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Österreich: Juni-Starkregen fordert Feuerwehren
Geschrieben am: 2010-06-03 09:20:02  [Drucken]
Österreich:Stark- bzw. Dauerregen über weite Österreichs am 2. Juni 2010. Nach intensiven Regentagen führte neuerlicher Intensivregen zu Überflutungen und zu Einsätzen der Feuerwehren quer durchs Land. In diesem Datensatz finden Sie einen Streifzug durch die Einsätze.

Letztes Update: 05. Juni, 07.11 Uhr (Oö - FF Schärding)

STEIERMARK:

Bezirk Liezen:Die Bilanz nach einer einsatzreichen Nacht für die Feuerwehren des Bezirkes Liezen fällt nüchtern aus: Bei rund 50 Schadensstellen waren/sind insgesamt 15 Feuerwehren mit 350 Mann im Hochwassereinsatz!
Besonders stark betroffen war das Ausseerland. Bäche traten über die Ufer und auch Hangrutsche forderten die Feuerwehren. So mussten zahlreiche Keller ausgepumpt, Sandsackbarrieren errichtet und weitere Sicherungsarbeiten nach Bachüberflutungen durchgeführt werden, 7 Freiwillige Feuerwehren mit 130 Mann waren alleine im Ausseer Raum im Einsatz.

Weitere Einsatzszenarien waren etwa Murenabgänge in Obersdorf, Gössl und Mandling-Pichl. In Mandling-Pichl musste für das Freimachen der Ennstalbundesstraße nach einem Murenabgang diese sogar zweitweise für den Verkehr gesperrt werden, die Aufräumarbeiten dauern noch immer an. Die übrigen eingesätzten Feuerwehren waren vordergründig mit dem Auspumpen von Kellern beschäftigt. Von Einsätzen betroffen sind/waren insgesamt 5 von 10 Feuerwehrabschnitten. Die Einsätze dauern zum Teil noch an, obgleich sich die Regensituation mittlerweile entspannt hat.

Bezirks-Feuerwehrverband Liezen


NIEDERÖSTERREICH:

FF Sitzenberg:
Nach dem lange andauernden Regen, drohte der Keller des Bürogebäudes überflutet zu werden. Alle Auffangbecken waren randvoll und konnten kein weiteres Wasser mehr abfangen. Die hauseigenen Pumpen der Firma standen innerhalb kürzester Zeit am Rande ihrer Leistungsfähigkeit.


Die zu Hilfe gerufene Feuerwehr konnte innerhalb kürzester Zeit mit den Unterwasserpumpen den Wasserspiegel senken, sodass keine Gefahr mehr für die Kellerräume besteht. Weiters wurde in den Auffangbecken ein Puffer für weitere Regenfälle geschafft.

Freiw. Feuerwehr Sitzenberg


Klosterneuburg-Weidling/Bez. Wien-Umgebung: Ein Hangrutsch bedroht ein Haus
Die starken Regenfälle haben den Boden am Steilhang hinter dem Haus bereits so aufgeweicht, dass ein größeres Stück Erdreich abrutschte. Im Auftrag der Bezirkshauptmannschaft wurde das Haus evakuiert und behördlich gesperrt.
Eine 96jährige bettlägrige Bewohnerin wurde aus dem Haus gebracht und vorsorglich ins Krankenhaus Klosterneuburg übersiedelt. Ein Landesgeologe und ein Vertreter der Wasserrechtsbehörde sowie Wildwasser- und Lawinenverbauung waren vor Ort und stimmten die weiteren Maßnahmen mit der FF Weidling ab. Der Hang wurde mit Schneestangen zur weiteren Beobachtung markiert. Oberhalb errichteten die Einsatzkräfte eine Pfostenwand zur Ableitung des
Oberflächenwassers. Das Haus selbst wurde mittels Strohballen und Schaltafeln soweit gesichert, dass eine mögliche Hangrutschung von den Auswirkungen her abgemildert wird. Die Feuerwehr Weidling ist nach wie vor vorort und beobachtet den Hang weiter. Die Stangen werden ständig kontrolliert.

FF Weidling


Krems:
Die Pegel am Kremsfluss sind seit einigen Stunden auf hohem Niveau gleichbleibend, die Lage hat sich damit etwas entspannt. Am Kremsfluss gilt es nun den Rückstau von der Donau sowie weitere Regenfälle exakt zu beobachten. Auf der Donau bietet sich ein anderes Bild: Aufgrund der starken Regenfälle bei den Zubringern, steigt die Durchflussmenge der Donau weiterhin. In den Mittagsstunden des 2. Juni 2010 überschritt die Donau in Kienstock sowie in Stein den Warnpegel vom 6,15 Meter. Nach Analyse der Prognose beschloss der Einsatzleiter der Stadt Krems mit den Fachkräften der Feuerwehr und des Magistrates, dass in Stein mit dem Aufbau des Hochwasserschutzes begonnen wird.


