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1. November 2021 11:48
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Waldbrand in Österreich → EU setzt Soforthilfe über das Katastrophenschutzverfahren ein

ÖSTERREICH: Österreich hat am 29. Oktober 2021 das EU-Katastrophenschutzverfahren (UCPM) aktiviert und um Unterstützung bei der Bekämpfung des Waldbrandes gebeten, der in der Region Hirschwang in Niederösterreich ausgebrochen war. Das Koordinierungszentrum für Notfallmaßnahmen der EU mobilisierte 2 Canadair CL-415-Löschflugzeuge mit Sitz in Italien. Die Flugzeuge, Teil der rescEU-Übergangsflotte der EU, sind bereits in Österreich im Einsatz.

Darüber hinaus haben Deutschland und die Slowakei über die UCPM Löschhubschrauber angeboten. Beide Angebote wurden angenommen und die Bereitstellung steht noch aus. Der Copernicus-Dienst wurde auch zur Unterstützung der Brandbekämpfung in Österreich aktiviert. Die Mapping-Produkte sind hier

verfügbar.

Der für Krisenmanagement zuständige EU-Kommissar Janez Lenarčič begrüßte den raschen Einsatz von rescEU-Mitteln und erklärte: “Mit ihrer raschen Reaktion auf das österreichische Hilfeersuchen zeigt die EU erneut ihre uneingeschränkte Solidarität bei der Bewältigung der zerstörerischen Waldbrände. Der Support ist auf dem Weg. Ich bin den Mitgliedstaaten dankbar, die bereits Die Mittel zur Brandbekämpfung mobilisiert oder angeboten haben. Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen, bei den Feuerwehrleuten und anderen Ersthelfern. Wir sind bereit, weitere Hilfe zu leisten.”

Hintergrund

Das EU-Katastrophenschutzverfahren stärkt die Zusammenarbeit zwischen und zwischen den Mitgliedstaaten und den teilnehmenden Staaten im Bereich des Katastrophenschutzes, um die Prävention, Vorsorge und Reaktion auf Katastrophen zu verbessern. Über den Mechanismus spielt die Europäische Kommission eine Schlüsselrolle bei der Koordinierung der Reaktion auf Katastrophen in Europa und darüber hinaus.

Wenn das Ausmaß eines Notfalls die Reaktionsfähigkeiten eines Landes überfordert, kann es über den Mechanismus UmHilfe anfordern. Nach seiner Aktivierung koordiniert der Mechanismus die von seinen Teilnehmerstaaten durch spontane Angebote bereitgestellte Hilfe.

Darüber hinaus hat die EU den Europäischen Katastrophenschutzpool geschaffen, um über eine kritische Anzahl leicht verfügbarer Katastrophenschutzkapazitäten zu verfügen, die eine stärkere und kohärentere kollektive Reaktion ermöglichen.

Sollte der Notfall zusätzliche, lebensrettende Hilfe erfordern, kann die rescEU-Reserve als letztes Mittel aktiviert werden.

Bisher nehmen alle EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Norwegen, Serbien, Nordmazedonien, Montenegro und die Türkei am Mechanismus teil. Seit seiner Einführung im Jahr 2001 hat das EU-Katastrophenschutzverfahren auf über 500 Ersuchen um Unterstützung innerhalb und außerhalb der EU geantwortet. Darüber hat der Europäische Katastropenschutz am 30. Oktober 2021 berichtet.