BrandTechnisch

Bayern: Pkw-Unfall und Traktor → zwei zeitgleiche Einsätze in Grassau

GRASSAU (BAYERN): Am Freitagvormittag, 10. April 2026, wurden die Feuerwehr Grassau um 09:49 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Pkw auf die Pettendorfer Straße alarmiert. Nach ersten Meldungen handelte es sich um einen Zusammenstoß zweier Fahrzeuge, infolgedessen beide Fahrzeuglenker verletzt wurden. Noch während des laufenden Einsatzes kam eine weitere Alarmierung wegen eines brennenden Traktors im Wasserschutzgebiet nahe Mietenkam hinzu. Trotz des schnellen Einsatzes brannte die landwirtschaftliche Maschine völlig aus. Der Fahrzeugführer konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Der Verkehrsunfall ereignete sich auf der Pettendorfer Straße an der Abzweigung nach Piesenhausen. Nach derzeitigen Erkenntnissen kam hat der Lenker des Kleinwagens den auf der Vorfahrtsstraße kommenden Mercedes aus Richtung Grassau übersehen. Es kam zum Zusammenstoß im Frontbereich beider Fahrzeuge, wobei der Mercedes auf dem angrenzenden Geh- und Radweg zum Stehen kam.

Beim Eintreffen der Feuerwehr war der Rettungsdienst bereits vor Ort. „Glücklicherweise war keine der beteiligten Personen im Fahrzeug eingeklemmt“, informiert der Kommandant und Einsatzleiter Konrad Nagele im Nachgang. Eine Person, die mittelschwer verletzt wurde, befand sich bereits in rettungsdienstlicher Versorgung. Eine zweite, leicht verletzte Person wurde bis zum Eintreffen eines weiteren Rettungswagens durch Einsatzkräfte der Feuerwehr betreut und medizinisch erstversorgt.

Seitens der Feuerwehr wurden umgehend Maßnahmen zur Verkehrsabsicherung eingeleitet sowie auslaufende Betriebsstoffe gebunden. Darüber hinaus wurde der Brandschutz am Unfallort sichergestellt. Beide Fahrzeuge wurden so schwer beschädigt, dass sie nicht mehr fahrbereit waren und abgeschleppt werden mussten. Die Feuerwehr Grassau war mit drei Fahrzeugen sowie 20 Einsatzkräften im Einsatz. Neben der Feuerwehr waren der Rettungsdienst, der Rettungshubschrauber Christoph 14 sowie die Polizei im Einsatz. Beide Unfallbeteiligten wurden ins Krankenhaus zur weiteren Behandlung gebracht. Die Beamten der Polizei haben den Vorfall aufgenommen.

B3 – Brand landwirtschaftliche Maschine

Noch während der laufenden Maßnahmen an der Unfallstelle erfolgte um 10:35 Uhr eine weitere Alarmierung zu einem Brand mit dem Einsatzstichwort „B3 – Brand landwirtschaftliche Maschine“. Ein Teil der eingesetzten Kräfte verblieb zur Absicherung und zum Brandschutz an der Unfallstelle, während zwei Fahrzeuge aus Grassau in den Erlenweg abrückten. Zusätzlich wurde ein Löschfahrzeug aus Staudach-Egerndach nachalarmiert.

Beim Eintreffen am gemeldeten Schadensort stand ein Traktor auf einem Acker bereits in Vollbrand. Unverzüglich wurde durch Atemschutztrupps mit zwei C-Rohren die Brandbekämpfung eingeleitet. Die Wasserversorgung wurde durch die Floriansjünger der Feuerwehr Staudach-Egerndach sichergestellt. Da sich die Einsatzstelle in einem Wasserschutzgebiet befand, wurden der zuständige Wasserversorger sowie die entsprechenden Behörden über die Führungsgruppe Katastrophenschutz hinzugezogen. In der Folge wurde durch einen Bagger ein Bodenaustausch zur Vermeidung von Umweltschäden veranlasst.

Der Einsatz konnte gegen 12:30 Uhr für die Feuerwehr beendet und an die Fachbehörden beziehungsweise den Wasserversorger übergeben werden. Beide Feuerwehren waren mit fünf Fahrzeugen und etwa 30 Einsatzkräften im Einsatz. Der ebenfalls alarmierte Rettungsdienst musste nicht eingreifen, verletzt wurde niemand.

Der 64-jährige Fahrer konnte sich selbst in Sicherheit bringen und blieb unverletzt. Es entstand Sachschaden in Höhe von rund 30.000 Euro. Nach einer ersten polizeilichen Einschätzung könnte ein Kabelbrand das Feuer ausgelöst haben.

Kreisfeuerwehrverband Traunstein

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