m gesenkt hatte. Die Feuerwehr unterstützte die Gemeindemitarbeiter bei den aufwendigen Arbeiten.
Freitag abend - schweres Gewitter über Forchtenstein - 18.30 Uhr der nächste Sirenenalarm - in der Hochbergstrasse 103 war der Hochbergbach über das Bachbett getreten und drohte ein Einfamilienhaus zu wassern. Sofort wurde ein Damm mittels Sandsäcken aufgebaut - da die FF Bad Sauerbrunn noch vollgefüllte Sandsäcke übrig hatte wurde diese alarmiert und so konnte rasch geholfen werden.


Samstag früh - 7.30 Uhr - Sirenenalarm - durch den starken Regen und da die Erde bereits gesättigt war - das Bachbett kein Bachbett mehr war kam es nochmals zu einer bedrohlichen Lage des Einfamilienhauses in der Hochbergstrasse 103. Die Gemeinde verständigte dann ein Baggerunternehmen welches unverzüglich mit dem Ausheben des Bachbettes und aufschütten eines Dammes begann. Am Nachmittag hatte sich die Lage dann etwas entspannt. Die Feuerwehr Forchtenau war in diesen 4 Tagen mit insgesamt rund 150 Feuerwehrmitgliedern, 4 Fahrzeugen und rund 3000 Stunden für die Orts-Bevölkerung von Forchtenstein im Einsatz.

FF Forchtenau

Pinkafeld
Am späten Nachmittag des 26.06.2009 wurde die Stadtfeuerwehr Pinkafeld zum Hochwassereinsatz nach Kohfidisch alarmiert. Von der Bezirkswarnzentrale Oberwart wurden Informationen durchgegeben wie schlimm die Lage ist. Aufgrund der Lage wurden unverzüglich auf den LAST (Abschleppfahrzeug) drei Paletten Sandsäcke, zusätzliche Schmutzwasserpumpen und Handwerkzeug wie z.B. Schaufeln verladen. Danach rückte die Stadtfeuerwehr Pinkafeld mit einem KDO (Kommandofahrzeug), einem LF (Löschfahrzeug, einem SRF (schweres Rüstfahrzeug), einem LAST (Abschleppfahrzeug) und zwanzig Mann nach Kohfidisch aus. An der Einsatzstelle angekommen wurde die Stadtfeuerwehr Pinkafeld von der Einsatzleitung vor Ort an die verschiedenen Einsatzadressen gelotst. Die Hauptaufgabe bestand darin überflutete Keller auszupumpen. Einige davon standen bis zur Erdgeschoßdecke unter Wasser. Da ein Bach der durch die Ortschaft fließt über die Ufer getreten war, waren die Hauptstraße sowie einige Nebenstraßen ca. fünfzig Zentimeter überschwemmt. Erst gegen Mitternacht ging das Wasser etwas zurück. Erst dann konnte effektiv mit den Pumparbeiten, die die ganze Nacht andauerten begonnen werden. Um ca. fünf Uhr Früh konnte die Stadtfeuerwehr Pinkafeld nach neun Stunden Arbeit die Heimreise nach Pinkafeld antreten.



FF Pinkafeld Stadt


Lage im Burgenland am 29. Juni - Wieder Hochwasser und Starkregen!
Bedingt durch Starkregen und den damit in fast allen Landesteilen verbundenen Überflutungen wurden von Mittwoch, 24. Juni 2009, 10:48 Uhr bis Montag, 29. Juni 2009, 12:00 Uhr die 326 Frei-willigen Feuerwehren unseres Landes zu 658 Ausrückungen alarmiert. 6.300 Feuerwehrmitglieder wurden dabei bei Auspump-, Sicherungs- und Aufräumarbeiten eingesetzt. Jede der eingesetzten Feuerwehren hat dabei bis zu 30 Einsatzadressen abgearbeitet. Die Feuerwehrmitglieder leisteten dabei 31.000 unentgeltliche Einsatzstunden. Besonders die Feuerwehren der Bezirke Güssing, Jennersdorf und Oberwart und die Feuerwehren entlang der Wulka in den Bezirken Mattersburg und Eisenstadt sowie entlang der Leitha von Neufeld/Leitha bis zur Staatsgrenze bei Nickelsdorf wurden dabei mehrmals zu Einsätzen im eigenen Ort oder zur Nachbarschaftshilfe alarmiert.
Zur Unterstützung der Feuerwehren in Güssing und Stegersbach rückten am 27. Juni 2009 zwei Züge des Katastrophenhilfsdienstes des Landesfeuerwehrverbandes – bestehend aus 18 Feuer-wehren des Bezirkes Oberpullendorf mit 81 Feuerwehrmitgliedern und 28 Pumpen aus.
Bei den permanenten Sicherungsarbeiten am Damm der Leitha werden die Feuerwehren vom österreichischen Bundesheer und Freiwilligen aus der Bevölkerung tatkräftig unterstützt.
Auch in Güssing ist das Bundesheer mit bis zu 200 Mann bei den Sicherungs- und Aufräumarbeiten eingesetzt. Die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte funktioniert hervorragend.
Zur Zeit (Montag, 29. Juni 2009, 12:00 Uhr) befinden sich 22 Feuerwehren mit 300 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz.