Seit den Mittagsstunden des 3. Juni 2010 sind die Durchgänge entlang der Donaulände in Krems-Stein verschlossen. Diese Massnahme ist für die derzeit prognostizierten Pegelstände der Donau ausreichend. Ändert sich die Lage wird der Hochwasserschutz zeitgerecht weiter aufgebaut. Aufgrund des Wasserstandes wird mit 17.00 Uhr die B3 zwischen Emmersdorf und Krems gesperrt! Die Bezirksalarmzentrale Krems ist seit gestern Abend mit zwei Mann besetzt und steht Ihnen jederzeit zur Verfügung. Um jedoch den Dienstbetrieb aufrecht zu halten, bitten wir Sie sich über Pegelstände auf der Homepage der Feuerwehr Krems zu informieren.

FF Krems

Weissenkirchen: Feuertaufe für Hochwasserschutz
Anhaltende Regenfälle der letzten Wochen in ganz Mitteleuropa ließen auch die Donaupegel stark ansteigen. Um 05:32 Uhr des heutigen Tages wurde alarmplanmäßig zum Hochwassereinsatz gestartet. Phase 1 erfolgreich aufgebaut! Pegel laut Land NÖ steigend. 64 Mann stehen derzeit auf Bereitschaft.

Nicht lange ist es her, dass der Hochwasserschutz in Weissenkirchen fertig gestellt wurde, schon hält das erste Hochwasser die Marktgemeinde Weissenkirchen in Atem. Nach dem reibungslosen Aufbau der 1. Phase ist vor allem die Ortsbevölkerung der Situation entsprechend entspannt. Um 08:15 Uhr konnten die Querungen in Weissenkirchen erfolgreich geschlossen werden. Schon gestern Abend wurde die erste Koordinationsbesprechung im Hochwasserschutzlager in Joching abgehalten. Unter der bewährten Leitung von Bürgermeister DI Toni Bodenstein mit seinem Einsatzstab (Amtsleiter Christian Tauber, Logistikleiter LM Markus Denk, die 3 Feuerwehrkommandanten und HWS-Beauftragter ObstLt. Josef Kitzler) wird zurzeit auf weitere Prognosen abgewartet und die Situation genau im Auge gehalten.

Aus dem Einsatzabschnitt Wösendorf wurde ein Problem mit einem der 3 Kanalsysteme festgestellt. Um die Lage sofort in Griff zu bekommen setzte die Firma Retter & Partner daraufhin sofort Erstmaßnahmen und dichtete den Kanal ab. Weiters laufen die Pumpwerke voll funktionstüchtig. Um 13.00 Uhr wird die nächste Lagebesprechung in der Einsatzleitstelle angesetzt. Aktueller Pegelstand laut Tonband Pegel Kienstock um 10.45 Uhr – 767 cm, Tendenz leicht steigend, mit einer Spitze in 24 – 48 Stunden von 862 cm laut Land NÖ. Auch der zukünftige Wart der Hochwasserschutzhalle und zukünftiges Feuerwehrmitglied der FF Weissenkirchen sammelt schon seine ersten Erfahrungen und Eindrücke.

11.00 Uhr: In Wösendorf Höhe Restaurant Florianihof müssen aufgrund steigendes Grundwasser Pumpmaßnahmen gesetzt werden. Derzeit wird eine Situationsbedingte Lagebesprechung abgehalten.

Eingesetzte Kräfte:
• FF Weissenkirchen
• FF Joching
• FF Wösendorf
• Bauhof Marktgemeinde Weissenkirchen
• Polizei Weissenkirchen
64 Mann

Laut letzter Lagebesprechung von 13.00 Uhr: Situation gleichbleibend, Phase 2 nicht notwendig, abwarten der Prognosen bis 16.00 Uhr, Alarmbereitschaft aller Einsatzkräfte für Aufbau Phase 2, ab 806 cm - Start Phase 2, Sperre der B3 wird durch BH Krems verordnet falls notwendig.


Entspannte Lage in Weissenkirchen (Update 18.26 Uhr)
Während die Höchstprognosen gleich bleiben, schwankt der Pegel Kienstock leicht auf und ab. Die Bundesstraße B3 wird ab 17.00 Uhr, laut Anordnung der BH Krems, von der Exekutive gesperrt. Nächste Lagebesprechung des Einsatzstabes findet um 20.00 Uhr statt. Warten, Warten, lautet zurzeit das Motto für die Einsatzkräfte in Weissenkirchen. Laufende Beobachtungen der Pegelstände und vor Ort, lassen eine gewisse Spannung entstehen.

Auch die zuständige Baufirma, die für die Kanalsysteme verantwortlich zeichnen, ist schon vor Ort um an der Lösung des Problems in Wösendorf zu arbeiten. Bis jetzt wurde der Kanal mit Sandsäcken abgedichtet. Vermutlich wurde ein provisorischer Kanal noch nicht demontiert. In Weissenkirchen trat ebenfalls ein kleineres Problem auf. Ein elektrischer Schieber ging nicht komplett zu, das Steuerungssystem jedoch zeigte keine Fehlermeldung an. Nach umgehender Beurteilung der Wetterlage und Aufbauplan der Phase 2 wird ein aufstellen in den Abend hinein oder in den Morgenstunden des kommenden Tages stattfinden. Der Entschluss fiel aufgrund des genügenden Spielraumes an Mauerhöhe. Einen beträchtlichen Arbeitsaufwand ist bei der 2. Aufbauphase durch die Feuerwehreinsatzkräfte zu bewältigen. Die kompletten Steher entlang der 2,9 km langen Mauer müssen hier montiert werden. In 4 bis 5 Stunden muss dies von ca. 70 Mann erledigt werden. Zusätzlich müssen anschließend noch je 2 Stück Dammbalken eingeschoben werden.

