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Feuerwehr in OÖ
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Feuerwehr in OÖ - Zukunft

Fireworld - Das Feuerwehrsystem in OÖ
Zukunftsperspektiven

Eine Seminararbeit von Wolfagng Denk, Freiwillige Feuerwehr Thalham bei Wels, OÖ

8. Zukunftsperspektiven

8.1. Allgemeine Probleme
Das auf den Grundsteinen des letzten Jahrhunderts beruhende System der Feuerwehren in Oberösterreich, welches nun immerhin schon mehr als 120 Jahre alt ist, und den damaligen Anforderungen und jenen in den darauffolgenden Jahren sicherlich weitgehend entsprach, scheint unter aktuellen Gesichtspunkten sicherlich reformierungsbedürftig.

Ein Relikt; welches in die Zeit der fehlenden (noch nicht vorhandenen) Motorisierung zurückgeht, ist die Tatsache, dass für die 445 Gemeinden Oberösterreichs 941 Feuerwehren zur Verfügung stehen. Gerade in ländlichen Gemeinden sind ein halbes Dutzend (und mehr) Feuerwehren keine Seltenheit. Historisch betrachtet war diese Entwicklung zur damalige Zeit sicherlich der einzig richtige Weg, einen flächendeckenden Brandschutz für Oberösterreichs Bevölkerung zu schaffen.

Im Zeitalter der totalen Motorisierung, die auch im Bau von Feuerlöschgeräten Einzug gehalten hat, und dem explosionsartigen Ansteigen der Erhaltungs- und Anschaffungskosten für die Feuerwehr, scheint dieses System über kurz oder lang zusammenzubrechen. Da vom Landes-Feuerwehrverband Ankäufe von Ausrüstungsmaterial gefördert werden, und sich bei Fahrzeugankäufen die sogenannte Drittellösung (die anfallenden Kosten für eine Fahrzeugneubeschaffung wurden bisher immer von Landesfeuerwehrverband, Fond des Katastrophenhilfsdienstes und der Gemeinde zu gleichen Teilen beigesteuert), eingebürgert hat, ergeben sich bei diesen Dimensionen in denen sich das Land Oberösterreich bewegt, zwangsläufig Probleme mit der zukünftigen Finanzierung dieses Systems. Darüber hinaus muss aber noch mit den ihm zur Verfügung stehenden Geldmitteln, die sich aus der Feuerschutzsteuer rekrutieren, welche durch Versicherungen im Rahmen der Feuerversicherung eingehoben werden und zur Gänze an die Feuerwehren zurückfließt, der laufende Betrieb des Landesfeuerwehrkommandos sowie der Landesfeuerwehrschule abgedeckt werden, was die finanzielle Bewegungsfreiheit weiter einschränkt.

Meiner Meinung wird man sich seitens der Landespolitiker zu derartigen Sparmaßnahmen in diesem Bereich durchringen müssen, dahingehend lautend, dass von Seiten des Landes Oberösterreichs, eine Gemeinde nur mehr die Unterstützung für eine Feuerwehr bekommen wird, da Landespolitiker sicherlich versuchen werden, sich am Wählerpotential von 80.000 Stimmen schadlos zu halten und den Ball in dieser causa an die Gemeinden weiterspielen. Deshalb wird - meiner Meinung nach - in gar nicht allzu fernen Zukunft eine Beschränkung dieses Tatbestandes dahingehend erfolgen.

8.2. Ausbildung
Egal ob zu Verkehrsunfällen, Ölspuren, Zimmerbränden, Säureaustritten, Vermurungen, Brandmeldealarmen, Sturmschäden, Wasserrohrbrüchen, Menschenbergungen, Überschwemmungen, Suchaktionen oder Wasserversorgungen - es wird immer nach der Feuerwehr gerufen: Nun sind, aber nicht alle Einsatzanforderungen von jedermann zu erbringen. Im Einsatzdienst sind stets nur geschulte Kräfte mit Aufgaben zu betrauen, welche auch in der Lage sind, diese zu erfüllen. So bedarf es unzähliger Stunden Übung, sich mit umluftunabhängigen Atemschutz in vollkommen verrauchten und sich auch in verdunkelten Räumen zurechtzufinden bzw. sich mit solchen Situationen - soweit dies überhaupt möglich ist - vertraut zu machen oder umfangreicher Schulung an Gerätschaften wie dem hydraulischen Rettungsgerät, um im Ernstfall eine eingeklemmte Person aus einem Auto zu retten, ohne diese noch mehr zu verletzen.

