Nö: Mehrere mutmaßlich fingierte Notrufe im Raum St. Pölten → Einsatzkräfte erneut alarmiert
ST. PÖLTEN (NÖ): Seit mehreren Wochen kommt es im Raum St. Pölten zu wiederholten Notrufmeldungen, die sich nach bisherigen Erkenntnissen als vermutlich unbegründet herausstellen. Auch am Samstag, dem 7. Februar 2026, wurden Einsatzkräfte gegen 03:40 Uhr aufgrund eines gemeldeten Vorfalls alarmiert.
Laut Notrufangaben soll es an einer Adresse im Raum St. Pölten zu einem verdächtigen Geruch gekommen sein, zudem sei von mehreren verletzten Personen sowie einer bewusstlosen Person die Rede gewesen. Aufgrund dieser Schilderungen wurden vorsorglich mehrere Rettungsfahrzeuge, ein Notarztmittel, die Feuerwehren Unterradlberg und Oberradlberg sowie die Messdienst-Gruppe der Feuerwehr St. Pölten entsendet. Da ein mögliches Gasgebrechen zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde auch der Bereitschaftsdienst der EVN Gas verständigt. Ebenso stand die Polizei im Einsatz. Vor Ort konnten jedoch keine entsprechenden Feststellungen getroffen werden.
Nach derzeitigem Stand dürfte es sich erneut um einen mutmaßlich fingierten Notruf handeln. Angaben der Feuerwehr zufolge ist es bereits der fünfte Vorfall dieser Art in der Umgebung innerhalb weniger Wochen. Die bisherigen Alarmierungen betrafen unterschiedliche, teils schwerwiegende Einsatzszenarien, darunter gemeldete Brände, angeblich wahrgenommene Schussgeräusche sowie verdächtige Rauchentwicklungen. In einem Fall soll der Notruf möglicherweise aus dem Ausland abgesetzt worden sein.
Durch derartige Vorfälle entstehen erhebliche Kosten, zudem werden zahlreiche Einsatzkräfte gebunden, die für tatsächliche Notfälle benötigt würden. Besonders betroffen sind ehrenamtliche Mitglieder der Feuerwehren, die wiederholt auch in den Nachtstunden ausrücken und ihren regulären beruflichen Verpflichtungen nachgehen. Die zuständigen Behörden haben entsprechende Ermittlungen aufgenommen.
