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D: Belastung unter Druck → Weinheimer Feuerwehrleute in der Atemschutzstrecke

WEINHEIM (DEUTSCHLAND): Jedes Jahr muss die Feuerwehr Weinheim zu mehreren Brandeinsätzen ausrücken. Das Gefährliche bei einem Brand ist der Brandrauch und die dadurch entstehenden Atemgifte. Um diesen während der Menschenrettung und Brandbekämpfung möglichst lange stand zu halten, tragen Feuerwehrangehörige den Atemschutz. Dieser ermöglicht es, in verrauchten Räumen arbeiten zu können.

Damit ein Feuerwehrmann überhaupt ein Atemschutzgerät tragen darf, muss er zunächst einmal tauglich sein. Hier muss man in regelmäßigen Zeitabständen je nach Alter die sogenannte G-26.3 Untersuchung ablegen, bei der die Angehörigen der Feuerwehr auf ihre körperliche Tauglichkeit untersucht werden. Jeder Feuerwehrangehörige der im Besitz dieser Untersuchung sowie den Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger bestanden hat, ist grundsätzlich fähig Atemschutz zu tragen. Da ein Einsatz aber neben der psychischen, auch eine enorme körperliche Belastung bringt, müssen die Atemschutzgeräteträger eine jährlich stattfindende Belastungsübung absolvieren. Nur wer diese besteht, darf auch weiterhin für den Atemschutzeinsatz eingesetzt werden.

Anfang März 2026 startete die erste Belastungsübung. Die Übung findet in der anerkannten Übungsstrecke der Firma Feuercon im Feuerwehrzentrum der Weinheimer Feuerwehr statt. Zunächst müssen die Teilnehmer unter Atemschutz durch eine mit Gittern abgegrenzte Übungsstrecke, die kaum Bewegungsfreiheit bietet. Ein besonderes Hindernis der Strecke besteht aus einem ca. 3 Meter langen Rohr. Das Rohr ist so eng, dass man sich darin nicht drehen kann. Kriecht man mit aufgezogenem Atemschutzgerät, verbleiben nur wenige Zentimeter zwischen Körper und Rohr. Dieses Hindernis soll zeigen, ob Geräteträger ein Problem mit Platzangst haben oder auch solche Situationen meistern. Hier ist Teamarbeit unerlässlich. Ohne Hilfe des Kollegen ist es fast unmöglich das Rohr zu passieren. Die komplette Strecke wird „“krabbelnd““ oder „“kriechend““ passiert.

Enge und unförmige Durchgänge erfordern genaue Kenntnisse über die Handhabung und Maße des Atemschutzgeräts, da oft nur wenige Zentimeter Luft zwischen Gerät und Hindernis vorhanden sind. Nachdem die Übungsstrecke passiert ist, geht es weiter. Nun muss der Atemschutzgeräteträger eine Endlosleiter besteigen, bei der der Geräteträger die sich ständig drehende Leiter steigen muss. Sobald er die geforderte Leistung gebracht hat, geht es zum nächsten Gerät. Hier kann er nun wählen, ob er Fahrrad fährt auf dem Laufband läuft. Danach geht es ein zweites Mal in die Übungsstrecke. Um die Übung möglichst realistisch zu gestalten, wird im zweiten Durchgang die Strecke abgedunkelt und mit Wärmestrahlern erhitzt. Neben der starken körperlichen Belastung durch die eigentlich verrichtete Arbeit und dem hohen Gewichts der Einsatzausrüstung (ca. 25 Kilogramm) leidet der Körper vor allem unter der erschwerten Verdunstung über die Haut durch die isolierende Einsatzuniform.

Die wichtigste Möglichkeit des Körpers Wärme auf die Weise abzugeben ist damit stark reduziert. Dies hat einen Wärmestau im Körper zur Folge. Daher muss der Atemschutzgeräteträger vor und nach dem Einsatz ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Die ganze Übung wird von einem Kontrollpult aus überwacht. Sollte es zu akuten Problemen kommen, kann innerhalb weniger Sekunden Licht in der gesamten Strecke eingeschaltet und die Übung abgebrochen werden.

Neben den Brandschützern aus Weinheim bestand auch für die umliegenden Feuerwehren die Möglichkeit die Belastungsübung in Weinheim durchzuführen, was auf Durchweg positive Rückmeldungen trifft und jedes Jahr alle Slots ausgebucht sind. Dieses Jahr nahmen in Summe über 200 Feuerwehrleute teil, wovon circa 120 Teil der Weinheimer Brandschützer waren.

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