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Oö: Zusammenarbeit mehrerer Einsatzorganisationen erfolgreich erprobt
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Geschrieben am: 2010-05-09 09:39:02 [Drucken]
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Scharnstein (Oö): Am Samstag, den 08. Mai 2010 führten die Feuerwehren des Pflichtbereiches Scharnstein ihre traditionelle Frühjahrseinsatzübung im Bereich des Flugplatzes Scharnstein durch.
Die Organisation dieser Übung übernahm die Feuerwehr Scharnstein, die folgendes Übungsszenario ausarbeitete.
Im Rahmen des normalen Wochenend-Flugbetriebes am Flugplatz Scharnstein kommt es am Samstag, den 08. Mai am späteren Nachmittag zu einem Zwischenfall:
Während eines Landemanövers kommt es zwischen einem einmotorigem Schleppflugzeug und eines Motorseglers zu einer Tragflächenberührung. In der Folge versucht das Flächenflugzeug zwar eine Notlandung, die jedoch misslingt. Die Maschine stürzt im Bereich des Bühelbauerwaldes ab. Dabei entzündet sich das ausgelaufene Kerosin und verursacht einen Waldbrand, der zunächst auf die Absturzstelle beschränkt ist, sich jedoch später ausbreitet. Der Motorsegler versucht im Bereich „Im Forst“ mit der beschädigten Tragfläche eine Notlandung, bei der er im Wald abstürzt. Die Insassen der beiden Maschinen werden bei den Abstürzen teilweise herausgeschleudert bzw. eingeklemmt und schwer verletzt. Zwei leicht verletzte Personen verlassen infolge Schockeinwirkung den Unfallort und sind nicht auffindbar.
Erste Lagemeldung der Flugleitung
Aufgrund der ersten Lagemeldung durch die Flugleitung an den Einsatzleiter Feuerwehr war die erste Absturzstelle relativ rasch ermittelt und die ersten Feuerwehr und Rettungskräfte konnten zur Absturzstelle entsandt werden. Die Hauptaufgabe in diesem Bereich bestand in der Bergung des eingeklemmten Piloten bzw. des mit einem Notschirm abgesprungenen Insassen. Die Bekämpfung des Flugzeug- und Waldbrandes wurde durch eine ca. 900 Meter lange Zubringerleitung der Feuerwehren Bäckerberg, Steinfelden, Grünau und Viechtwang unterstützt. Der Flugzeug- und Waldbrand konnten folglich unter Kontrolle gebracht werden.
„Airmed 2“ unterstützte bei der Suche
Der am Flugplatz Scharnstein stationierte Notarzt-Rettungshubschrauber „Airmed 2“ wurde zu einem Suchflug nach der zweiten Absturzstelle entsandt und konnte diese auch innerhalb kürzester Zeit finden und weitere Einsatzkräfte zur zweiten Absturzstelle lotsen. Auch die eingesetzten Feuerwehr-Flughelfer konnten die Zusammenarbeit mit dem Rettungshubschrauber erfolgreich testen.
Zwei Insassen im Schock weggelaufen – Rettungshundebrigade angefordert
An der zweiten Absturzstelle waren zwei Personen im „fiktiven Wrack“ eingeklemmt und konnten von den Feuerwehren Scharnstein und Viechtwang geborgen und dem Roten Kreuz übergeben werden. Nach Rücksprache mit der Flugleitung wurde dem Einsatzleiter mitgeteilt, dass sich in diesem Flugzeug vier Insassen befunden haben. Aufgrund dieser Meldung wurde die Alarmierung der österreichischen Rettungshundebrigade veranlasst, die im Bereich der Absturzstelle eine Suchkette bildeten. Die vermissten Personen konnten aufspürt und dem Roten Kreuz zur weiteren Versorgung übergeben werden.
Schwerpunkt Einsatztaktik bei Flugunfällen
Ein weiterer Schwerpunkt bei dieser Übung bildete die Zusammenarbeit der örtlichen Flugleitung mit den Einsatzleitungen der Feuerwehr, Rotes Kreuz und Rettungshundebrigade. Aufgrund der abgelegenen Absturzstellen abseits der Start- und Landepiste konnte die Piste für den Flugverkehr nicht gesperrt werden. Eine Querung der Piste war nur nach Rücksprache und Freigabe mit der Flugleitung möglich.
Kommunikation funktionierte einwandfrei
Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Rettungsorganisationen funktionierte reibungslos, wobei sich die Installierung einer gemeinsamen Einsatzleitung bewährte.
Gesamteinsatzleitung: BR Christian Huemer, Pflichtbereichs- und Abschnittsfeuerwehrkommandant
Eingesetzte Einsatzkräfte:
Fünf Feuerwehren: Bäckerberg, Scharnstein, Viechtwang, Grünau, Steinfelden
Rotes Kreuz Ortsstelle Scharnstein und Gmunden
Gemeindearzt Dr. Leopold Bimminger
Feuerwehrarzt Dr. Matthias Bimminger
NAH Airmed 2
Polizeiinspektion Scharnstein
Österreichische Rettungshundebrigade
Betriebsleiter und Mitarbeiter ASKÖ Flugsportverein
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Quelle: OAW Ing. Florian Huemer, FF Scharnstein
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