Aufgrund der Sperre der B3, Grund dafür sind in erster Linie die neuralgischen Punkte in Dürnstein, wird die 1-fache Querung der B3 in Wösendorf geschlossen. „Bis jetzt wurden die gestellten Anforderungen des HWS-Alarmplanes durch die örtlichen Feuerwehreinsatzkräfte gezielt und orientiert durchgeführt“, stellt der HWS-Beauftragte ObstLt. Josef Kitzler der Mannschaft ein äußerst positives Zeugnis aus.

FF Weissenkirchen

Bericht der Feuerwehr Fischamend
Seit Mittwoch, dem 02. Juni 2010, steht die FF Fischamend im Hochwasser Einsatz.


Zur Sicherstellung der Funktion des Kanalisationsnetzes wurde der Saugpumpenanhänger in der Kläranlage in Stellung gebracht. In der Gregerstraße 20 wurde der Vorsorge halber eine Tauchpumpe im Sickerschacht des Innenhofs in Stellung gebracht, weiters wurde dieser geräumt. In Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Fischamend wurden

• „Die 3 Brücken“
• „Der Katzensteig“
• „Die Flösserstätte“

wegen Hochwasser gesperrt. Weiters wurde die L 2049 durch die Exekutive gesperrt.

Personenrettung aus Hochwasser -> Person von Fluten mitgerissen
Gerade als die Mannschaft der FF Fischamend am 04. Juni 2010 Kontrollfahrten im Hochwassergebiet durchführte, wurde Kommandant Stv. Christian Pichler telefonisch darüber in Kenntnis gesetzt, dass es zu einer Notsituation beim Fußgängerdurchgang der Autobahn gekommen ist. Im gesperrten Überflutungsgebiet wagte sich ein waghalsiger Passant mit einer Wathose in die Fluten. Weit kam er jedoch nicht… Als er stolperte, wurde er von den Fluten mitgerissen, konnte sich aber an einem Baum festhalten. Ein Mitglied der FF Fischamend rüstete sich mit Neoprenanzug, 5 Punkt Rettungsgeschirr und einer Rettungsweste aus um zu dem Verunglückten vor zu dringen.


Die Sicherung hierbei erfolgte über eine Rettungsleine. 5 Mann zogen dann Sprichwörtlich „an einem Strang“ und zogen den Retter samt seinem Schützling wieder Richtung Land. Da sich die Person laut Anrufer schon länger im Wasser befand, wurde von einer Unterkühlung ausgegangen und Decken bereitgehalten. Der Patient, dem es seiner Meinung nach recht gut ging, wurde an den Rettungsdienst übergeben und der Einsatz um 13.00 Uhr erfolgreich abgeschlossen.

FF Fischamend



OBERÖSTERREICH:

FF Ohlsdorf -> Wohnhausanlage vor Überflutung geschützt
Aufgrund der anhaltenden und starken Regenfälle wurde die Feuerwehr Ohlsdorf am Mittwoch, 2. Juni 2010 in den Abendstunden zu einem Überflutungseinsatz alarmiert. In der Ortschaft Kleinreith floss aus den Feldern so viel Wasser zusammen, dass eine Wohnhausanlage kurz vor einer Überflutung stand. Da gerade im Gerätehaus ein Training der Bewerbsgruppe stattfand, konnten unverzüglich 12 Mann zur Einsatzadresse ausrücken. Aufgeteilt auf zwei Teams wurden zeitgleich in einer Schottergrube Sandsäcke befüllt und an der Einsatzstelle ein Graben per Hand geschaffen, um das Wasser abzuleiten. Mit 40 Sandsäcken konnte das ankommende Wasser in einen Kanal abgeleitet werden.

FF Ohlsdorf

FF Bad Goisern: Die starken Regenfälle bescherten der FF Bad Goisern seit dem Nachmittag des 2. Juni 2010 gleich mehrere Einsätze: Durch das Ansteigen des Grundwasserspiegels kam es am Nachmittag bei einem Wohnhaus in der Ortschaft Posern zum Wassereintritt durch die Kellerfenster. Durch den Einsatz einer Tauchpumpe in einem Schacht im Gartenbereich gelang es, den Wasserstand rasch zu senken und somit ein weiteres Eindringen von Wasser in das Wohnhaus zu verhindern. Parallel zu diesen Arbeiten wurde das Regenwasser im Keller mittels Naßsauger beseitigt. Auch bei einem weiterem Wohngebäude musste eine Tauchpumpe eingesetzt werden, um einen vollgelaufenen Schacht auszupumpen. Im Einsatz standen das Schwere Löschfahrzeug SLF sowie das Kommandofahrzeug.