Bezirksvorort Güssing: Im Bezirksvorort Güssing sind zur Zeit fünf Feuerwehren bei Auspump- und Aufräumarbeiten ein-gesetzt. Der Pegelstand der Strem ist vorerst gleichbleibend. Weitere Niederschläge können allerdings in Güssing wieder ein Überlaufen der Strem zur Folge haben!

Strem: Die Auspump- und Aufräumarbeiten in Strem sind zum größten Teil beendet. Der Pegelstand entlang der Strem wird permanent überwacht, um bei weiteren Niederschlägen sofort Hilfsmaßnahmen einleiten zu können. Bei den Überflutungen der vergangen Tage wurde das Wählamt unter Wasser gesetzt. Strem ist daher zur Zeit telefonisch am Festnetz nicht erreichbar!

Leitha bei Gattendorf und Neufeld/Leitha: Der Pegelstand der Leitha bei Gattendorf/Zurndorf/Nickelsdorf ist zur Zeit leicht fallend. Feuerwehren, Bundesheer und freiwillige Helfer haben die Dammkrone und den Dammfuß der Leitha in den gefährdeten Bereichen in den vergangenen Tagen verstärkt und gesichert. Dabei wurde auch schweres Gerät, u. a. 10 Lkw`s eingesetzt. In den vergangenen drei Tagen waren an diesem Abschnitt der Leitha 1.000 Feuerwehrmitglieder, Bundesheer und freiwillige Helfer eingesetzt. Bei Neufeld/Leitha ist der Pegelstand seit den frühen Morgenstunden wieder steigend.


29. Juni -> Nach kurzfristiger Entspannung der Lage neuerlich Hochwasser im Süd-Burgenland
Aufgrund der erneuten, teils heftigen Niederschläge in den Bezirken Oberwart und Güssing alarmierte die Feuerwehralarmzentrale in Eisenstadt von 29.6.2009, 06:38 Uhr bis 29.6.2009, 21:48 Uhr 66 Feuerwehren zu Auspump- und Aufräumarbeiten. Zwei technische Züge des Katastrophenhilfsdienstes der Freiwilligen Feuerwehren des Bezirkes Oberwart und Nachbarfeuerwehren mit annähernd 200 Feuerwehrmitgliedern waren in Mischendorf eingesetzt, um Keller nach Überflutungen auszupumpen und Aufräumarbeiten vorzunehmen. Feuerwehren aus dem ganzen Bezirk waren auch in der Stadt Güssing zur Unterstützung der Stadtfeuerwehr bei Auspump- und Aufräumarbeiten eingesetzt. Der Pegelstand an der Leitha bei Gattendorf ist zur Zeit leicht fallend. Die zuständigen Feuer-wehren kontrollieren den Damm der Leitha im Bereich Neufeld/Leitha, Gattendorf, Zurndorf und Nickelsdorf. Vereinzelt werden entlang der Leitha noch Pumparbeiten vorge-nommen. Insgesamt waren gestern im Burgenland rund 600 Feuerwehrmitglieder im Einsatz


OBERÖSTERREICH:

Aurolzmünster, 28. Juni -> 18 Wehren vor Ort
„Keller überflutet“ lautete um 22:15 Uhr die Einsatzalarmierung am Display der Funkmeldeempfänger der FF Forchtenau. Ein heftiger Niederschlag führte zu einer Überflutung mehrerer Ortsteile in Aurolzmünster. Da sich bereits nach kurzer Zeit herausstellte, dass die drei Feuerwehren der Gemeinde die Einsätze nicht alleine bewältigen können, wurde in Absprache mit dem Bezirksfeuerwehrkommandanten weitere 18 Feuerwehren in das Gemeindegebiet beordert. Während der gesamten Nacht wurden von uns mehrere Keller in Maierhof ausgepumpt und diverse Sicherungsmaßnahmen in Lauterbrunn getätigt. Im Anschluss wurde noch ein Parkplatz eines Industriebetriebes von den Wassermassen befreit.


