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Boot mit 33 Personen in Berggrotte gekentert – 5 Tote!

Hinterbrühl (Nö): Bei einem Bootsunfall in der Seegrotte Hinterbrühl sind Montagvormittag fünf Ausflugsgäste getötet worden. Das Boot ist gekentert, die fünf Opfer sind im eiskalten Wasser ertrunken.

‚Sie müssen sich vorstellen, dass an der Unterseite des Wasserfahrzeuges einige Schwimmer montiert sind, eine Plattform auf der zur linken und zur rechten Seite Bänke montiert sind. An der Rückseite der Bänke finden sich dann noch aufgestellte Streben, Stützen, dass man nicht ins Wasser fällt. Offenbar sind gerade diese seitlichen Stützen zum Verhängnis für zumindest vier der Verunglückten geworden. Sie sind förmlich unter Wasser eingeschlossen gewesen.‘

Vier Frauen und ein Mann, eine Belgierin und vier Deutsche im Alter von 59 bis 75 Jahren sind gestoben. Die anderen Insassen konnten sich selbst ans Ufer retten, zwei sind leicht verletzt, alle werden psychologisch betreut. Nach Angaben des Sicherheitsbeauftragten der Grotte liegen alle Genehmigungen vor. Es waren auch nicht mehr Personen an Bord, als zugelassen, nämlich 29 mit dem Steuermann der Zille. Die Grotte ist vorerst behördlich gesperrt. Gendarmerie und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen, dazu gehört auch eine Obduktion der Toten. Am Dienstag wird ein gerichtlich beeideter Sachverständiger einen Lokalaugenschein in der Grotte machen.

Für Angehörige der Opfer wurde eine Hotline eingerichtet. Auskünfte gibt es unter der Telefonnummer 02236 26249 (aus Deutschland +43 2236 26249.) Eine weitere Hotline steht ausschließlich Angehörigen der Opfer zur Verfügung. Die Nummer lautet: +43 2742 90 050.

Der Rettungseinsatz nach dem Unglück lief unter besonders schweren Bedingungen ab. Das Wasser in der Seegrotte ist sieben Grad kalt. Die Bergung der 33 zum Teil stark unterkühlten Bootsinsassen war nur durch einen dunklen, schmalen Tunnel möglich. Immer wieder brach Panik aus. Rund 60 Rettungskräfte standen im Einsatz. Die Verletzten wurden mit Hubschraubern in die umliegenden Krankenhäuser geflogen.
Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Jörg Würzelberger kamen am Unfallort zwei Feuerwehren und eine Tauchgruppe zum Einsatz. Feuerwehrtaucher suchten den unterirdischen See und seine verwinkelten Gänge nach Überlebenden ab.

Die Höhle, die in den Kriegsjahren 1944 und 1945 zum unterirdischen Flugzeugbau genutzt wurde, ist heute ein beliebtes Familien-Ausflugsziel. Die Seegrotte Hinterbrühl wird jährlich von über 200.000 Menschen besucht. Das Wasser des größten unterirdischen Sees Europas ist bis zu zwei Meter tief.

Ein Einsatzbericht ist zwischenzeitlich in den Detail-Einsatzberichten hier auf Fire-World zu finden!

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