In weiterer Folge drohte der Krößenbach über die Ufer zu treten und gefährdete damit mehrere nahe Wohngebäude. Bereits vorbereitete Sandsäcke wurden zu den Einsatzstellen verbracht und dort damit ein Schutzwall aufgebaut. Bestens bewährt hat sich dabei der neue Multi-Lader der FF Bad Goisern, mit dem die Sandsäcke auch über schmale Zufahrtswege angeliefert werden konnten. Zur Zeit (21:15 Uhr) sind die Kräfte immer noch im Einsatz, um weitere Sandsäcke zu füllen und damit die Ufer des Krößenbaches zu sichern.

Freiw. Feuerwehr Bad Goisern


FF Kirchdorf an der Krems -> Hochwassereinsatz per Drehleiter: Zu einem ungewöhnlichen Hochwasser mit Einsatz mit der Drehleiter wurde die Feuerwehr der Stadt Kirchdorf am 02.06.2010 gerufen. Auf dem Flachdach eines Lebensmittelmarktes hatte sich ein See gebildet. Es drang bereits Wasser in den Markt.


Mit Hilfe von vier Tauchpumpen wurde das Dach abgepumpt und der Ablauf frei gelegt.

FF Kirchdorf an der Krems


FF Schärding -> Zivilschutzwarnung ausgelöst: Nachdem bereits in den gestrigen Abendstunden ein Anstieg des Inns prognostiziert wurde, hat die FF Schärding bereits erste Vorbereitungsmaßnahmen noch vor Mitternacht getroffen. Da in der zweiten Nachthälfte der Inn so rasant angestiegen ist (Anstieg schneller als beim Hochwasser 2002), wurde die FF Schärding um 04:23 Uhr alarmiert. Da der Inn so stark anstieg und eine telefonische Warnung zeitlich nicht möglich gewesen wäre, wurde um 05:12 Uhr das Sirenensignal Zivilschutz Warnung ausgelöst. Derzeit stehen die Feuerwehren Schärding und St. Florian im Schärdinger Stadtgebiet im Einsatz. Der aktuelle Pegelstand beträgt 671, die Prognose für die Mittagsstunden beträgt 800 cm (2002: 878 cm). Die Alte Innbrücke und die Schärdinger Altstadt sind für den Verkehr gesperrt. Derzeit sind 45 Kräfte im Einsatz!

Update der Feuerwehr Schärding um 16.30 Uhr (03.06.2010)
Der aktuelle Pegelstand in Schärding beträgt 720 cm. Die gute Nachricht: Die Prognose von 800 cm kann auf Grund aktueller Berechnungen auf 750 cm nach unten verändert werden. Der Inn wird weiter ansteigen, die Hochwasserwelle hat Braunau noch nicht erreicht. Der Kampf um jeden cm in Schärding beginnt, weil bei jedem Anstieg um weitere 10 cm weitere Objekte betroffen sind, bzw. dort das Halten der Räume durch Sandsackdämme und Abpumparbeiten nicht mehr möglich ist. Bisher wurden 2.500 Sandsäcke verbaut, weitere 500 sind in Bereitschaft. Auch so genannte Big Backs wurden als Schutz eingesetzt und sollen auch Kanaldeckel abdichten. Hauptaugenmerk der Arbeit der Einsatzkräfte liegt derzeit im Bereich Wassertor. Probleme bereiten den Einsatzkräften die immer mehr werdenden Schaulustigen. Verparkte Straßen und Personen, welche sich trotz Absperrung zum Fotografieren in Gefahrenbereiche begeben blockieren, die Arbeiten.


Auch positive Nachrichten gibt es, so wurden die Einsatzkräfte von nicht betroffenen Schärdingerinnen mit Kuchen versorgt.

Update der Feuerwehr Schärding um 21.39 Uhr (03.06.2010)
Der aktuelle Pegelstand in Schärding beträgt 745 cm. Der Scheitel der Hochwasserwelle hat Schärding immer noch nicht erreicht, wobei das Wasser nur noch im cm. Bereich ansteigt. Um jeden Zentimeter wird gekämpft, wie zum Beispiel gerade jetzt im Wassertorkomplex, wo mit acht leistungsstarken Pumpen das Wasser, welches im Außenbereich schon an den Fensterscheiben zu sehen ist, abgepumpt wird. Fakt ist jedoch, dass in Kürze und dann in den Nachtstunden mit zumindest gleich bleibendem Pegelstand zu rechnen ist.

Update der Feuerwehr Schärding um 07.43 Uhr (04.06.2010)
Der aktuelle Pegelstand in Schärding beträgt 643 cm. Der Inn stieg in den Nachtstunden weiter auf einen Pegel von 752 cm, welcher gegen 23.30 erreicht wurde. Auf Grund des Anstiegs musste auch die Passauerstraße im Bereich Prambrücke für den Verkehr gesperrt werden.
Bei allen Einsatzstellen wurde um jeden Zentimeter gekämpft, wobei kurz vor Mitternacht zusätzlich noch die Feuerwehr Raab mit zwei schweren Tauchpumpen und einem großen fahrbaren Stromerzeuger alarmiert wurde. Mit Sandsäcken wurden weitere Kanäle abgedichtet und Barrieren errichtet. Nachdem der Pegel einige Zeit auf gleichem Niveau blieb, begann dieser nun rasch zu sinken. Die Sperre der Passauerstraße konnte bereits wieder aufgehoben werden.
Seit erreichen des Höchststandes wurde begonnen mit gestaffelten Ruhezeiten für die Einsatzkräfte zumindest einige wenige Stunden Schlaf in einem eigens im Feuerwehrhaus eingerichteten Bereitschaftsraum organisiert, um für die Aufräumungsarbeiten wieder fit zu sein.

