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Nö: Brand von zwei Hallen in landwirtschaftlichen Anwesen
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Geschrieben am: 2010-07-29 20:28:19 [Drucken]
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Bruck an der Leitha (Nö): „Hier Florian Niederösterreich um 16.24 Uhr – Brandeinsatz in Bruck an der Leitha, Alter Hainburger Weg Nummer 67 - Brand eines Strohhaufens! Ende.“ So lautete die Alarmierungsmeldung am 26. Juli 2010...
...zeitgleich mit dem Ertönen der Feuerwehrsirenen, Pagern und Mobiltelefon-SMS-Alarmierung zu einem Großbrand der fünf bzw. sechs Feuerwehren noch längere Zeit beschäftigen wird.
Bereits bei der Ausrückemeldung wurde die Alarmierung berichtigt sodass diese nunmehr lautete „Brand im landw. Anwesen“.
Nach bereits vier Minuten nach der Alarmierung rückte das RLFA 2000 der FF Bruck an der Leitha zu angegebener Einsatzadresse aus. Von Augenzeugen und der bereits ebenfalls am Einsatzort eingetroffenen Polizei wurde die Feuerwehr direkt zum Brandobjekt eingewiesen.
Bei Erkundung der Lage wurde durch den Einsatzleiter HBI Claus Wimmer folgendes festgestellt:
Die Nordhalle in einer Größe von 450m² steht in Vollbrand, die südl. Halle (ca. 400 m²) welche als Stallungen aber auch als Strohdepot dient sind bereits vom Brand betroffen. Die Stallungen beginnen aber erst von den Flammen erfasst zu werden.
Aufgrund der Größe des Areals war eine rasche Ortsveränderung mit dem RLFA 2000 nicht mehr möglich und der EL entschied, dass an der Nordseite sofort mit den Löscharbeiten begonnen werden soll. Mit Hilfe von Nachbarn und Passanten wurde vom nächst gelegenen Hydranten eine Zubringleitung hergestellt. Währenddessen rüstete sich bereits der erste Atemschutztrupp aus und nahm mit einem C-Rohr den ersten Löschangriff vor.
Zwischenzeitlich wurde die Alarmstufe von 2 auf 3 erhöht und weitere Feuerwehren, neben Bruck an der Leitha und Wilfleinsdorf, Höflein, Pachfurth und Göttlesbrunn alarmiert.
Die eingetroffene Feuerwehr aus Wilfleinsdorf wurde in den Innenhof beordert und beauftragt sofort mit den Löscharbeiten im Stall zu beginnen wo sich die Flammen bereits rund zwei Meter im Innenbereich befunden hatten. Hinsichtlich der massiven Rauchentwicklung mussten sämtliche Atemschutzgeräteträger mit nahezu allen verfügbaren Atemschutzgeräten eingesetzt werden.
Aufgrund dieser Situation wurde vom EL ein Fenster eingeschlagen um am direkten Weg einen Löschangriff vorzunehmen, der bereits nach wenigen Augenblicken große Wirkung erzielte und sämtliche Schweine sich nicht mehr in unmittelbarer Gefahr befunden haben.
Zur gleichen Zeit wurden am anderen Ende des Schweinestalls die Tiere in den Innenhof gelotst und ausgebracht. Aufgrund der ruhigen und besonnenen Vorgangsweise der Feuerwehrmitglieder wurden die Tiere „stressfrei“ ins Freie gebracht. Auch die Drehleiter wurde mit der Vornahme eines Löschangriffs mittels Monitor an der Ostseite der Liegenschaft beauftragt um eine Brandausbreitung in Richtung Südosten zu verhindern.
Die nachfolgend eingetroffenen Feuerwehren wurden wie folgt eingesetzt:
FF Pachfurth – Unterstützung der FF Bruck an der Leitha bei den Löscharbeiten zwischen den im Brand stehenden Hallen
FF Höflein – Unterstützung der FF Wilfleinsdorf bei den Löscharbeiten und Rettungsarbeiten
FF Göttlesbrunn – Löschangriff über die Westseite des Gehöftes in Richtung Osten zwischen den in Brand stehenden Hallen
Bereits um 17.50 Uhr konnte vom Einsatzleiter „Brand unter Kontrolle“ gemeldet werden, was jedoch noch lange kein Einsatzende voraussehen lies.
