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Influencer sind riskante Fake-News-Schleudern

Forscher der Cardiff Business School warnen laut einer Publikation vom März 2026 vor Influencern als potenziellen Fake-News-Verbreitern. Schuld daran sei die besondere Beziehung zu Followern.

Die Experten haben markenbezogene Fake News und dazugehörige User-Kommentare zu 47 Marken aus neun Branchen über drei Jahre analysiert. Details sind in „Psychology & Marketing“ publiziert.

Milliardenschwerer Markt

Obgleich Unternehmen 2025 rund 33 Mrd. Dollar in Influencer-Marketing gesteckt haben, können die von ihnen aufgebauten Communitys jedoch auch hinter ungenauen oder falschen Beiträgen stehen und Marken blind angreifen, so die Experten. Die Toxizität sei besonders hoch ist, wenn Influencer über soziopolitische Themen sprächen.

„Während fehlerhafte Beiträge von normalen Nutzern häufig kritisiert oder hinterfragt werden, führt die besondere parasoziale Bindung zwischen Influencern und ihren Communitys dazu, dass diese Gruppen viel eher eine Idee unterstützen, ohne deren Wahrheitsgehalt zu prüfen“, verdeutlicht Studienhauptautor Giandomenico Di Domenico das Grundproblem.

„Klare Geschäftsstrategie“

Dem Experten nach sind sich viele Influencer bewusst, dass die durch Fake News gesteigerten Interaktionen letztlich mehr Einnahmen bringen. Daher könne es schwierig sein, sie dazu zu bewegen, verantwortungsvoller zu posten. Das Teilen von spaltenden, polarisierenden und emotional aufgeladenen Inhalten wie Fake News sei eine „klare Geschäftsstrategie“.

Als Beispiel nennt Di Domenico mehrere 2025 von Influencern gepostete Videos auf TikTok, in denen sie behaupteten, Luxusmarken wie Hermès, Louis Vuitton und Chanel würden ihre Produkte heimlich in chinesischen Fabriken herstellen, sie jedoch fälschlicherweise als „Made in France“ oder „Made in Italy“ vermarkten – ohne jedoch überprüfbare Beweise vorzulegen.

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