Update der Feuerwehr Schärding um 07.05 Uhr (05.06.2010)
Am 04. Juni kann der Hochwassereinsatz in Schärding gegen 19.30 Uhr beendet werden. Alle Rückstände des Wassers sind beseitigt, alle Straßen und Verkehrsflächen konnten wieder geöffnet werden.

Zusammenfassung:
Bereits am Dienstag am Abend war auf Grund der Wetterlage klar, dass es zu einer Hochwassersituation kommen wird. Die Meldungen verstärkten sich im Lauf des Mittwochs auch auf Grund von Aussagen des hydrografischen Dienstes, weshalb seitens der Feuerwehr Schärding und des Bauhofs erste Vorbereitungsmaßnahmen getroffen wurden. Alle Maßnahmen bis zu einem Pegelstand von 540 cm (Normalstand ca. 390 cm) wurden getroffen. Nachdem die Einsatzkräfte in den Abendstunden informiert wurden, dass die Hochwasserwarngrenze mit einem Pegelstand von 500 cm nicht vor 07.00 Uhr früh erreicht sein wird, waren keine Maßnahmen nötig. Alle Einsatzkräfte wurden – auch im Hinblick auf möglicherweise arbeitsintensive Nächte – zum Ausruhen nach Hause geschickt.

Umso mehr überrascht waren die Einsatzkräfte als gegen 02.47 Uhr früh die Mitteilung kam, dass der Pegel bereits 540 cm zeigte. Unverzüglich wurde die FF Schärding alarmiert. Parallel dazu wurden die Stadtpolizei und die Polizeiinspektion in Kenntnis gesetzt und mit der Verständigung der Bewohner begonnen. Die ersten Mannschaften begannen mit dem Aufbau des Hochwasserschutzes im Bereich Wassertor, was auf Grund des Wasserstandes von mittlerweile einem Meter an der Innlände sich als äußerst schwierig erwies. Nur mit Wathosen und Schwimmwesten und mit Leinen gesichert konnte vorgegangen werden. Da der Inn sehr rasant anstieg und die telefonische Warnung zu lange gedauert hätte, entschied sich der Einsatzleiter um 05.13 Uhr die Verständigung der Bevölkerung über das Sirenensignal „Zivilschutzwarnung“ durchzuführen.



Der Anstieg von 70 cm pro Stunde war für Schärdinger Verhältnisse äußerst ungewöhnlich. Rasch erhöhte sich die Anzahl an Einsatzstellen im Stadtgebiet und die gesamte Mannschaft unterstützte die Bevölkerung bei den Ausräumarbeiten. Nachdem bald klar war, dass die fertig gefüllten Sandsäcke nicht lange ausreichen würden, wurde gegen 06.15 Uhr entschieden mit dem Befüllen von Sandsäcken mit der neuen Sandsackfüllanlage zu beginnen. Als Unterstützung bei dieser Tätigkeit wurde zusätzlich die FF St. Florian alarmiert. Gesamt 2.500 Sandsäcke füllten die Einsatzkräfte, wobei bis auf 250 Stück alle Säcke ausgegeben wurden. Um 07.30 Uhr gab es die erste Besprechung des Einsatzstabes mit der Stadtgemeinde Schärding, wo die weiteren Maßnahmen abgesprochen wurden. Diese Besprechungen wurden um weitere Teilnehmer von Einsatzorganisationen und der Bezirkshauptmannschaft erweitert und regelmäßig abgehalten.

Im weiteren Einsatzverlauf wurden an einigen Stellen auch Barrieren mit so genannten „Big Bags“ errichtet, welche ebenfalls mit Sand gefüllt wurden. Zunehmend wurden auch mehr Straßen für den Verkehr gesperrt, weil diese überflutet waren oder für die Einsatzmaßnahmen benötigt wurden. Ein besonderes Problem stellten zahlreiche Schaulustige dar, welche Zufahrten verparkten oder sich in Gefahrenbereiche begaben, welche abgesperrt waren. Im Lauf der Nachmittagsstunden stieg der Inn weiter an, immer mehr Schadensstellen mussten bearbeitet werden. Von der Einsatzzentrale wurden alle Aufträge koordiniert und auf die einzelnen Fahrzeugbesatzungen aufgeteilt. Eine Prognose von 800 cm (2002: 878) wurde seitens der Spezialisten errechnet, diese konnte Gott sei Dank in den späten Nachmittagsstunden nach unten verändert werden. In den Abendstunden stieg der Inn nur mehr leicht an, wobei er um ca. 23.00 Uhr den Höchststand von 752 cm erreichte. Rund um den Höchststand war auch für die Einsatzkräfte Hochbetrieb. Überall galt es um jeden Zentimeter zu kämpfen. Insgesamt 16 Pumpen waren in Stellung gebracht. Die Feuerwehr Raab wurde mit einem fahrbaren Stromerzeuger und zwei weiteren schweren Tauchpumpen alarmiert. So konnten überall die errichteten Sandsackdämme gehalten und Schaden verhindert werden. Mehr als 25.000 Liter pro Minute wurden in den Inn zurückgepumpt.

