Sbg: Lkw-Geisterfahrerunfall forderte drei Menschenleben!
Salzburg: Bei einem Geisterfahrer-Unfall sind in der Nacht auf Mittwoch, dem 6. Juli 2005, auf der Tauernautobahn drei Menschen gestorben. Zwei wurden schwer verletzt. Ein Lastwagen war auf der A10 bei Flachauwinkl falsch auf der Richtungsfahrbahn Villach unterwegs.
Der Laster rammt ein Auto, für drei Insassen kommt jede Hilfe zu spät. Der oberösterreichische Geisterfahrer war vermutlich alkoholisiert. Der Kärntner Trucker Günther Wippl kann seinen Lkw gerade noch anhalten, als der Geisterfahrer auf seiner Spur daherkommt: „Eine Kollege hat mich über Handy gewarnt, dass der verkehrt daherkommt vom Tunnel herunter. Die ganze Strecke habe ich schon aufgepasst. Vor einer Kurve sah ich den Unfall dann.“
Der Drei-Achser-Lkw des Falschfahrers stürzt über die Autobahnböschung und kippt um. Hunderte Meter weiter Richtung Tauernalm kommt der Pkw einer Urlauberfamilie neben der Leitschiene zu stehen. Er wurde vom Schwerfahrzeug des Geisterfahrers gerammt. Völlig zertrümmert sei der Pkw, berichtet Feuerwehr-Einsatzleiter Alfred Evers aus Flachau: „Wir haben über Piepser sofort den Einsatzbefehl bekommen: Schwerer Unfall mit Geisterfahrer. Wir haben natürlich da mit dem Schrecklichsten gerechnet. Die Überwachungszentrale hat uns dann mitgeteilt, dass vermutlich auch Tote dabei sind. Das war furchtbar, wie diese Menschen zugerichtet waren.“
Die Reisenden waren auf dem Weg zu einer Hochzeit. Für drei Insassen kommt jede Hilfe zu spät, sagt Maximilian Huber, Einsatzleiter des Roten Kreuzes: „Es waren fünf Menschen aus einer Familie, davon sind nun drei tot.“
Beim Zusammenstoß sterben der Familienvater und zwei Söhne. Feuerwehrkommandant Evers: „Man muss froh sein, dass nicht noch mehr passiert ist. Augenzeugen haben uns berichtet, dass ein Reisebus gerade noch an dem Geisterfahrer vorbeigekommen ist. Mit dem müssen wir uns trösten, dass nicht noch mehr Schreckliches passiert ist.“
Zum Unfallhergang kann der Lastwagenfahrer nichts sagen. Beim mutmaßlichen Geisterfahrer bestehe der Verdacht auf Alkoholisierung, sagt Josef Gfrerer von der Autobahnpolizei St. Michael: „Die Test liefen in der Nacht noch. Das offizielle Endergebnis steht noch aus. Die Alkohoilisierung ist nicht auszuschließen beim Stand der Dinge.“
In der Nähe der Unfallstelle hat Bezirksinspektor Josef Gfrerer schon vor Monaten einen Geisterfahrer aus dem Verkehr gezogen. Noch in der Nacht auf Mittwoch hat hier auf der A10 bei Flachauwinkl ein Sachverständiger seine Erhebungen zur Unfallursache aufgenommen.
