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Oö: Atemschutzausbildung 2.0 im Raum Altheim
Geschrieben am: 2015-01-04 17:12:23  [Drucken]
Altheim (Oö): Dass die Atemschutzausbildung ein Kernstück in unseren Feuerwehren ist, ist wohl unumstritten. Die Zeiten wo man dieser, mit einem kurzen Testtragen und danach einer Untersuchung genüge getan hat, sind zum Glück vorbei.

Viele Feuerwehren investieren unzählige Stunden jedes Jahr, um 1-2 Mitglieder so gut wie möglich in das Themengebiet einzuführen.

Da dies zu einer extrem hohen Mehrbelastung führt und die meisten Funktionsträger ohnedies bereits mit einem vollen Feuerwehrkalender zu kämpfen haben, gab es seit Jahren Bestrebungen, diese Ausbildung im Abschnitt zu zentralisieren. Doch auch auf dieser Ebene (aufgrund der hohen Auslastungen) war es nicht möglich das Thema umzusetzen. Daher hat sich die Feuerwehr Altheim, unter der Leitung von AS-Ausbilder Hauptbrandmeister (HBM) Christoph Hager, das Ziel gesetzt dieses Projekt im Jahr 2014 selbständig, gemeinsam mit einigen anderen Feuerwehren, in die Hand zu nehmen.


Das war zwar mit einem erheblichen Mehraufwand verbunden, jedoch sollten spätestens 2015 die ersten Früchte geerntet werden können. Dann wurden bereits alle Ausbildungen und Abstimmungen im Vorjahr getestet und müssen lediglich wiederholt werden.

Zu Beginn wurden einige umliegende Feuerwehren eingeladen. Dabei wurde erfasst wer Interesse an der Teilnahme hätte beziehungsweise das Projekt generell vorgestellt.
Auf Grund des regen Interesses, haben sich die Feuerwehren Altheim, Wiesner-Hager, St. Veit und Weng dazu entschlossen, bis zum Sommer das Vorhaben zu realisieren. In unzähligen Stunden wurden die Ausbildungsthemen zerpflückt und auf die einzelnen Wehren aufgeteilt. Durch den modulartigen Aufbau konnte auch die Zielgruppe erweitert werden. Es sollte auch für bereits langjährige Atemschutzträger reizvoll und interessant sein daran teilzunehmen. „Da jeder Schulungs-Samstag mit einem Praxisteil verbunden ist, eignen sich die Module auch hervorragend dazu das nötige Übungs-/Schulungsziel pro Jahr zu erreichen.“, so HBM Hager.


Als das Projekt die Startphase überwunden hatte, wuchs auch das Interesse des Abschnitts-Feuerwehrkommandos. Unter der Führung von Abschnitts-Feuerwehrkommandant Brandrat Karl Ertl brachte man sich konstruktiv ein. Das Interesse ging dann soweit, dass überlegt wurde, das Projekt flächendeckend im Abschnitt zu übernehmen.

Einer der großen Vorteile des Projektes ist, dass die Atemschutzausbildung in zahlreichen Themengebieten viel aktueller behandelt werden kann, als dies im Ausbildungssystem auf Landesebene möglich ist. Der Grund dafür könnte sein, dass man keinen Schulungsunterlagen und Zertifizierungen unterliegt und viel schneller auf aktuelle und sinnvolle Änderungen eingehen kann.


Themen wie Krabben-Gang, Verwendung von Bandschlingen, Löschtechnik, Wärmebildkamera, Notfallmanagement, Anleitern, Suchtechniken, Gefährliche Stoffe (inkl. der Schutzstufen), Atemschutzsammelplatz und deren Zusammenspiel quer durch die einzelnen Themengebiete, wurden den Teilnehmern in Theorie und Praxiseinheiten an 5 Nachmittagen vermittelt.


Abschluss fand die Ausbildung im Brandcontainer der Feuerwehr Burghausen (D). Beziehungsweise mit dem gemeinsamen Ablegen des Atemschutz-Leistungsabzeichens. Die Ausbildung sollte jedoch nicht als Ersatz, sondern vielmehr als Ergänzung zum Kurs der Landes-Feuerwehrschule gesehen werden. So kommen die Träger bereits gut ausgebildet nach Linz und können dort die Erfahrungen, wie zum Beispiel im Brandhaus, viel zielgerichteter und auch selbstbewusster aufnehmen.


Ein weiterer positiver Nebeneffekt des Projektes ist, dass sich die Feuerwehren noch besser kennenlernen und durch eine einheitliche Arbeitsweise die Schaffung eines gleichwertigen Levels sichergestellt wird.
Als Projektleiter möchte ich mich bei allen Ausbildern der einzelnen Feuerwehren bedanken. Aber auch bei den unzähligen Kameraden an der Feuerwehrschule (Ausbildern und Kursteilnehmer) mit denen ich immer wieder Themen diskutieren konnte um somit neue Perspektiven und Wissen zu gewinnen.

Freiw. Feuerwehr Altheim

Quelle: Paul Kobencic

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