Tirol: Gefährlicher Brand mit Personenrettungen in Hochhaus in Jenbach
Jenbach (Tirol): Relativ harmlos lautete am 16.02.2004 gegen 20.30 Uhr die Alarmierung der Feuerwehr Jenbach durch die Gendarmerie Schwaz. “ E- Verteiler Brand in der Josef Sattlerstraße 3″.
Beim Eintreffen der Feuerwehr und Gendarmerie konnte ein Brand in einem Unterverteiler im Erdgeschoss, des höchsten Gebäudes in Jenbach, ausgemacht werden. Mittels Pulverlöscher war dieser rasch gelöscht. Im weiteren Verlauf überschlugen sich die Ereignisse regelrecht.

Noch während einige Kameraden einen in der Wand verlaufenden Kabelschacht, der vom Kellergeschoss bis zum Dach reicht überprüften, kam es in einer Wohnung im 3. Stock zu einer massiven Rauchentwicklung und anschließendem Brand mehrerer Räume. Weiters brannten in den Stockwerken vier bis sechs ebenfalls die Unterverteiler aus. Binnen kürzester Zeit waren mehrere darüber liegende Wohnungen sowie das Stiegenhaus komplett verraucht.
Panikartig flüchteten mehrere Bewohner auf das Dach des zehn stöckigen Gebäudes, andere sperrten sich in ihren Wohnungen ein und warteten am Fenster auf Hilfe.
Einsatzleiter ABI Karl Knoflach ließ aufgrund der Situation sofort Sirenenalarm in Jenbach und Buch auslösen. Der vor kurzem neu in den Alarmplan aufgenommene Hubsteiger der Feuerwehr Jenbach rückte unverzüglich zum Brandort aus und begann mit der Menschenrettung. Weiters wurde die Feuerwehr Schwaz zur Unterstützung mit Drehleiter und Atemschutzfahrzeug angefordert. Auch die Feuerwehr der GE Jenbacher half bei den Löscharbeiten.

Während mehrere Atemschutztrupps im Innenangriff den Wohnungsbrand löschten, mussten 16 Bewohner vom Dach sowie aus den Wohnungen mit dem Hubsteiger und der Drehleiter geborgen werden. Vier Personen erlitten Rauchgasvergiftungen. Sie wurden vom Roten Kreuz behandelt und anschließend ins KH Schwaz gebracht. Ein Hund, eine Katze sowie ein Vogel konnten ebenfalls gerettet werden.
Eine Wohnung wurde durch den Brand großteils zerstört. Andere zum Teil so stark verraucht, dass momentan etliche Bewohner nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können.
Einer unserer Kameraden erlitt bei diesem Einsatz eine Rauchgasvergiftung, ein weiterer verletzte sich an der Hand.
Wir wünschen ihnen auf diesem Weg eine gute Besserung.
Glücklicherweise verfügt die Feuerwehr Jenbach seit vier Monaten über einen der modernsten Höhenrettungsgsgeräte in Tirol sowie einer Mannschaft, die sich in den letzten Monaten intensiv auf diesem Gerät einschulen ließen um damit Leben zu retten. Dass aber ausgerechnet in Jenbachs höchstem Wohnhaus der erste Hubsteiger – Einsatz zu bewältigen war, dachte sich niemand. Schon jetzt kann man behaupten, dass dieses Fahrzeug einen wichtigen Teil zum Schutz der Bevölkerung beigetragen hat.
Bericht der Feuerwehr Schwaz
Die FF Jenbach wurde am Mittwoch, dem 16.02.05 gegen 20.31 Uhr zu einem Brand in die Josef-Sattler-Strasse 3 alarmiert. Da man nicht´s genaueres über die Art des Brandes wusste, und dies das höchste Gebäude in Jenbach ist, rückte auch das Hubrettungsgerät der FF Jenbach mit aus.
Wenig später war die Rauchentwicklung ab dem vierten Stockwerk des Gebäudes so stark, das Menschen die oberhalb des Brandherdes waren, durch die enorme Rauchentwicklung in Lebensgefahr waren. Gegen 20.55 Uhr wurde die FF Schwaz zur dringenden Personenbergung mit der Drehleiter angefordert, da sich mehrere Personen im stark verrauchten Stiegenhaus befanden und gerettet werden mussten.

Zwischenzeitlich heulten in Jenbach und Buch die Sirenen, es ging nun Schlag auf Schlag, mehrere Personen wurden von insgesamt 30 Rettungssanitäter, die mit 7 Rettungswagen vor Ort waren, erstversorgt und wegen Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Mehrere Atemschutztrupps suchten die ganzen Stockwerken nach Vermissten ab, da man nicht genau wusste, vieviel Pesonen sich im Gebäude aufhielten. Die FF Schwaz konnte gegen 22.30 Uhr wieder ins Gerätehaus einrücken!
