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Russland: Wald- und Torfbrände wüten weiter -> Ausnahmezustand in 14 Regionen
Geschrieben am: 2010-07-31 21:28:37  [Drucken]
Russland: Wegen der verheerenden Wald- und Torfbrände in Russland haben die Behörden am 31. Juli 2010 in 14 Regionen des Landes den Ausnahmezustand verhängt. Die Anzahl der im Einsatz befindlichen Feuerwehrleute beläuft sich derzeit auf eine knappe viertel Million.

Wegen der verheerenden Wald- und Torfbrände in Russland haben die Behörden in 14 Regionen des Landes den Ausnahmezustand verhängt. Das berichtete der Radiosender Echo Moskwy am Samstag, 31. Juli 2010. Tausende Einsatzkräfte kämpften weiter landesweit gegen mehr als 60 Großbrände. Hinzu kämen Hunderte kleinere Brandherde, teilte das Zivilschutzministerium auf seiner Internetseite mit.

Helfer brachten in den besonders betroffenen Gebieten in Zentralrussland Dutzende Kinder in Sicherheit. Weil bereits ganze Dörfer in Flammen aufgegangen sind, haben Tausende Menschen ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Die Zahl der Toten bei den Bränden stieg auf 28 Menschen. Hunderte weitere wurden verletzt. Weitere Menschen waren zuvor bei schweren Unwettern gestorben.

Auch im Umland der Hauptstadt Moskau, in der mehr als zehn Millionen Menschen leben, wüteten noch etwa 20 Wald- und Torfbrände. In vielen Regionen Russlands herrschen seit Wochen Temperaturen um die 35 Grad. Wegen der Jahrhunderthitze hat eine extreme Dürre weite Teile des Landes fest im Griff. Wetterforscher erwarten keine Entspannung in den kommenden Tagen.

Weil viele Häuser in der russischen Provinz aus Holz sind, fangen sie besonders schnell Feuer. Besonders schlimm sind die Verwüstungen in der Region Nischni Nowgorod, etwa 400 Kilometer östlich von Moskau. Außerdem wurden Zehntausende Hektar Wald vernichtet.

Der Zivilschutz setzte Hubschrauber und Flugzeuge sowie Raupen und Züge mit großen Wassertanks gegen die Feuerwalze ein. "Die Lage ist tatsächlich sehr ernst", hatte Präsident Dmitri Medwedew am Freitag gesagt. Er ordnete den Einsatz von mehr als 2000 Soldaten mit schwerer Technik zur Brandbekämpfung an.

Die russische Führung hat den regionalen Behörden vorgeworfen, nicht genügend gegen die sich abzeichnende Katastrophe getan zu haben. Regierungschef Wladimir Putin hatte bei einem Besuch am Freitag in Nischni Nowgorod harte Konsequenzen für Schlampereien bei Behörden angekündigt. Die Provinzverwaltungen wiederum machten den unachtsamen Umgang vieler Bürger mit Feuer dafür verantwortlich, dass immer neue Brände entstanden.

Kölnische Rundschau


BERICHT DER KLEINEN ZEITUNG:
Die russischen Behörden versuchen mit einem Großaufgebot an Helfern die verheerenden Waldbrände im europäischen Teil des Landes in den Griff zu bekommen. Im Kampf gegen das Feuer sind fast 240.000 Feuerwehrleute im Einsatz, berichtete das Katastrophenschutzministerium. Präsident Medwedew sprach von einer Naturkatastrophe.

238.000 Feuerwehrleute, 25.000 Fahrzeuge und 226 Flugzeuge und Hubschrauber kämpfen den Angaben des Katastrophenschutzes zufolge gegen Hunderte Feuer, die wegen der seit Wochen anhaltende Gluthitze in vierzehn Regionen im Westen Russlands ausgebrochen sind. Die Situation sei trotz der ungünstigen Wetterbedingungen durch den Großeinsatz "unter Kontrolle" gebracht worden, teilte das Ministerium mit.

Unterstützt werden die Feuerwehrleute von mehr als 2.000 Soldaten, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur ITAR-TASS sagte. Nach Angaben des Katastrophenschutzes tobten am Samstag noch immer 400 Feuer, eine Fläche von mehr als 120.000 Hektar stand in Flammen. 387 Brände hätten am Vortag gelöscht werden können.

Staatschef Medwedew sprach von einer Naturkatastrophe. Bereits am Vortag hatte er das Verteidigungsministerium angewiesen, Mittel und Personal für die Brandbekämpfung zur Verfügung zu stellen. In der Region Nischni-Nowgorod wurden am Samstag in einem ausgebrannten Haus drei weitere Leichen gefunden. Der Nachrichtenagentur Interfax zufolge starben durch die Brände bisher 31 Menschen, darunter drei Feuerwehrmänner.

Den europäischen Teil Russlands plagt seit Anfang Juli eine beispiellose Hitzewelle. In Moskau war es am Donnerstag mit 38,2 Grad so heiß wie noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 160 Jahren. Für die kommenden Tage sagen Meteorologen für die Region Temperaturen von bis zu 40 Grad voraus.

Kleine Zeitung
Quelle: Internet

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