Nö: Feuerwehr Achau übernimmt neues LFA-W aus dem Hause Rosenbauer
Geschrieben am: 2013-04-15 20:25:23

Achau (Nö): Nach rund zweijähriger Planung war es am 11. April 2013 soweit: Die Freiwillige Feuerwehr Achau (Bezirk Mödling, Niederösterreich) konnte das neue LFA-W aus dem Hause Rosenbauer in Leonding übernehmen und in seine neue Heimat überstellen.

Ein Löschfahrzeug –ebenso von Rosenbauer, auf Mercedes 711 D aufgebaut,- war es, das seit den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wertvolle Dienste für die Sicherheit der Achauer Bevölkerung leistete. Nicht nur oftmaliger Einsatz, auch der Zahn der Zeit nagte mittlerweile an diesem Fahrzeug. Trotz des hervorragenden Einsatzes des Teams rund um Fahrmeister Manfred Giwiser war dann doch bald klar, dass nur ein technisch einwandfreies, neues, Fahrzeug auch die künftigen Aufgaben einer modernen Feuerwehr zur vollsten Zufriedenheit erfüllen kann. Nach einer EU-weiten Ausschreibung für die Beschaffung eines Nachfolgefahrzeuges kam die Firma Rosenbauer aus Oberösterreich als Bestbieter zu Tage. Neben der technisch hochwertigen Ausrüstung durften sich die Achauer Kameraden somit –wenn man ehrlich ist- auch auf einen „optischen Leckerbissen“ freuen.



Als Grundgerüst für die neue „Macht“ kommt ein Fahrgestell von MAN zum Einsatz, genauer gesagt ein MAN TGM 13.290 BL 4x4 mit 213 kW Motorleistung und einem Gesamtgewicht von 12 Tonnen. Neben den guten Erfahrungen, die bereits mit dem MAN Fahrgestell am vorhandenen RLFA 2000 gemacht wurden, war die örtliche Nachbarschaft zur Servicestelle von MAN ausschlaggebend. Die klassische Fahrt zum „Pickerl“ ins zwei Kilometer entferne Leopoldsdorf kann in aller Kürze erfolgen, ohne ehrenamtliche Kräfte unnötig für längere Zeit zu binden. Werkstättenaufenthalte zwecks Reparaturen sind anhand der bisher gesammelten Erfahrungen mit dem RLFA 2000 allerdings ohnehin eine seltene Ausnahme.

Zur Unterstützung der Kraftfahrer im Alltagsbetrieb wurde auf ein Automatikgetriebe des Typs MAN TipMatic ZF12AS1210OD zurückgegriffen.



Optisch besticht das neue Fahrzeug durch LED Technologie bei der Kennung als Einsatzfahrzeug („Blaulicht“) und die vollständig verglaste Türe zum Mannschaftsraum mit elektrischen Fensterhebern und einer Drehtreppe, die den Einstieg in den Raum zur Kabine mit drei Pressluftatmern (300 bar, Composite) ermöglicht. Neben der Standardausrüstung für ein LFA-W sind eine Lkw-Rettungsplattform, Schere/Spreizer Kombigerät der Marke Weber, eine Wärmebildkamera und eine Schadstoffgrundausrüstung verlastet. Im Hinblick auf das stetige Wachstum des Einsatzortes, unter anderem die Zentrale einer Spedition, zwei Bundesstraßen und teilweise Einsätze auf der benachbarten Autobahn A3, erweist sich das neue Fahrzeug samt seiner Ausrüstung als optimale Ergänzung.



Als Löschanlage dient eine Einbau-Normaldruckpumpe N10 mit einer Löschleistung von 1000 Liter pro Minute, bei 10bar. Die Schnellangriffseinrichtung besteht aus einem Formtex-Schlauch mit 25mm Durchmesser und einer Länge von 60 Metern. Weiters verfügt das Fahrzeug über eine Tragkraftspritze TS Fox III, welche im Heck hydraulisch absenkbar ist. Die mitgeführten 500 Liter Wasser schaffen eine rasche Angriffsmöglichkeit im Brandfall.



Der verbaute Einbaugenerator liefert eine Leistung von 30 kVA, wobei der Antrieb hydraulisch erfolgt mit einer Motor-Start/Stopp Schaltung am Schaltschrank. Der eingebaute Lichtmast ist +/- 180 Grad drehbar und mit sechs 42W LED Hochleistungsscheinwerfern ausgestattet. Als Steuerungssystem kommt das Logic Control System (LCS 2.0) auf CAN Bus Technologie zum Einsatz, unter anderem für Rundumkennleuchten, Horn, Frontblitzleuchten, Umfeldbeleuchtung, Fremdstarten, Fahrgestelltankanzeige, Pumpe, usw. Zur Absicherung von Einsatzstellen auf Verkehrswegen ist eine Verkehrsleiteinrichtung verbaut und sämtliche Klappauftritte wie die Einstiegstreppe mit Warnleuchten versehen. Zur Erleichterung von schwierigen Fahrmanövern verfügt das neue Fahrzeug über eine Rückfahrkamera mit Bilddarstellung am Frontdisplay.

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