Die beste Ausrüstung ist für eine Feuerwehr nutzlos, wenn ihre Mitglieder keine adäquate Ausbildung am betreffenden Gerät haben. Aus diesem Grund wurde bereits 1929 eine eigene Feuerwehrschule, übrigens die erste ihrer Art in Österreich, in Linz gegründet, um Oberösterreichs Feuerwehrmännern eine fundierte Ausbildung zu geben. Hielt man 1970 nur 46 Lehrgänge ab, die von 1.700 Feuerwehrmännern besucht worden waren, wurden 1992 von rund 8.000 Mann 165 Kurse besucht, aufgrund der zahlreichen Bewerbungen könnten dreimal so viele besetzt werden. Von Seiten des Landesverbandes ist man daher bestrebt, die Anzahl der Kurse zu erhöhen, bzw. vereinzelt Kurse in den Bezirken abzuhalten.

Allzu schnell stößt man jedoch auch hier an die Grenzen des Machbaren, denn bereits jetzt haben die Ausbilder an der Landesfeuerwehrschule einen vollen Terminplan. Anzumerken ist hier, dass die Grundlagen des Feuerwehrdienstes den Feuerwehrneulingen auf Grundlehrgängen beigebracht werden (sollten), welche unter Aufsicht des jeweiligen Bezirksfeuerwehrkommandanten stehen und somit nicht das übrige Ausbildungsprogramm des Landesfeuerwehrschule beeinflußt.

In der Regel dauert ein Lehrgang an der Feuerwehrschule drei oder fünf Tage, vereinzelt werden auch Lehrgänge, bei denen der Lehrinhalt nicht allzu umfangreich ist, in der Dauer von einem Tag abgehalten, die ein Feuerwehrmann normalerweise von seinem Urlaub abzweigen muss. In den seltensten Fällen bringen Firmen für die Anliegen der Feuerwehr soviel Verständnis auf, dass ihre Angestellte für diese Zeit vom Dienst freigestellt werden. Aufgrund dieser Situation ist man besonders von Seiten der Schulleitung bemüht, den Lehrgangsteilnehmem die Inhalte so zu vermitteln, dass diese ihr erworbenes Wissen in feuerwehrintemen Übungen später an ihre Kameraden weitergeben können. Selbstverständlich beinhalten alle Kurse praktische Ausbildungsteile und schließen - wie es sich für einen Schulbetrieb gehört - sowohl mit einer praktischen als auch theoretischen Prüfung.

8.3. Großereignisse
Ging man bis vor kurzem noch davon aus, dass jede einzelne Feuerwehr mit jedem Schadensereignis von kleinen und mittleren Ausmaßen zu Rande kommen sollte, zeigten die Sturmkatastrophe 1990 als auch die Hochwasserkatastrophe 1991, dass man in Zukunft Schadensereignissen von diesen Ausmaßen mittels anderer Weg zu Leibe rücken muss. Aufgrund dieser Erfahrungswerte wurde in der Landesfeuerwehrleitung beschlossen, zu diesem Zwecke Spezialzüge aus den Reihen der FuB-Züge zur Beseitigung von Ausnahmezuständen in den Bereichen Wasserdienst, Auspumparbeiten, Stromversorgung und Sturmschäden zu formen.

Einzelne Feuerwehren werden, wie schon (teilweise) bisher, jedoch in Zukunft verstärkt mit Sondergerätschaften auszurüsten sein. Vor allem bei Einsätzen, bei denen eine Unzahl von Feuerwehrmännern im Einsatz steht, ist darauf zu achten, dass nach den jeweiligen Erfordernissen für Ablösen zu sorgen ist. Natürlich darf in derartigen Fällen der Brandschutz innerhalb der eigenen Gemeinde nicht zu kurz kommen, d.h. Etwaig zur Verfügung stehende Einsatzkräfte haben unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten zur Hilfeleistung herangezogen zu werden, andere im Pflichtbereich zu verbleiben. Vor allem Gerät und personalstarke Feuerwehren werden in Zukunft mehr, auch über den Pflichtbereich hinaus, Aufgaben zu erfüllen haben als bisher.


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