Nachdem der Inn in der zweiten Nachthälfte zu fallen begann, wurden erste Aufräumarbeiten geplant, welche noch vor 05.00 Uhr früh aufgenommen wurden. Die Einsatzkräfte der FF Schärding und Unterstützung der Feuerwehr Rainbach, der Bauhof Schärding mit Unterstützung des Bauhofs der Nachbargemeinde St. Florian, sowie mehrere Bagger einer privaten Firma arbeiteten den ganzen Tag um Schlamm aus den Häusern zu bekommen, Wasser abzupumpen und die Straßen wieder frei zu räumen. Sandsackdämme mussten entfernt werden.

Gesamt waren beim Hochwasser in Schärding 90 Hilfskräfte eingesetzt. 25 Objekte waren vom Wasser direkt betroffen. Insgesamt waren bei ca. 45 Objekten Hochwassertätigkeiten nötig, wobei sechs Häuser vom Wasser direkt eingeschlossen waren.

FF Schärding

Linz - LINZER AUGE WEGGERISSEN
Das "Linzer Auge", die grüne schwimmende Plattform aus Stahl, die eigentlich vor dem Ars Electronica Center in Linz ihre Runden drehen sollte, hat sich im Hochwasser losgerissen und verkeilte sich dann an einer Anlegestelle. Die Pannenserie rund um das "Linzer Auge" nimmt kein Ende. Nachdem das Projekt der Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für das Kulturhauptstadtjahr Linz09 nach einer Reihe von Problemen abgebaut werden musste und erst seit einem Monat einwandfrei funktioniert, ist es in der Nacht auf Freitag fast zur Gänze untergegangen.


Die Hochwasser führende Donau riss das "Linzer Auge" aus seiner Verankerung und trieb es an die 300 Meter ab. Aufgehalten wurde es von einer Schiffsanlegestelle auf der Urfahranerseite der Donau. Dort geriet es unter eine Anlegestelle und verkeilte sich zwischen Anlegestelle und Ufer.


Mit drei Stahlseilen konnte die Feuerwehr das "Linzer Auge" in einem mehrstündigen und komplizerten Einsatz befestigen. Derzeit ist die Lage aber laut Andreas Koch von der Berufsfeuerwehr "sehr instabil". Sollte eines der Seile reissen, "besteht die Gefahr, dass es unter dieser Schiffsanlege durchgezogen wird und dann ist es frei im Wasser."


Sobald die Donau wieder den Normalpegelstand erreicht, soll geklärt werden wie das gekenterte "Linzer Auge" geborgen werden kann.



Linz - Auto angeschwemmnt
Am 04.06 gegen 10:20 wurde durch ein Organ der Schifffahrtsaufsicht Linz im Bereich Hafenbecken 1, donauseitig, ein KFZ im Wasser treibend entdeckt.


Da im Fahrzeuginneren keine Personen festgestellt wurden, vermutet man, das dieses Fahrzeug wohl ein Opfer des Hochwassers wurde. Die Polizei ermittelt.

Pressefotograf Martin Bäunard
ORF Oberösterreich




Hochwassereinsatz in St. Konrad
Am 3. Juni 2010 um 11.30 Uhr wurde der Kommandant der FF St. Konrad telefonisch über einen überfluteten Keller in der Ortschaft Hub informiert. Innerhalb kürzester Zeit rückte FF St. Konrad mit dem Tanklöschfahrzeug zur Einsatzadresse Hub 25 aus. Mit dem Nasstrockensauger und 2 C-Schläuchen wurde die beiden Kellerräume wieder trocken gelegt und gereinigt. Nach 1 1/2 Stunden konnte die Mannschaft wieder ins Feuerwehrhaus einrücken.

Eingesetzte Mannschaften und Geräte:
Ein Fahrzeug TLF-2000 (-A) mit drei Mann
Einsatzleiter: BM Johann Medl



TIROL:
FF Waidring: Wassermassen machten auch vor Feuerwehrkommandant nicht halt: Am 02.06.2010 um 23:02 Uhr stand die FF Waidring insgesamt 10 Stunden pausenlos im Einsatz für die Sicherheit der Bevölkerung. Unzählige Keller mussten ausgepumpt, verlegte Straßen gesäubert und Straßenabschnitte gesperrt werden. Auch vor dem Feuerwehrkommandanten der im Einsatz stehenden Feuerwehr machte das Hochwasser nicht halt. Während er mit seinen Kameraden gegen das Wasser kämpfte, wurde sein Haus von den Wassermassen geflutet. Um 23:02 Uhr rückte die FF Waidring mit dem technischen Zug das 1. Mal zur Einsatzstelle aus. Eine Verstopfung des Abwasserrohres unterhalb der Bundesstraße führte hier zur Überflutung und machate ein Passieren für den Verkehr unmöglich.


