Medien / Fotografen

Über 52.000 Einsätze für die Oö. Feuerwehren im Jahr 2003

Nach dem Hochwasserjahr 2002 war das vergangene Jahr das arbeitsreichste in der Geschichte der oberösterreichischen Florianijünger. 2003 haben sie mehr als 52.000 Einsätze absolviert. Am häufigsten sind die Feuerwehrmänner voriges Jahr zu Wassertransporten ausgerückt.

2002 war das Jahr des Hochwassers, 2003 das der Hitze. Und wie schon bei der Flutkatastrophe, so waren es im vergangenen Jahr wieder die oberösterreichischen Feuerwehren, die eine wesentliche Funktion in der Hilfskette ausgefüllt haben. 18.000 zumeist freiwillige Helfer waren während der dürren Monate mit der Wasserversorgung beschäftigt, insgesamt hatten die Feuerwehren im Sommer mehr als 12.000 derartige Einsätze zu verzeichnen – sechs Mal soviel wie in „normalen“ Jahren.
Besondere Aufmerksamkeit galt vergangenes Jahr auch einem gestreiften Quälgeist: der Wespe. Mehr als 6.000 Mal sind Oberösterreichs Feuerwehren ausgerückt, um Nester der diesmal besonders aktiven Insekten zu beseitigen. Aber auch in den klassischen Feuerwehrtätigkeiten, wie der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung nach Unfällen war 2003 eine Steigerung zu verzeichnen.
Insgesamt ergab das eine Einsatzbelastung, die in der Geschichte der oberösterreichischen Feuerwehren nur durch das Hochwasser 2002 übertroffen wurde. So wurden letztes Jahr fast 900 Menschen aus Notlagen befreit und Sachwerte in der Höhe von nahezu 200 Millionen Euro gerettet. Aber es sind nicht nur diese Hilfeleistungen, die dafür sorgen, dass die Feuerwehren in der Bevölkerung hohes Ansehen genießen. Es ist auch der soziale Aspekt der funktionierenden Gemeinschaft in der Feuerwehr, der viele Menschen fasziniert. Schon allein deswegen seien die Feuerwehren besonders zu fördern, sagt der zuständige Landesrat Josef Stockinger (ÖVP). Er versichert, dass es trotz der allgemeinen Spartendenz keine Kürzungen beim Feuerwehretat geben werde.

Stockinger und Landes-Feuerwehrkommandant Johann Huber wollen für die Zukunft noch stärker auf Ausbildung und Nachwuchsförderung setzen. Vor allem die Jugend sei in Oberösterreich besonders für die Feuerwehrarbeit zu begeistern. Und erfreulich sei auch das besondere Interesse von Mädchen für die Gemeinschaft Feuerwehr. 1.500 weibliche Florianijünger gibt es mittlerweile in Oberösterreich, allein letztes Jahr sind fast 270 neue hinzugekommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert