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Feuerwehr in OÖ
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Feuerwehr in OÖ - Technischer Stand

Fireworld - Das Feuerwehrsystem in OÖ
Technischer Stand der Feuerwehren

Eine Seminararbeit von Wolfagng Denk, Freiwillige Feuerwehr Thalham bei Wels, OÖ

6. Technischer Stand
Nachfolgend soll hier der bis heute erreichte technische Standard von diversen Ausrüstungsgegenständen erörtert werden, um zu demonstrieren, dass die landläufige Meinung, Feuerwehrmann könne jeder werden, der einen Schlauch halten kann und schon des öfteren seinen Durst gelöscht hat heutzutage wohl kaum mehr zutreffen kann. Zur erfolgreichen Bedienung dieser, teilweise hochtechnisierten und kostenintensiven (s.u.), Gerätschaften, hat eine fundierte Ausbildung und Einschulung am Gerät zu erfolgen. Die anfallenden Kosten für derartige Anschaffungen entnehmen Sie bitte dem Kapitel 7. Kosten bzw. der tabellarischen Auflistung im Kapitel 11. Anhang, Unterkapitel 1

6.1. Feuerwehrfahrzeuge
Wie bereits aus oben gemachten Ausführungen ersichtlich, haben sich auch die Anschaffungskosten im Bereich der Feuerwehrfahrzeuge in den letzten Jahren verständlicherweise geändert. Durch den Einsatz immer leistungsfähigerer Fahrgestelle und die Ablöse des Kastenwagenaufbaues durch sogenannte Kofferaufbauten wurden diese Fahrzeuge zwar immer leistungsfähiger, aber natürlich auch immer kostspieliger.

Als man Mitte der 80er Jahre die Fahrzeuge in diesem neuen Konzept präsentierte, fehlte den Entscheidungsträgern offenbar der dazugehörige Weitblick: Anschaffungskosten von mehr als 2 Millionen Schilling waren somit an der Tagesordnung, da man es seitens des Landesfeuerwehrverbandes versäumt hatte, die Zwischenstufen zwischen den vorhandenen Kleinfahrzeugen und den neu ins Leben gerufenen Großfahrzeugen weiterzuführen.
Erst als man 1992 einen finanziellen Engpass auf sich zukommen sah, entschloss man sich, auch (wieder) Fahrzeuge mittlerer Größe wieder zu stützen und an die Feuerwehren auszuliefern, da viele Feuerwehren mit derartig vollgepackten Fahrzeugen nicht zu Rande kamen und, weniger von der Handhabung als viel mehr vom einsatztechnischen Standpunkt, schlichtweg überfordert waren, da eine Notwendigkeit eines solchen Fahrzeugen (in den meisten Fällen) nie bestanden hatte.
Noch preisintensiver gestaltet sich zur Zeit die Anschaffung eines Tanklöschfahrzeuges, da hier schlichtweg gar nur eine Variante zur Auswahl steht. Für ein derartiges Fahrzeug mit einem Fassungsvermögen von 2.000 Liter Wasser sollte man genügend Kleingeld verfügen, da 3,5 Millionen Schillingen wohl die untere Grenze der Beschaffungskosten darstellen.
Die Möglichkeit, ein Tanklöschfahrzeug mit 4.000 Litern Tankvolumen subventioniert zu bekommen, ist eher im Bereich von Ausnahmen anzusiedeln und bedarf heutzutage wirklich stichhaltiger Argumente von seiten der Feuerwehr sowie der Gemeinde - oder die Einreihung in die Pflichtbereichsklasse 5. Leider hat man auch hier verabsäumt, die billigeren und mancherorts genauso die Anforderungen erfüllenden Trupp-Model weiterzuführen und so das Budget zu entlasten.

Tanklöschfahrzeug Trupp: In diesen Fahrzeugen besteht die Besatzung aus drei Mann (Löschtrupp) und führt zur Bekämpfung von Bränden in angemessener Weise Schlauchmaterial und ähnliches mit. Hingegen verfügt ein herkömmliches Tanklöschfahrzeug über eine vollständige Tanklöschgruppe (sieben Nimm) und transportiert auch dementsprechend mehr Gerätschaften mit sich. Vor allem Feuerwehren, für welche auf Grund ihrer umfangreichen Tätigkeiten oben genannte Standardfahrzeuge nicht ausreichen um Schadensereignisse innerhalb (bei Anforderung auch außerhalb) ihres Pflichtbereiches schnell und vor allem effizient bekämpfen zu können, wird nach wie vor die kalte Schulter gezeigt.

Besonders eklatant ging (und geht) die Fahrzeugpolitik des oberösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes im Bereich der Rüstfahrzeuge auch heute noch gründlich an Grundbedürfnissen einzelner Feuerwehren vorbei. Zu bemerken ist hier, dass in Oberösterreich von Haus aus nur zwei derartige Fahrzeuge gefördert werden: einerseits sind dies, vor allem in Stützpunkten zum Einsatz kommende, schwere Rüstfahrzeuge (SRF), wie andererseits Maßfahrzeuge, die einzig der Baurichtlinie für Kleinrüstfahrzeuge (KRF) entsprechen müssen. Nur die wenigsten Feuerwehren bzw. Gemeinden sind in der Lage bzw. gewillt, ein derartiges Fahrzeug selbst zu finanzieren.

6.2. Persönliche Schutzausrüstung

6.2.1. Schutzbekleidung
Ende der 70er Jahre konnte man die Einführung der schwer entflammbaren Bekleidung bestaunen und den Fortschritt in dieser Weise beinahe nicht fassen. Zurecht schwärmten Oberösterreichs Feuerwehrmänner für dieses Gewebe. Auch die Einführung von Schutzjacken war landesweit von Begeisterung getragen, hatte man sich doch beinahe Jahrzehnte lang mit den steifen und schweren Regenjacken herumgeschlagen. Auch eine Weiterentwicklung des Feuerwehrhelmes, dessen Grundkonzept noch aus Wehrmachtszeiten herrührte, der nun in PVC-gehärteter Form vorlag und den ungleich schwereren Metallhelm ablöste, markierte den Anfang dieser für die Entwicklung der Ausrüstung fetten Jahre.

Durch die Weiterentwicklung und das Erfinden neuer Gewebearten konnte man bereits vor wenigen Jahren eine den Feuerwehren neue Generation von Einsatzbekleidung präsentieren. Der letzte Schrei der Bekleidungstechnologie sind sicherlich die aus atmungsaktiven, jedoch wasserabweisenden Textilmaterialien hergestellten (Regen)Schutzjacken, die nicht nur in puncto Tragekomfort, sondern auch in Belangen visueller Sicherheit durch leuchtende Farben und geschickt angebrachte Reflektorstreifen einen neuen Standard darstellen. Doch nicht nur im Schutz- und Handhabungskomfort werden hier neue Maßstäbe gesetzt. Auch bei den Einsatzanzügen konnte eine deutliche Verbesserung im Tragekomfort erreicht werden. Diese Anzüge bieten nun durch das Anbringen von reflektierenden Geweben verbesserten visuellen Schutz. Obwohl man die Flammbeständigkeit weiter steigern konnte, musste wider Erwarten der Tragekomfort nicht unter dieser Weiterentwicklung leiden.

6.2.2. Feuerwehrhelm
Bereits Mitte der 80er Jahre erkannte man, dass der vorhandene Feuerwehrhelm nicht mehr den Anforderungen unserer Zeit entsprach und begann sich nach etwaigen Ersatzprodukten umzusehen. Zwar waren bereits weltweit erprobte und ausgereifte Produkte auf dem Markt, jedoch entschloss man sich, eine oberösterreichische Firma mit der Neuentwicklung eines adäquaten Produktes zu beauftragen. Heute ist dieser Helm in sehr vielen Feuerwehren bereits Standard.

Da aber weitere renommierte Firmen in letzter Zeit auch die Entwicklung eigener Feuerwehrhelme abgeschlossen haben und diese nun auf den Markt bringen (und bereits gebracht haben), Macht sich eine gewisse Verunsicherung unter den Feuerwehren breit. Daraus lässt sich folgern, dass man auf objektive Erfahrungen mit den zur Auswahl stehenden Produkten wert legt und nicht voreilig irgendein Produkt beschafft.

