USA: Sechs Elektro-SUV zerstört → Fahrzeugbrand bei Cadillac-Händler fordert Feuerwehr über 17 Stunden
FORT WORTH (USA): Mehr als 17 Stunden beschäftigte ein Brand mehrerer Elektrofahrzeuge die Feuerwehr von Fort Worth im US-Bundesstaat Texas. Das Feuer war am Freitagnachmittag, 9. Oktober 2026, auf dem Gelände eines Cadillac-Autohauses ausgebrochen und hatte sich von einem Fahrzeug auf mehrere weitere Elektro-SUV ausgebreitet. Sechs Fahrzeuge wurden vollständig zerstört, zumindest zwei weitere beschädigt.

Die Feuerwehr Fort Worth wurde kurz vor 17.00 Uhr zum Betrieb von Frank Kent Cadillac im Bereich des West Loop 820 alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Kräfte standen bereits mehrere Fahrzeuge in Brand. Während der Löscharbeiten stellte sich heraus, dass es sich bei den betroffenen SUV ausschließlich um Elektrofahrzeuge handelte.

Damit entwickelte sich der zunächst als Fahrzeugbrand gemeldete Einsatz zu einer langwierigen Angelegenheit. Nach Angaben der Feuerwehr stellte insbesondere die Konstruktion der Hochvoltbatterien eine Herausforderung dar. Die Batteriegehäuse sind für den normalen Fahrbetrieb weitgehend gegen das Eindringen von Wasser und Schmutz abgedichtet. Im Brandfall erschwert dies jedoch eine direkte Kühlung betroffener Batteriezellen.


Fahrzeugbranddecken gegen weitere Brandausbreitung
Eine wesentliche Aufgabe bestand darin, ein Übergreifen auf die zahlreichen unmittelbar daneben abgestellten Fahrzeuge zu verhindern. Auf Bildern der Feuerwehr sind mehrere Autos zu sehen, die mit speziellen Fahrzeugbranddecken abgedeckt wurden.


Die Decken wurden nach Angaben der Feuerwehr eingesetzt, um die Brandausbreitung vorübergehend einzudämmen und Zeit zu gewinnen. Gleichzeitig konnten weitere Fahrzeuge aus dem Gefahrenbereich entfernt werden. Damit sollte verhindert werden, dass noch zusätzliche Elektrofahrzeuge vom Feuer erfasst werden.


Solche Fahrzeugbranddecken können insbesondere Flammen und Wärmestrahlung begrenzen. Einen möglicherweise bereits laufenden thermischen Prozess innerhalb einer Hochvoltbatterie können sie jedoch nicht zwangsläufig beenden.
Sechs Elektro-SUV Totalschaden
Insgesamt wurden sechs Elektro-SUV durch den Brand vollständig zerstört. Mindestens zwei weitere Fahrzeuge erlitten Schäden. Lokale Medien berichten, dass es sich um die bislang größte Zahl gleichzeitig brennender Elektrofahrzeuge gehandelt habe, mit der die Feuerwehr von Fort Worth bei einem Einsatz konfrontiert war.

Die Löscharbeiten und Sicherungsmaßnahmen zogen sich durch die gesamte Nacht. Die eingesetzten Mannschaften wurden dabei im Zwei-Stunden-Rhythmus abgelöst. Erst am Samstagvormittag um 10.28 Uhr konnte der Einsatz endgültig abgeschlossen werden.

Vom Zeitpunkt der Alarmierung bis zum Einrücken der letzten Einheiten vergingen nach Angaben des Fort Worth Fire Department 17 Stunden und 33 Minuten. Verletzt wurde niemand.


Brandursache noch ungeklärt
Die Ursache des Feuers wird weiterhin untersucht. Fest steht nach bisherigen Angaben lediglich, dass das Feuer zunächst an einem Fahrzeug entstanden war und anschließend auf weitere abgestellte Elektrofahrzeuge übergriff.


Ob die Hochvoltbatterie des zuerst brennenden Fahrzeuges Auslöser des Brandes war oder ob es im Zuge des Feuers zu einem thermischen Durchgehen von Batteriezellen kam, wurde bislang nicht offiziell festgestellt. Allein die lange Einsatzdauer lässt daher keinen Rückschluss auf die eigentliche Brandursache zu.


Das Autohaus bedankte sich nach dem Einsatz ausdrücklich bei den Kräften des Fort Worth Fire Department. Durch das Eingreifen habe eine weitere Ausbreitung auf benachbarte Fahrzeuge, Gebäude und Freiflächen verhindert werden können.



