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Katastrophen sicher im Griff? Bessere Schulung für behördliche Krisenstäbe
Geschrieben am: 2009-07-16 13:04:21  [Drucken]
Österreich: „Die Unwetter der vergangenen Tage zeigen einmal mehr, wie wichtig es ist, den Klimawandel zu bremsen. Wir müssen uns aber auch darauf einstellen, dass wir in Zukunft vermehrt echte Unwetterkatastrophen erleben werden und uns daher gut darauf vorbereiten“, stellt Markus Reitsamer, Landtagskandidat und Sicherheitssprecher der Grünen Oberösterreich, fest.

Reitsamers Sorge gilt der unzureichenden Vorbereitung vieler Gemeinden auf Katastrophensituationen. Denn nach dem Katastrophenschutzgesetz haben die BürgermeisterInnen und ihre Krisenstäbe zentrale Entscheidungsverantwortung für das Krisenmanagement.

Feuerwehren schulen permanent:Während die Feuerwehren als Hilfsdienstorgane laufend Ausbildungen durchführen und damit insgesamt einen hohen Wissens- und Trainingsstand erreicht haben, ist auf Ebene der entscheidenden Gemeindebehörde noch viel zu tun, wie Reitsamer aus eigener Erfahrung weiß: "Da fehlt in vielen Gemeinden noch das nötige Verantwortungsbewusstsein."

Seminare für Behörden: Laut dem Organisationsplan für den Katastrophenschutz besteht z.B. die behördliche Einsatzleitung von Reitsamers Heimatgemeinde Bad Ischl aus etwa 20 Personen. Notwendig wäre, dass wirklich alle diese FunktionsträgerInnen die Katastrophenschutzseminare des Landesfeuerwehrkommandos besuchen, um im Krisenfall rasch richtige Entscheidungen treffen und koordiniert umsetzen zu können. Derzeit haben leider nur ganz wenige Gemeindebedienstete diese Seminare absolviert. Dazu sollte die behördliche Einsatzleitung zumindest einmal pro Jahr eine realistische Einsatzübung durchführen. Die letzte dieser Übungen fand in Ischl 2007 statt, in vielen Gemeinden werden noch seltener Übungen durchgeführt.

Regelmäßig Sicherheitsseminare durchführen: „Die Feuerwehren und die technische Einsatzleitung üben die Bewältigung von Krisen immer und immer wieder und sind somit gut vorbereitet. Da darf die behördliche Einsatzleitung nicht hinten nachhinken“, so Reitsamer.
Die Praxis von regelmäßigen Sicherheitsseminaren, die Reitsamer angeregt und gemeinsam mit Ex-Cobra-Kommandant Brigadier Wolfgang Bachler zweimal für MitarbeiterInnen der Stadtgemeinde und die Einsatzkräfte durchgeführt hat, ist in der Zwischenzeit wieder sanft entschlafen.


Reitsamer: „Wir sind es der Bevölkerung schuldig, uns so auf Katastrophen vorzubereiten, dass wir die Menschen im Ernstfall gut versorgen und Krisensituationen bestmöglich überstehen können. Die derzeitigen – noch glimpflichen – Unwetterereignisse sollten uns eine Warnung sein. Denn nur mit einem trainierten und gut eingespielten behördlichen Krisenstab hat man fast jede Katastrophe sicher im Griff!“

Markus Reitsamer ist Fraktionsobmann in Bad Ischl und Landtagskandidat der Grünen. Er ist Absolvent einer Spezialausbildung des Österreichischen Bundesheeres und vertritt die Grünen in der Arbeitsgruppe „Feuerwehr 2030“.
Kontakt: markus.reitsamer@gruene.at oder +43 / 664 / 916 74 04
Quelle: Markus Reitsamer

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