6.3. Sonstige Ausrüstungsgegenstände
Weitere Ausrüstungsgegenstände, die aus dem alltäglichen Einsatz nicht mehr wegzudenken sind und längst zur Standardausrüstung gehören (sollten), schlagen sich allerdings nicht weniger heftig in den Finanzen der Feuerwehren nieder.

6.3.1. Atemschutzgeräte
Unumgänglich bei der Bekämpfung von Bränden in geschlossenen Räumen sind umluftunabhängige Atemschutzgeräte. Diese ermöglichen dem Träger eines Atemschutzgerätes durch das Mitführen von 1.600 bzw. 1.800 Litern Atemluft (differiert aufgrund von verschiedenen Gerätetypen), sich rund 25 Minuten unabhängig von der Qualität der Umluft zu bewegen. Wesentlich weniger kostenintensiv, da auf das Mitführen der komprimierten Atemluft verzichtet werden kann, sind sicherlich umluftabhängige Atemschutzgeräte. Hierbei wird die eingeatmete Luft vor der Inkorporation über die Atemwege durch einen auf die Atemschutzmaske aufgeschraubten Filter von möglichen Schadstoffen gereinigt.

6.3.2. Hydraulischer Rettungssatz
Selbstüberschätzung, Ermüdung, überhöhte Geschwindigkeit und ähnliches waren und sind meistens die Ursachen für schwere Verkehrsunfälle, bei denen immer öfter Personen zu Schaden kommen. Hatte man früher die Fahrzeuginsassen nur mit brachialer Gewalt, einigen technischen Hilfsmitteln wie Trennschleifern und Improvisationstalent auf sehr unsanfte weise aus ihren Kraftfahrzeugen bergen können, so stehen heutzutage in Oberösterreich flächendeckend hydraulische Rettungsgeräte bereit. Mit diese Gerätschaften, die einem Arbeitsdruck von mehr als 600 bar aufweisen, ist man heute - richtige Handhabung vorausgesetzt - in der Lage, Personen schnell und effizient aus ihren Wracks zu bergen.

6.3.3. Funkgeräte
Kommunikationsmittel, auf die Feuerwehren im Anlassfall angewiesen sind, um nachfolgende Einsatzkräften einzuweisen, Lagemeldungen an Funkleitstellen zu geben, weitere Einsatzkräfte oder Spezialkräfte anzufordern, sind zwar heute bereits in den meisten Feuerwehrfahrzeugen vorhanden, jedoch werden im Einsatz immer öfter tragbare Funkgeräte benötigt. Vor allem für Einsatzleiter bei größeren Ereignissen, Atemschutztrupps bei Innenangriffen und ähnlichem stellen Handfunkgeräte eine immense Erleichterung dar.

6.3.4. Handscheinwerfer
Da Halogenleuchten in den letzten Jahren weltweit aufgrund ihrer gebündelten Lichtabgabe vermehrt zum Einsatz gekommen sind und auch in unserer Wohnumgebung immer öfter anzutreffen sind, war es nur eine Frage der Zeit, bis man diese auch in Scheinwerfern der Feuerwehr finden konnte.
Aufgrund der Tatsache, dass Feuerwehren ihren Dienst an der Gemeinschaft auch dann versehen, wenn der Großteil der Bevölkerung sich von den Strapazen des Arbeitstages des nachts erholt, ist eine gute Ausleuchtung der Einsatzstelle unumgänglich. Vor allem im Inneren von Gebäuden und abseits von beleuchteten Verkehrsflächen ist gute Sicht für den Einsatzerfolg sicherlich entscheidend.