Gemeinsam mit dem betroffenen Landwirt wurde das Ausbringen des Brandgutes entschieden. Mit dem Firmeninhaber der Entsorgungsfirma Herbert Palmetzhofer wurde der Auslagerungsplatz festgelegt sodass unverzüglich mit den Ausräumungsarbeiten begonnen und den weiterführenden Löscharbeiten fortgesetzt werden konnte.
Bevor das brennende Stroh (ca. 9000 Strohballen !) mit einem Langarmgreifer, mit zwei Muldenfahrzeugen und insgesamt drei Radladern aus den Hallen auf das nächstgelegene Sojafeld ausgebracht wurde, wurde dies insgesamt an drei Stellen mit Wasser beaufschlagt bzw. gelöscht.
Während der Nachtstunden wurden alle Feuerwehrmitglieder die am nächsten Tag ihrer Arbeit nachgehen müssen nach Hause entlassen, die Feuerwehr Göttlesbrunn organisierte eine Ablöse mit der Nachbarfeuerwehr Arbesthal.
Ohne längere Arbeitsunterbrechung wurde bis um 08.15 Uhr das Material verladen, mit den Lkw verbracht und mit dem Radlader aufgeschoben, sodass die Firma Palemtzhofer GmbH um 08.30 mit gereinigtem und sauberen schweren Gerät wieder einrücken konnte.
Nach ersten Nachlöscharbeiten und dem Versorgen der Geräte an der Einsatzstelle wurde um 11.10 Uhr vom EL „Brand aus“ gemeldet. Aufgrund der Rauchentwicklung am Lagerplatz des ausgebrachten Brandgutes wurden alle zwei Stunden Kontrollfahrten angeordnet.
Offizielles Einsatzende (nach Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft): 27. Juli 2010 - 14.30 Uhr
Eingesetzte Kräfte:
FF Bruck an der Leitha: RLFA 2000, DLK 30, VF, zwei KDOF, ALF – 16 Mitglieder
FF Wilfleinsdorf: TLF-A 3000, KLF-W, KDOF – 15 Mitglieder
FF Höflein: KLF, TMF 4000, KDO – 18 Mitglieder
FF Pachfurth: TLF 1000, KLF – 12 Mitglieder
FF Göttlesbrunn: RLFA 2000, KLF, KDOF – 18 Mitglieder
FF Arbesthal: TLFA 2000, KDOF – sieben Mitglieder
RK Bruck an der Leitha: RTW, NA (Dr. Schenzel), vier Sanitäter
Stadtgemeinde Bruck an der Leitha: Bürgermeister Richard Hemmer, StR Siegfried Steurer-Thimm, Thomas Schmied
Polizei Bruck an der Leitha: Drei Streifenwagen, sechs Beamte inkl. zwei Beamte der Kriminalpolizei
Am 28. Juli 2010 um 09.30 Uhr wurde von HBI Claus Wimmer erneut festgestellt, dass sich das ausgebrachte Stroh aufgrund des stark herrschenden Westwindes neuerlich entzündet hat und einen Brandeinsatz erforderlich machten.
Die ersten und hoffentlich auch letzten Nachlöscharbeiten wurden mit sieben Feuerwehrmitgliedern, einem RLFA 2000, einem KDOF mit TSA in rund fünf Stunden bewältigt.
Einsatzleiter dankt den Einsatzkräften
Als Einsatzleiter möchte ich mich bei allen eingesetzten Kräften bedanken die durch das rasche und effektive Eingreifen, vor allem durch die sehr gute Zusammenarbeit untereinander aber auch durch die hervorragende Ausrüstung und Ausbildung sowie durch den unermüdlichen Einsatz ein Schadensereignis größeren Ausmaßes verhindern konnten.
Ein großer Dank auch den Disponenten in der Landeswarnzentrale Nö die durch ihr perfektes Agieren den Einsatz auch aus großer Entfernung wesentlich unterstützen und daher immer wieder sehr viel zu einem erfolgreichen Einsatz beitragen.
FF Bruck an der Leitha
Erstbericht auf Fireworld.at
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Quelle: HBI Claus Wimmer, FF Bruck an der Leitha
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