Silo-Salz auf der Bundesstraße
Traunkirchen (Oö): In den frühen Morgenstunden des 16. Jänner 2004 wurde die Feuerwehr Traunkirchen um 02:45 Uhr von der Landeswarnzentrale zu einem Lkw-Unfall auf der B 145 zwischen Traunkirchen und Ebensee im Bereich der Sonnsteintunnels alarmiert. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich heraus, dass ein mit ca. 20 to. Salz beladener SILO Kraftwagen durch die stark vereiste Fahrbahn umgekippte ist und auf seinem Fahrstreifen zu liegen kam.
Verletzt wurde bei diesem Unfall niemand. Jedoch war die Fahrbahn der Bundesstrasse nur schwer zu passieren. Nach Anforderung des Feuerwehrkranfahrzeuges in Vöcklabruck durch Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Benda, wurde mit der Bergung begonnen, die sich vorerst schwierig gestaltete, da man mit dem schweren Gerät auf Grund des Platzmangels nicht arbeiten konnte.

So mussten die Feuerwehrmänner die gesamte Ladung aus dem Silokessel umladen und auf einen von einer privaten Firma bereit gestelltem Lkw abtransportieren. Dies nahm natürlich einige Stunden in Anspruch. Nach Entleerung des Fahrzeuges konnte die Bergung beginnen und wurde um 08:00 beendet. Es kam natürlich auf der B 145 zu Verkehrsbehinderungen und dann schließlich zur totalen Sperre der Strasse. Der Verkehr wurde bereits in Altmünster über die Großalmlandesstrasse umgeleitet.

Info der FF Vöcklabruck: Um 03.08 Uhr wurde die FF Vöcklabruck als Kranstützpunkt zu einer LKW Bergung nach Traunkirchen gerufen. Die Einsatzgruppe der FFV rückte mit KRAN und LAST 1 in den Pflichtbereich der Feuerwehr Traunkirchen aus. Ein mit Salz beladener Sattelzug war vor dem Sonnsteintunnel auf der B 145 umgestürzt. Aufgrund der engen Platzverhältnisse, gestaltete sich die Bergung sehr schwierig. Zuerst mussten ca. 20 Tonnen Salz aus dem Sattelanhänger geschaufelt werden, um in eine bessere Bergeposition zu kommen, wurden Zugfahrzeug und Anhänger getrennt. In Zusammenarbeit zischen einem Ladkranfahrzeug der Fa. Erdbau und dem Kranfahrzeug der Feuerwehr, konnte der Sattelauflieger dann wieder auf Räder gestellt werden. Nachdem der Anhänger dann durch eine Ersatzzugmaschine abtransportiert worden war, konnte der Kran zur Bergung der Zugmaschine in Stellung gebracht werden. Mit Bergeketten wurde das Zugfahrzeug angehoben und wieder auf die Räder gestellt. Die FF Traunkirchen unterstützte während der gesamten Bergung die Kranmannschaft aus Vöcklabruck. Zur Bergung des Schwerfahrzeuges war die B 145 im Bereich Traunkirchen ca. 3 Stunden gesperrt. Um 09.00 Uhr rückte die Einsatzmannschaft wieder ins Feuerwehrhaus in Vöcklabruck ein.