6.3.5. Druckschläuche
Im Gegensatz zu den Schläuchen, durch welche zu Beginn unseres Jahrhunderts Löschwasser gepumpt worden ist, und die aus Hanf gefertigt waren, zeigen die heute in Verwendung stehenden Schläuche wie rasant sich die Technik des Schlauchwebens entwickelt hat. Waren Hanfschläuche auf Grund des Materials entsprechend schwer und steif, was das Rollen und die Lagerung stark beeinträchtigte, so werden diese heute ausschließlich aus Polyfasern gewebt. Enorme Gewichtsersparnisse, kaum messbar Dehnung bei höchster Beanspruchung, hohe Flexibilität sowie minimaler Wartungs- und Pflegeaufwand sind die Leistungskennzeichen dieser heute in Verwendung stehenden Druckschläuche.

Prinzipiell werden Druckschläuche bei der Feuerwehr vor allem in folgenden Dimensionen verwendet:

  • A-Druckschläuche: Durchmesser 110 Millimeter, Länge 20 Meter
  • B-Druckschläuche: Durchmesser 75 Millimeter, Länge 20 Meter
  • C-Druckschläuche: Durchmesser 52 Millimeter, Länge 15 Meter
  • D-Druckschläuche: Durchmesser 42 Millimeter, Länge 15 Meter
  • Hochdruckschläuche: Durchmesser 38 Millimeter, Länge 15 Meter

6.3.6. Schutzanzüge
Bei den Anforderungen, die an die Feuerwehren gestellte werden, kommt man (und in Zukunft sicherlich vermehrt) immer öfter bei Einsätzen mit gefährlichen Gütern in Berührung. Um gegen allfällige aggressive Stoffe geschützt zu sein, entschließen sich immer mehr Feuerwehren, Schutzanzüge anzuschaffen, um ihre Mitglieder nicht vollkommen ungeschützt den möglichen Gefahren auszusetzen. Zu unterscheiden ist hier prinzipiell zwischen Vollschutzanzügen (Schutzstufe 3) und Teilschutzanzügen (Schutzstufe 2).
Bei Vollschutzanzügen ist der Feuerwehrmann vollständig in einem gasdichten Anzug untergebracht. Die Versorgung mit Atemluft muss hier mittels eines umluftunabhängigem Atemschutzgerät (s.o.) erfolgen, was für den Träger 8 immense physische und psychische Anstrengung bedeutet. Die Einsatzdauer unter einer derartigen Schutzschicht ist abhängig von der vorhandenen Menge an Atemluft und beträgt (derzeit) knappe 20 Minuten.
Im Gegensatz zu oben beschriebenen Anzügen sind bei Anzügen der Schutzstufe 2 die Anforderungen an den Träger nicht ganz so hoch anzusiedeln: Zwar bedecken auch diese Anzüge den gesamten Körper, jedoch kann hier zwischen umluftunabhängigem und umluftabhängigem Atemschutz (s.o.) gewählt werden. Zu beachten ist, dass sich bei der Verwendung von schwerem Atemschutz wiederum eine Beschränkung der Einsatzdauer ergibt, die bei der Verwendung von leichten Atemschutzgeräten lediglich durch die Ermüdung des Trägers beschränkt wird.

Vollschutzträger: Da an einen Vollschutzträger ungleich höhere Anforderungen als an einen normalen Feuerwehrmann gestellt werden, hat hier eine spezielle Ausbildung zu erfolgen. Vorraussetzung ist hier sicherlich geistige sowie körperliche Eignung. Der Träger sollte erfolgreicher Absolvent eines Atemschutzlehrganges sein sowie an den regelmäßigen Schulungen (die in Oberösterreich auf Ebene des Bezirkes durchgeführt werden) teilnehmen.

6.3.7. Tragkraftspritzen
Innovatives war auch im Bereich der Tragkraftspritzen in den letzten Jahrzehnten geleistet worden. Kleiner, kompakter, robuster, qualitativ hochwertiger und umweltfreundlicher zeigen sich 1993 die meisten Tragkraftspritzen namhafter Hersteller. Die Linzer Firma Rosenbauer ließ vor einigen Jahren aufhorchen, als sie ihre mittlerweile zum Standard avancierte Tragkraftspritze namens Fox der Öffentlichkeit präsentiert hatte, welches von einem BMW-4Takt Motor angetrieben wird und laut Hersteller einen Wirkungsgrad von mehr als 70% aufweist.


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