Sbg: Einsätze im Trippelpack für die Feuerwehr St.Johann/Pg.
St. Johann im Pongau (Sbg): Wieder einmal traf das Gesetz der Serie für die Feuerwehr St.Johann/Pg zu. Wie schon so oft, gab es gleich drei Einsätze hintereinander zu bewältigen.
Begonnen hat alles am Dienstag, dem 5. April 2005, um 17.55 Uhr mit einem Verkehrsunfall mit Menschenrettung auf der L 269, der Bischofshofener Straße.

Durch eine ungenaue Ortsangabe des Anrufers am Notruftelefon wurde aber die Feuerwehr Bischofshofen durch die LAWZ um 17.56 Uhr alarmiert, welche bereits nach einer Minute zum Unfallort ausrückte. Nachdem sich herausstellte, dass der Unfallort in die Zuständigkeit der Feuerwehr St.Johann/Pg fällt, wurde diese um 18.04 Uhr mittels Sirene nachalarmiert, worauf die Feuerwehr St.Johann/Pg zum Unfallort ausrückte und gemeinsam mit den Kameraden der Feuerwehr Bischofshofen, die bereits am Einsatzort waren, diesen Einsatz bewältigten. Bei diesem Einsatz galt es eine verletzte Person aus einem Pkw mittels hydraulischem Rettungsgerät zu retten, den Brandschutz sicherzustellen, sowie die Aufräumarbeiten durchzuführen.
Weiters wurde die Exekutive bei der Verkehrsregelung unterstützt und die Fahrbahn gereinigt. Die Autowracks, insgesamt drei an der Zahl, wurden durch einen privaten Abschleppdienst von der Unfallstelle weggebracht. Im Einsatz waren zwei Feuerwehren mit insgesamt 52 Mann und acht Fahrzeugen.
Weiter ging es einen Tag später am 6. April mit einem Waldbrand im extrem schwierigen Gelände, oberhalb des Steinbruchs „Gruber“, welcher gemeinsam mit der Feuerwehr Großarl gemeistert wurde. In diesem Fall kam es zu einer Doppelalarmierung, weil das Einsatzgebiet genau an der Gemeindegrenze zu Großarl lag. Zum Brandausbruch kam es nachdem im Zuge von Rodungsarbeiten zur Erweiterung des Steinbruchgeländes, ein Brand eines Reisighaufens durch Auftreten starken Windes auf das umliegende Gelände übergegriffen hat.

Das Problem lag in der Zugänglichkeit des Geländes, welches mit Tanklöschfahrzeugen nur über eine schmale Betriebsstraße im Steinbruchgelände erreicht werden konnte. Von dort musste eine 100 Meter lange B-Zubringerleitung im extrem steilen Gelände errichtet werden, bevor der Brandherd in der Fläche von ca. 1000 m2 mit drei C-Rohren gelöscht werden konnte. Eine große Gefahr trat für die eingesetzten Kräfte durch Steinschlag und Absturzgefahr auf. Behindert wurden die Löscharbeiten auch durch den Wassermangel, welcher durch einen Pendelverkehr mit drei Tanklöschfahrzeugen von einem drei Kilometer entfernten Hydranten sichergestellt wurde. Der Brand konnte von 40 Mann und 7 Fahrzeugen um 1945 Uhr gelöscht werden.
Der schlimmste Einsatz dieser Serie war für die Mannschaft der Feuerwehr St. Johann/Pg ca. 22 Stunden später auf der B 311. Mit der Alarmierung durch die LAWZ mittels Sirene und dem Spruch am Rufempfänger: „Schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person auf der B 311 Höhe Russenbühel“ sollte diese Serie endlich ein Ende nehmen. Beim Eintreffen von Rüst Pongau bot sich dem Einsatzleiter OBI Überbacher folgende Lage:
Ein Lkw aus Richtung St. Johann/Pg kommend, fuhr auf einen zum Linksabbiegen eingeordneten Pkw auf und schleuderte diesen in den Gegenverkehr aus Richtung Bischofshofen. Dabei kam es zu einem Frontalzusammenstoß, wobei eine Person eingeklemmt wurde und von der Feuerwehr leider nur mehr tot mittels hydraulischem Rettungsgerät geborgen werden konnte.

Die weiteren Einsatzmaßnahmen lagen darin die Einsatzstelle durch Sperren der Bundesstraße abzusichern, den Brandschutz für die Aufräumungsarbeiten sicher zu stellen, die Aufräumungsarbeiten durchzuführen, sowie ein privates Abschleppunternehmen welches die zwei total beschädigten Pkw’s sowie den fahruntauglichen Lkw von der Unfallstelle mittels drei Bergefahrzeugen abgeschleppt haben, zu unterstützen. Nach den Aufräumungsarbeiten konnten die 22 Mann um 19.30 Uhr von der Unfallstelle abrücken.