Noch mit den Aufräumarbeiten beschäftigt, erhielt man über die Leitstelle die nächste Alarmierung. Im Ortsteil Hausergasse meldete ein Bewohner einen Wassereinbruch in sein Kellergeschoß, das zu diesem Zeitpunkt schon 75 cm tief überflutet war. Mittels Tauchpumpen und Wassersauger wurde der Keller bestmöglich trocken gelegt. Die Pumpe wurde so installiert, dass diese von den Bewohner selbstständig bedient werden konnte und man rückte zum mittlerweile 3 Einsatz dieser Nacht aus. Im Kreuzungsbereich der Gondelbahn Steinplatte wurde durch die Wassermassen die Unterführung überschwemmt. Da diese unpassierbar war wurde Sie durch die Feuerwehr abgesperrt um weiteren Schaden an unschuldigen Fahrzeugen oder Anwohnern zu verhindern. Die andauernden Aufräumarbeiten der aktuellen Einsätze hielt die Feuerwehr bis zur nächsten Alarmierung um 03:02 Uhr in Atem. Unzählige Keller und Wohnflächen mussten ausgepumpt und trocken gelegt werden. Eine besondere Herausforderung nicht nur für die Einsatzkräfte vor Ort, sondern auch für den Kommandanten der Feuerwehr, der im Gerätehaus alle Einsätze koordinieren und organisieren musste. Nachdem sich die Lage um 04:00 Uhr morgens ein wenig entspannte und die Einsatzkräfte Zeit hatten sich ein wenig zu stärken, schlug das Schicksal diesmal in den eigenen Reihen, nicht weniger dramatisch zu. Während der Kommandant der Feuerwehr Waidring mit der Koordination der verschiedenen Einsatzkräfte und Einsatzszenarien beschäftigt war, fluteten die Wassermassen den Keller seines Wohnhauses. Noch mit der Koordination der Einsätze beschäftigt entsandte der Kommandant eine Mannschaft zur Erkundung der Lage um weitere Maßnahmen setzen zu können. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war der Keller bereits zu einem halben Meter geflutet und die Wassermassen stiegen rasch weiter. Man installierte Hochleistungspumpen und versuchte das Wasser schneller aus dem Keller zu pumpen, als es durch den Boden ins Gebäude gedrückt wurde. Langsam aber stetig gelang es der Feuerwehr auch den Keller dessen Oberbefehlshabers zu leeren.
Es folgten weitere Kellerflutungen im Bereich Steinplatten Kreuzung, wo sich rund um die betroffenen Häuser mittlerweile ein mehrere Hundert Meter großer „See“ gebildet hatte. Durch die tatkräftige Unterstützung der Nachbarfeuerwehr St. Ulrich gelang es auch diese Einsätze zu bewältigen. Nachdem mehr als 20 Feuerwehrleute, über 10 Stunden im Dauereinsatz standen, konnten mehr als 10 Hochwassereinsätze gemeistert, viele Keller gerettet und Schlimmeres verhindert werden. Allmählich entspannte sich die Lage und alle Feuerwehrkameraden konnten dem gewohnten Alltag nachgehen.

Freiw. Feuerwehr Waidring


FF Kitzbühel: Von Mittwochabend bis Donnerstagmittag wurde die Feuerwehr zu mehreren kleinen Einsätzen gerufen: "Kanal war verstopft, Keller unter Wasser und ein Bach ging über". Bei einem Hotel stand der Keller unter Wasser. Dieser wurde mittels Tauchpumpe ausgepumpt. Auf der Bichlam floss das Wasser über den Sandfang hinaus. Dieser wurde mittels Rebstange und Schaufel zuerst freigemacht, damit das Wasser wieder normal abfließen konnte.


Da der Bagger nicht zufahren konnte, wurde der ganze Sandfang von der Mannschaft der Feuerwehr Kitzbühel freigeschaufelt. Das Wasser konnte dann wieder normal abfließen.

FF Kitzbühel



SALZBURG:

Hochwasser in Hallein
Mehr als 30 Einsätze mussten Halleins Feuerwehrleute bei starkem Regenfall erledigen. Aufgrund der enormen Regenfälle in den letzten Tagen kam es auch im Stadtgebiet von Hallein zu Hochwassereinsätzen der FF Hallein. Begonnen hat es am Mittwoch, den 2. Juni 2010 mit einer kleinflächigen Überflutung der B 159 im Bereich Hallein-Au-Rehhof. Hier wurden durch die diensthabende Bereitschaft 1 Sandsäckwälle an den betroffenen Gebäuden verlegt und das Landesbauamt verständigt. In den späteren Abendstunden spitzte sich die Lage im Bereich des Almbaches zu, ab 22.30 Uhr wurden nach einer Erkundungsfahrt des diensthabenden Bereitschaftsoffizier HBI Rudolf Strobl (OFK-Stv.) und seines „Melders“ BR Otto Miller (ebenfalls als normaler „Mann“ in der Bereitschaft 1) ein Ansteigen beobachtet.

