Oö: Medien-Reaktion auf „Schlagkräftige Fw-Hilfe nicht gefragt“
Ried (Oö): Nach der Veröffentlichung der Kritik an der 9-stündigen Autobahnsperre in Oberösterreich erschien dieser Tage in der Oö. Rundschau ein entsprechender Beitrag!
Kritik an Lkw-Bergung nach Autobahn-Chaos
Ort, ried / Sieben Stunden lang war die Innkreisautobahn vergangenen Donnerstag nach einem Lkw-Unfall bei Ort gesperrt. Ein polnischer Sattelschlepper – beladen mit 20 Tonnen Schweinehälften – war auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Schleudern geraten, umgestürzt und hatte die Welser Richtungsfahrbahn zur Gänze blockiert.
Verkehrslawine auf der Bundesstraße
Der gesamte Verkehr musste über Gurten und Mehrnbach auf die B 141 und bei Haag wieder auf die Autobahn umgeleitet werden. Umfangreiche Lkw-Staus waren die Folge – kein Wunder, bei bis zu 10.000 Lkws, die täglich die A 8 befahren. Zur Bergung des Lastwagens wurde von der Autobahngendarmerie eine Firma aus dem Zentralraum gerufen. Das versteht man bei der Stadtfeuerwehr Ried nicht: „Es ist einfach unverständlich, dass man auf eine Firma zurückgreift, die aus Marchtrenk kommen muss, wenn auch wir mit unserem Kranwagen einsatzbereit sind“, so der Kommandant der Rieder Feuerwehr, Anton Stangel.
Er vermutet wirtschaftliche Interessen dahinter („Wenn´s was zu verdienen gibt, kommen wir nicht zum Einsatz“) und stellt lapidar fest: „Wir haben auf der A8 nichts mehr verloren. Wir sind im Alarmplan auf der A 8 nur die dritte Feuerwehr.“
„Lkw-Fahrer passen Tempo nicht an!“
Der Kommandant der Autobahngendarmerie Ried, Chefinspektor Alfred Schmied, begründet die Entscheidung für das auswärtige Unternehmen so: „Die Firma arbeitet sehr rationell und professionell – und sehr schadensarm. Damit haben wir in ganz Oberösterreich gute Erfahrungen gemacht.“
„Wir können das rascher und genauso gut wie andere“, ist hingegen Feuerwehchef Anton Stangel überzeugt.
Für das Umladen der Fracht aus dem umgestürzten Lkw – 20 Tonnen Schweinehälften – musste auf die Hilfe der FF Antiesenhofen sowie des Bundesheeres zurückgegriffen werden. „Eine Mordsarbeit, die haben sieben Stunden nur gearbeitet“, so Chefinspektor Schmied. Kritik richtet er an viele Lkw-Fahrer: „Die Berufsfahrer passen sich einfach nicht an die Witterungsumstände an. Da kann man strafen, wie man will!“
Anmerkung von Fire-World:
Mehrfach wurde diese Thematik bereits im Diskussionsforum angeschnitten und behandelt. Mehrfach liegen Beiträge und Informationen vor, wo immer wieder die Feuerwehren die Retter in der Not waren. Nur funktioniert ein „Retten in der Not“ immer nur dann, wenn auch Gelegenheiten vorhanden sind, diese Aufgaben in weniger schwierigeren Fällen zu üben. In vielen Gegenden arbeiten die Wehren intensiv mit Unternehmen zusammen. Diese Zusammenarbeit wird aber andererorts oft nicht mehr gewünscht oder man behilft sich einfach dadurch, die Wehren gar nicht mehr zu verständigen. In diesen Fällen sind langzeitige Sperren von wichtigen Verkehrsadern nicht mehr relevant. Oder liegt es vielleicht an… Zu berichten gäbe es viel…
Hier der vorausgehende Artikel
Auf dieser Webseite finden Sie auf der Menüseite einen Punkt „Feuerwehr und Wirtschaft“, der die Thematik vielleicht einleuchtend erklärt.