Die parkenden Fahrzeuge waren teilweise bis zum Türgriff unter Wasser gestanden. Mit den vom KHD verlagerten Tauchpumpen und der eigenen Gerätschaft wurden bis zu ca. 9000 Liter in der Minute abgepumpt. Kurz nach 5 Uhr morgens konnte die Mannschaft wieder in das Feuerwehrhaus einrücken.

Freiw. Feuerwehr Forchtenau

Altmünster
Durch den vielen Regen kam es am 28. Juni 2009 um 21.49 Uhr zu einem Einsatz in der Hofstattstrasse in Altmünster. Ein Kanalrohr, durch den normalerweise nur ein Rinnsal fließt, wurde mit Holz und angeschwemmten Steinen verlegt. Dadurch schoss das viele Wasser über eine Strasse und Wiese ins Tal.

Anrainer und Feuerwehr konnten das Rohr freimachen, damit das Wasser wieder in geordneten Bahnen abfließen kann. Da gerade an der Hofstattstrasse gebaut wird und diese nur einen Schotterbelag hat, schwemmte das Wasser, Sand und Geröll die Hofstattstrasse hinunter und blockierte die Salzkammergutbahn. Am Bahnübergang lagerte sich das Geröll etwa einen halben Meter hoch, über eine Breite von 10 Metern ab. Binnen einer halben Stunde wurde der Übergang mit Schaufeln und 10 Mann wieder freigemacht.



Im Anschluss wurde der Schotter vom Gemeindebauhof abgeholt. Um 23.28 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.

FF Altmünster

Pressebericht LWZ Oö

Lagebericht zu Überflutungen in Oberösterreich
Aufgrund der, nach wie vor, herrschenden Wetterlage mit kurzen aber heftigen Niederschlägen stehen auch in Oberösterreich derzeit noch 12 Feuerwehren bei Aufräumungsarbeiten im Einsatz.

Vorläufige Erhebung, Stand 30.06.2009, 14:00 Uhr

Seit Beginn der Unwetter am Dienstag voriger Woche wurden von

510 Feuerwehren
3950 Einsätze bewältigt, dabei leisteten
11520 Feuerwehrmitglieder etwa
22000 freiwillige Einsatzstunden

Oö Landesfeuerwehrverband


STEIERMARK:

Situationsberichte laut ORF per 29. Juni:
In der Oststeiermark hat sich die Situation nach den andauernden Regenfällen zugespitzt. Im Bezirk Feldbach gab es erneut zahlreiche Hangrutschungen. Es droht die Evakuierung von 20 Häusern. Auch Hatzendorf steht wieder unter Wasser. Der Ort Hatzendorf wurde bereits in der Vorwoche von den starken Regenfällen schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der gesamte Ort stand rund einen Meter unter Wasser. Während der Aufräumarbeiten traf es den oststeirischen Ort am Montag, 29. Juni, neuerlich. Hatzendorf ist wieder überflutet.
Nach wie vor gilt im Bezirk Feldbach Katastrophenalarm. Die Niederschläge der letzten Stunden verschlimmerten die ohnehin angespannte Lage weiter, sagt Thomas Meier vom Landesfeuerwehrverband: "Es gab 40 kleine Rutschungen. Besonders betroffen war eine Familie in Kleinfrannach, wo der Geologe entscheiden musste das Stallgebäude zu räumen."
Hunderte Hänge sind im ganzen Bezirk in Bewegung, das Erdreich ist bis in mehrere Meter Tiefe völlig aufgeweicht. Auch in Pirching, Mitterlabill, Jagerberg, Riegersburg und Schwarzau gibt es Hangrutschungen. Zwei Wohnhäuser im Bezirk mussten schon am Wochenende evakuiert werden, die Bewohner können vorerst nicht zurück kommen. Eines der Häuser steht bei einem Hang in Tagensdorf, wo 7.000 Kubikmeter Erdreich in Bewegung sind. Die Besitzer dürfen schon die zweite Nacht in Folge nicht in ihr Wohnhaus zurück. Mittlerweile sicherten Bundesheerpioniere aus Kärnten den Hang mit Panzerigeln. "Die haben eine solche Dimension, die auch Panzer nicht wegschieben können. Durch das Gewicht sollen sie die Rutschungen stoppen", erklärt Meier. Weiters wurden Fenster und Eingangstür von den Soldaten verbarrikadiert, damit die Mure, falls sie abgeht, nicht in das Haus eindringen kann. Weitere Häuser sind im Bezirk Feldbach durch Hangrutschungen und Muren bedroht, auch sie müssen möglicherweise evakuiert werden. Geologen untersuchen und beurteilen die Lage laufend. Der Leiter der Katastrophenschutzabteilung des Landes, Kurt Kalcher spricht von 20 akut gefährdeten Häusern und Hunderten Rutschungen.

Radmer von der Umwelt abgeschnitten: Im Bezirk Leoben ist am Montag aufgrund der starken Regenfälle der Erzbach über die Ufer getreten, die Eisenbundesstraße ist überflutet. Die Gemeinde Radmer und der Hieflauer Ortsteil Jassing sind von der Umwelt abgeschnitten. In Radmer sind 200 Haushalte ohne Strom, weil Leitungsmasten mit einem Hang abgerutscht sind. Derzeit sei es unmöglich, die Stromversorgung wieder herzustellen, heißt es von der Energie Steiermark, der Hang sei weiterhin in Bewegung. Auch Notstromaggregate können derzeit nicht nach Radmer gebracht werden. Eine Brücke auf dem Weg in den Ort ist wegen des Hochwassers nicht befahrbar. Zwischen Terz und Mariazell (Bezirk Bruck/Mur)trat in der Nacht auf Montag auch die Salza an mehreren Stellen über die Ufer. Die Gutensteinerstraße war bis Montagfrüh wegen Überflutung gesperrt.

Hochwassereinsätze im Bezirk Liezen: Auch im Bezirk Liezen spitzte sich die Hochwassersituation am Montag wieder zu. Zahlreiche Feuerwehren sind wieder im Einsatz um mit Sandsäcken gegen das Wasser anzukämpfen. Viele Gemeinden meldeten Montagnachmittag, 29. Juni, Hochwasser.


Bäche traten über die Ufer, zahlreiche Keller wie etwa in Wildalpen, Weißenbach, Mooslandl, Lainbach, Gröbming oder Stainach stehen unter Wasser.

ORF Steiermark
Bezirks-Feuerwehrverband Liezen

Im Bezirk Liezen stehen derzeit 23 Feuerwehren bei 27 Einsätzen mit ca. 440 Mann im Einsatz.


Salzburg:

Weitere Hochwasser-Berichte:
Freiw. Feuerwehr Thalgau - Löschzug Unterdorf



Kärnten:

Kleine Zeitung -> In 3 min war die Flut da (29.6.2009):
Schwere, dunkle, tief hängende Gewitterwolken, ein paar Blitze, leichter Donnergroll. "Es hat heftig zu regnen begonnen. Binnen drei Minuten standen Wiesen und Äcker unter Wasser, die Keller liefen voll." So schildern Bewohner einer Neubausiedlung in der malerischen Ortschaft St. Margarethen ob Töllerberg, Gemeinde Völkermarkt, das Geschehen am Montag, 29.6., gegen 13.30 Uhr.
Die örtliche Feuerwehr unter Kommandant Josef Schaffer fuhr sofort aus. Über die Landesalarm- und Warnzentrale wurde zuerst Gemeinde-, dann Abschnittsalarm ausgelöst. In den Abendstunden standen über 200 Feuerwehrmänner von 16 Wehren im Hochwassereinsatz. Mit fast einem Dutzend Tragkraftspritzen, jede fördert 1200 Liter pro Minute, versuchte man den Fluten Herr zu werden. "Bei einem Haus hatten wir am Nachmittag bereits den Keller leer gepumpt. Kurze Zeit später kam der nächste Regenguss und das Wasser stieg wieder", beschreibt Josef Schaffer die Sisyphusarbeit. Am späten Nachmittag sind noch weitere schwere Schlammpumpen,welche der Landesfeuerwehrverband eigens für die Katastrophenzüge angekauft hat, an den Einsatzort gebracht worden.
"Die Maschinen haben eine Förderleistung von 6000 Liter pro Minute", beschreibt Abschnittsfeuerwehrkommandant Ernst Eberle. Sein Blick schweifte immer wieder Richtung Himmel – und immer wieder begann es kurz, aber heftig, zu Regen. Mit Baggern und Traktoren hilfsbereiter Bauern schüttete man Behelfsdämme und löste Verklausungen. Auslöser für die Überflutung war einmal mehr der Trixnerbach. Josef Schaffer: "Normal ist er ein Bächlein mit 20 Zentimeter Wasser. Jetzt führt er in einigen Abschnitten über drei Meter." Die Bewohner der betroffenen Häuser, unter ihnen auch eine Mutter von vier Kindern, hadern indessen mit dem Schicksal. Aber sie haben Hoffnung: "Es gibt ein Morgen. Das Leben muss weitergehen."

Kleine Zeitung
Quelle: Internet & Feuerwehren

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