Wien: Busunfall – Ein Kind und ein Jugendlicher getötet
Wien: Ein schwerer Verkehrsunfall in Wien-Floridsdorf hat am Samstag, dem 5. März 2005, zwei Menschenleben gefordert – darunter auch das eines Kindes. 17 weitere Personen wurden verletzt, ein Bursch schwebt noch in Lebensgefahr.
Das Unglück ereignete sich beim Bahnhof auf dem Franz-Jonas-Platz. Ein Bus war mit einer Straßenbahn der Linie 26 kollidiert. Nach Angaben eines Beamten war der Bus aus der Rechten Nordbahngasse auf die Schloßhofer Straße gefahren. Dabei dürfte er die herannahende Straßenbahn übersehen haben.
Bei den Toten handelt es sich nach Polizeiangaben um einen vierjährigen Buben und einen 16-Jährigen. Weitere 17 Personen wurde verletzt, darunter ein 15-jähriger Bursch, der in Lebensgefahr schwebt. Unter den Verletzten sind auch der Bus- und der Straßenbahnfahrer.
Der Fahrer des von dem Unternehmen Dr. Richard betriebenen Gratis-Shuttles aus dem Shopping Center Nord (SCN), der Schnitte im Gesicht und einen Schock erlitten hat, wurde noch in der Nacht einvernommen.
Er sei vor dem Unfall etwa 40 km/h schnell gefahren und rollte dann seinen Angaben zufolge im Schritttempo aus einer Seitengasse in die Kreuzung ein. Die Straßenbahn hat dort Vorrang.
Er sei sehr langsam gefahren und habe erst nach rechts geschaut, sagte der Berufschauffeur. Die von links kommende Straßenbahn habe er erst bemerkt, als sich sein Bus bereits auf dem Gleiskörper befand.
Das Unglück passierte gegen 19.00 Uhr kurz vor der Endstation des Busses bei der U6 in Floridsdorf. Alkoholisiert war nach Angaben des Verkehrsunfallkommandos keiner der beiden Lenker. „Der Busfahrer hat die Lage schlecht eingeschätzt“, sagte ein Ermittler.
Als der Fahrer die herannahende Straßenbahn bemerkte, habe er noch Gas gegeben und versucht, rechtzeitig wegzukommen. Der Lenker der zum Unfallzeitpunkt etwa 30 km/h schnellen Straßenbahn versuchte noch zu bremsen, um den Zusammenstoß zu verhindern.
Bruchteile von Sekunden später krachte die Tram in den mittleren Teil des Shuttles. „Die Straßenbahn ist durch den Bus fast durchgefahren“, schilderte ein Sprecher der Einsatzkräfte.