Aufgrund dieser Tatsache wurde die in der Hauptwache nach der Mittwochübung anwesenden Mannschaft der Bereitschaft 1 alarmiert. Diese rückte innerhalb kürzester Zeit mit SRF-K und VF2 und 10 Mann aus. Entlang der Tischlerei Stadler wurden Wälle mittels Schaltafeln, Folien sowie Sandsäcke verlegt. Aufgrund der Situation, dass der Almbach ständig anstieg und dies innerhalb kürzester Zeit, wurde vom nunmehrigen Einsatzleiter BR Otto Miller (OFK Hallein) die Nachalarmierung der in der Hauptwache anwesenden restlichen Mannschaft veranlasst. Diese rückte mit SLF-A und VRF ab. Zwei Stunden später wurde Gesamtalarm über die BAWZ „Florian Tennengau“ für die FF Hallein (00.59 Uhr) ausgelöst.


Innerhalb kürzester Zeit standen weitere 40 Mann zur Verfügung, diese rückten mit den verbliebenen Fahrzeugen (TLF-A 3000, TLF-A 4000, LF-A, VRF „G“, MTF) ab. Zu diesem Zeitpunkt wurden bereits alle Notrufe über die BAWZ für den Bezirk Tennengau abgewickelt. Durch einen Teil der Mannschaft wurden im städtischen Wirtschaftshof Sandsäcke abgefüllt und mittels Lkw zu den Einsatzstellen verbracht. Entlang des Almbaches kam es weiterer Folge zu mehreren Sicherungsarbeiten, mitt-lerweile drang auch in das Gebäude der Polizeiinspektion Hallein Wasser ein, ein weite-rer Schwerpunkt lag aufgrund der hochwasserführenden Salzach im Stadtteil Gamp. Daraufhin wurde zusätzlich der LZ Bad Dürrnberg und die BTF M-Real Hallein alarmiert und auf die Einsatzorte aufgeteilt.

Es gelang teilweise die Wassermassen im Schach zu halten, einige Gebäude konnten somit gerettet werden. BFK OBR Anton Schinnerl und Bezirkshauptmann Dr. Klaus Aigner überzeugten sich persönlich vom Einsatz der FF Hallein und unterstützten die Einsatzleitung. Zu diesem Zeitpunkt (03.00 Uhr) standen insgesamt 93 Feuerwehrleute mit 16 Einsatz-fahrzeugen im Einsatz. In den frühen Morgenstunden wurden von den in der Zwischenzeit aufgeteilten Einsatzkräften noch mehrere Hochwassereinsätze abgewickelt. Speziell am linken Almbachufer entwickelte sich am Hühnerauweg ein weiterer Einsatzschwerpunkt. Mehrere Wohnhäuser standen hier unter Wasser. Gegen 08.00 Uhr trat der Reischenbach im Ortsteil Rif über die Ufer, hier wurde ebenfalls mit der Schaffung von Entlastungsgerinne sowie Sandsäcken ärgerer Schaden abgewandt.


Gegen 09.00 Uhr kam es im Bereich Winterstallstrasse zu einem Murenabgang, sofort wurden hier Sicherungsarbeiten durch Mannschaften des LZ Bad Dürrnberg durchge-führt, die Sperre der Winterstallstrasse wurde durch Einsatzleiter BR Miller und Bgm. Dr. Stöckl angeordnet. Gegen 11.00 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte der FF Hallein wieder in die Haupt-wache einrücken, zurück blieb ein wahres „Schlachtfeld“ in der Hauptfeuerwache. Durch die diensthabende Bereitschaft 2 wurden den gesamten Nachmittag über noch einige kleinere Einsätze abgewickelt und die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt. Bewährt haben sich die bereits im Kat-Lager eingelagerten gefüllten Sandsäcke, somit konnten rasch Sandsackwälle errichtet werden, auch die eingelagerten Schaltafeln wa-ren von enormer Wichtigkeit. Ein großes Lob aber galt allen eingesetzten Mannschaften, diese arbeiteten teilweise bis zu 15 Stunden durchgehend. Auch bewährt hat sich die neue Einsatzbekleidung, mehre-re Stunden hielt diese dem „Segen von Oben“ stand und hielt die Feuerwehrtruppe halbwegs trocken.

Eingesetzte Kräfte:
FF Hallein: KDO 1, KDO 2, TLFA 3000, TLF-A 4000, SLF-A, LF-A, MTF, VRF „S“, VRF “G”, VF 2 = 56 Mann/Frau
LZ Dürrnberg: TLF-A 2000, LF-A = 22 Mann
BTF M-Real: KDO, VF1, RLF-A 2000, TLF-A 4000 = 15 Mann

FF Hallein
Quelle: Feuerwehren & Internet

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Hermann Kollinger
 Geschrieben am: 2010-06-04 08:39:59
@Linzer-Auge: Moderne Kunstentsorgung wird sich hier wohl der eine oder andere denken. Das teure Klump hat eh nie funktioniert

@Schärding: zur Kritik der späten Warnung des hydrografischen Dienstes: Habt ihr keine E-Mails erhalten? Wir nämlich seit Mittwoch-Mittags.

Kommentar #1



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