D: Ausgedehnter Wohnungsbrand in Mehrfamilienhaus in Bochum
BOCHUM (DEUTSCHLAND): Am Mittwochnachmittag, 11. Februar 2026, kam es in Bochum Langendreer zu einem ausgedehnten Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus. Alle Hausbewohner blieben unverletzt und auch drei Haustiere konnten unversehrt gerettet werden. Die Nachlöscharbeiten gestalten sich weiterhin sehr aufwendig.
Um 17:14 Uhr erreichten mehrere Notrufe die Leitstelle der Feuerwehr Bochum. Die Anrufer meldeten eine Rauchentwicklung aus einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Wartburgstraße. Zudem wurde angegeben, dass sich möglicherweise eine bettlägerige Person im Gebäude befinde. Aufgrund dieser Meldung alarmierte die Leitstelle umgehend zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie mehrere Einheiten des Rettungsdienstes.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Lage: Aus einer Wohnung im zweiten Obergeschoss drang dichter schwarzer Rauch, und auf der Rückseite hatten bereits Flammen ein Fenster durchschlagen. Zum Glück hatten sich alle Bewohner des Hauses zu diesem Zeitpunkt bereits selbstständig in Sicherheit gebracht – auch die zunächst vermisste bettlägerige Person befand sich nicht mehr im Gebäude. Der Rettungsdienst sichtete und betreute neun Personen, die sich allesamt als unverletzt herausstellten.
Die Feuerwehr leitete unverzüglich einen umfassenden Löschangriff ein. Noch während des Aufbaus der Einsatzmaßnahmen, griff das Feuer auf die Dachkonstruktion über und wenig später stand der gesamte Dachstuhl des Hauses in Flammen. Die Brandbekämpfung erfolgte im Folgenden über einen Außenangriff mit Strahlrohr, über zwei Stahlrohre durch Atemschutztrupps im Innenangriff sowie über zwei Drehleitern. Nach rund 45 Minuten konnten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle bringen. Parallel zu den Löscharbeiten führten die Einsatzkräfte auch Tierrettungen durch: Aus einer Dachgeschosswohnung wurden zwei unverletzte Geckos in einer Transportkiste gerettet. Die Bewohner hatten zuvor bereits ihre Katze „Panjabi“ in Sicherheit bringen können.
Da sich im weiteren Verlauf immer wieder einzelne Brandnester im zweiten Obergeschoss sowie im Dachgeschoss entzündeten, gestalten sich die Nachlöscharbeiten äußerst zeitintensiv. Zwischenzeitlich war die Feuerwehr Bochum mit rund 60 Einsatzkräften vor Ort. Neben der Berufsfeuerwehr waren die Löscheinheiten Langendreer, Querenburg und Nord der Freiwilligen Feuerwehr in den Einsatz eingebunden. Zur Sicherstellung der Gebäudesicherheit trennten die Stadtwerke Bochum das Haus von der Energieversorgung.
Update 23.45 Uhr
Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis etwa 22:00 Uhr hin. Um die letzten Brandnester vollständig ablöschen zu können, mussten große Teile des Daches sowie mehrere Zwischendecken geöffnet werden. Aufgrund der massiven Brand- und Löschwasserschäden ist das Gebäude bis auf Weiteres unbewohnbar. Von den neun betroffenen Bewohnerinnen und Bewohnern konnten sieben privat bei Freunden oder Angehörigen unterkommen. Zwei Personen, die keine alternative Unterkunft hatten, wurden durch die Stadt Bochum vorübergehend untergebracht.
Zur weiteren Sicherung des Objekts stellt die Feuerwehr eine Brandwache bis etwa Mitternacht. Diese kontrolliert regelmäßig die Einsatzstelle, um ein erneutes Aufflammen auszuschließen. Die Ursache des Brandes ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
